Mikko Hirvonen (r.) und Sebastien Loeb werden ab 2012 Teamkollegen sein

Rallye 2011

— 16.11.2011

Offiziell: Hirvonen ersetzt Ogier bei Citroen

Citroen bestätigt, dass der Vertrag mit Sebastien Ogier aufgelöst und stattdessen Mikko Hirvonen für die kommenden zwei Jahre verpflichtet wird

Das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis der Rallye-Szene ist nun auch offiziell keines mehr: Mikko Hirvonen wechselt zur kommenden Saison von Ford zu Citroen und ersetzt dort den zuletzt äußerst unzufriedenen Sebastien Ogier. Der Franzose wird gemeinsam mit seinem Beifahrer Julien Ingrassia aus dem noch bis 2013 datierten Vertrag entlassen. Es ist davon auszugehen, dass Ford bald die Verpflichtung Ogiers bestätigt. Damit wäre der seit Monaten erwartete Fahrertausch zwischen den beiden WRC-Schwergewichten Citroen und Ford perfekt.

"Ursprünglich bis Dezember 2012 unter Vertrag, hat sich Citroen letztlich dazu entschlossen, seine Zusammenarbeit mit Sebastien Ogier und Julien Ingrassia am Ende der Saison 2011 zu beenden", heißt es in einer Pressemitteilung der französischen Marke. Stattdessen werde für den selben Zeitraum Hirvonen verpflichtet, dessen Vertrag bei Ford zum Jahresende auslief.

"Wir sind froh, Mikko Hirvonen und Jarno Lehtinen willkommen zu heißen", lässt sich Citroen-Teamchef Olivier Quesnel zitieren. "Sie sind in den vergangenen vier Jahren unsere härtesten Rivalen gewesen. Wir freuen uns auf die die künftige Zusammenarbeit. Mikko ist ein talentierter Fahrer und seine Konstanz wird im Kampf um die Verteidigung des Konstrukteurstitels eine große Hilfe sein."

Damit ist klar, dass der 31 Jahre alte Finne als klare Nummer zwei an der Seite des achtmaligen Weltmeisters Sebastien Loeb verpflichtet wurde. Mehr als der zweite Gesamtrang, den Hirvonen in den vergangenen drei Jahren hinter Loeb einfuhr, wird dem 14-fachen Rallye-Sieger bei Citroen nicht gestattet sein.

Ogier unglücklich über Teamorder

Genau an dieser Rollenverteilung innerhalb des französischen Werksteams entzündete sich in diesem Sommer auch der Streit mit Ogier. Zum endgültigen Bruch zwischen dem Weltmeisterteam und dessen Eigengewächs kam es bei der Rallye Deutschland, als Ogier angewiesen wurde, langsamer als Loeb zu fahren. Seitdem machte Ogier aus seinem Frust über die aus seiner Sicht unfaire Behandlung keinen Hehl mehr und begnügte sich damit, bis zum Ende der Saison eine nicht besonders gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

"Sebastien Ogier und Julien Ingrassia weggehen zu sehen, trifft einen besonders emotionalen Ton im gesamten Team", sagt Quesnel. "Citroen trainierte sie. Erst in der JWRC, dann im Citroen Junior Team und schließlich im Werksteam. Sie hatten eine sehr gute Saison mit fünf Siegen und dem dritten Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft." Nur der erste Platz durfte es nach dem Befehl der Chefetage nicht werden.

Fotoquelle: M-Sport

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