Seabstien Ogier und Julien Ingrassia feierten ihren fünften Saisonsieg

Rallye 2011

— 03.10.2011

Ogier: "Es lastete viel Druck auf mir"

Sebastien Ogier hat der "Grande Nation" den wichtigen Heimsieg beschert - Auf die WM will sich der Citroen-Pilot nicht festlegen, weil alles passieren kann

Die Frankreich-Rallye war an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Am Ende gewann mit Sebastien Ogier ein französischer Pilot in einem französischen Citroen-Boliden, der mit französischen Reifen von Michelin ausgestattet war. Die "Grande "Nation" hat ihr Territorium erfolgreich verteidigt, doch es saß nicht Vorjahressieger Sebastien Loeb am Steuer. Der Ausfall des siebenfachen Weltmeisters machte die WM wieder extrem spannend. Ford-Pilot Mikko Hirvonen ist nun bei zwei ausstehenden Rallyes punktegleich. Ogier liegt drei Zähler zurück. Alles kann passieren.

Der jüngere der beiden Franzosen hat mit dem Heimsieg einen ganz großen Triumph in seiner Karriere geschafft. "Es tut sehr gut. Es fällt jetzt viel Stress von mir ab. Das Wochenende war für mich nach Sebs Problem sehr lang. Es lastete viel Druck auf mir", sagt Ogier im Moment des Sieges. "Ich musste diese Rallye unbedingt beenden und Punkte für das Team holen. Dani (Sordo; Anm. d. Red.) und Petter (Solberg) machten mir das Leben bis zum Ende schwer."

"Es war nicht leicht, die Führung zu übernehmen und sie zu schlagen. Meine Gratulation geht an Dani. Er war das gesamte Wochenende sehr schnell." Im Gegensatz zu Ogier ging es für Sordo nur um den Einzelerfolg. Der MINI-Pilot konnte auf Risiko fahren und wurde schließlich Zweiter. Um die Kleinigkeit von 6,3 Sekunden behielt Ogier die Oberhand. "Ich bin sehr glücklich über den Ausgang dieses Rennens."

"Ich habe genau das getan, was ich tun musste. Ich beobachtete Dani und seine Zwischenzeiten", setzt der Franzose fort. "Ich habe das Minimale getan, um die Führung zu übernehmen und wollte keine Risiken eingehen. In der Vergangenheit ging es nicht um Drucksituationen. In Argentinien lag ich 50 Sekunden vorne und machte einen dummen Fehler."

"Im Rallye-Sport kann jederzeit alles passieren. An diesem Wochenende ist für uns alles perfekt gelaufen. Es ist schade für unsere Teamkollegen, weil es auch ihre Heimrallye war, aber so ist der Sport. In der WM geht es nun zwischen drei Fahrern eng zu. Alles konnte an diesem Wochenende passieren. Speziell am ersten Tag gab es viele Dramen. Auch bei der nächsten Rallye kann bei jedem etwas passieren. Ich werde so weitermachen und mein Bestes hinter dem Lenkrad geben."

Citroen hat zwei Fahrer mit Titelchancen, während sich bei Ford alles auf Hirvonen konzentriert. Wenn sich zwei streiten, dann freut sich oft der Dritte. Wie wird es Citroen angehen? "Unser Ziel ist es immer, die Blauen zu schlagen. Der Blaue ist Hirvonen", sagt Teamchef Olivier Quesnel.

"Wir müssen uns auf ihn konzentrieren. Er kann auf Schotter sehr schnell sein, zwar nicht so schnell wie wir auf Asphalt, aber wir müssen auf ihn aufpassen. Für uns ist klar, dass wir Mikko schlagen müssen." Und wie legt man es im Duell Loeb/Ogier an? "Sie fahren hintereinander, also werden sie nicht gegenseitig kämpfen. Die Teamorder liegt bei Loeb. Dann sehen wir weiter."

Fotoquelle: xpb.cc

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