Sebastien Loeb verlor in Deutschland den sicher geglaubten Sieg

Rallye 2011

— 29.09.2011

Frankreich: Loeb hat Sorgen um die Reifen

Weltmeister Sebastien Loeb macht sich für die Frankreich-Rallye Sorgen um die Reifen - Metallpfosten sollen das "Cutten" verhindern und eine Prüfung wurde verkürzt

In Frankreich findet an diesem Wochenende nach Deutschland die zweite richtige Asphalt-Rallye der Saison statt. Für die neuen WRC-Boliden ist es nach wie vor ein neues Terrain, aber auch für Reifenhersteller Michelin. Die Franzosen kehrten in diesem Jahr in die Rallye-WM zurück. In Deutschland gab es zahlreiche Reifenschäden. Das prominenteste Opfer war Sebastien Loeb, der dadurch den sicher geglaubten Sieg an seinen Citroen-Teamkollegen Sebastien Ogier verlor. Die Frankreich-Rallye findet zum zweiten Mal in der Umgebung von Straßburg statt.

Die beiden Austragungsorte sind nur rund 200 Kilometer voneinander entfernt, weshalb auch die Straßen ähnlich sind. Die Angst vor Reifenschäden geht um. "Es gibt keine Modifikationen bei den Reifen. Deshalb gibt es Bedenken", wird Loeb von 'Autosport' zitiert. "In Deutschland hatten sich viele Fahrer Schäden zugezogen, aber sie wussten nicht wo. Ich hoffe, dass es in Frankreich nicht genauso zugehen wird." Neben Loeb war auch Petter Soloberg ein prominentes Opfer, der sich an einem Tag gleich vier Pneus beschädigt hatte.

Michelin verteidigt natürlich ihr Asphalt-Produkt. "In Deutschland gab es nur 14 Reifenschäden", stellt Rallye-Manager Jacques Morelli klar. "Es gab aber 113 gebrochene Felgen und nur 14 Reifenschäden. Eigentlich gab es nur einen richtigen Reifenschaden. Das war jener von Loeb. Er hatte die Kurve nämlich nicht geschnitten. Deshalb erwischte er den Stein mitten auf der Straße. Die restlichen Fahrer nahmen volles Risiko, sind überall gefahren und haben sich 113 Felgen beschädigt. Die Leute müssen das verstehen."

Wir erinnern uns zurück: Loeb musste damals nicht voll attackieren, weil Citroen eine Stallorder ausgesprochen hatte, um den damals Zweitplatzierten Ogier hinter dem siebenfachen Weltmeister zu halten. Für Frankreich gibt es kleine Änderungen. Auf der einen Seite stellt Michelin die gleichen beiden Mischungen wie in Deutschland zur Verfügung, aber es wurden Maßnahmen getroffen, damit die Kurven nicht so stark geschnitten werden.

Die Organisatoren stellten Metallpfosten auf der Innenseite einiger Kurven auf, damit sie nicht zu stark "gecuttet" werden. Prompt beschädigte Loeb bei der Recce seinen Mitsubishi Lancer. "Ich dachte mir, ich teste was passiert, wenn man so einen Pfosten trifft. Ich berührte einige, aber nach dem vierten oder fünften Pfosten traf ich einen, der den Ölkühler beschädigte", schildert der Franzose. "Die Front des Recce-Autos ist sehr stark, stärker als jene des DS3 WRC. Sie ist leichter und aerodynamischer. Auch der Speed wird im DS3 höher sein, also war es keine gute Idee."

Der Aufschrieb muss wegen der Pfosten leicht geändert werden. Es gibt aber noch eine weitere Veränderung. Michelin hatte Druck ausgeübt, damit die "Graviere de Bischwiller" Prüfung verkürzt wird. Sie wird am Sonntag zweimal befahren und beinhaltet mehrere Schotter-Passagen. Um nichts zu riskieren, wurde die Prüfung tatsächlich auf die Hälfte ihrer ursprünglichen Länge gekürzt und führt nun über zehn Kilometer.

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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