Sebastien Loeb ist nach einem Verkehrsunfall ausgeschieden

Rallye 2011

— 13.11.2011

SS18-20 Loeb nach Verkehrsunfall ausgeschieden

Weltmeister Sebastien Loeb wurde am Vormittag der letzten Etappe in Wales in einen Verkehrsunfall verwickelt und schied aus - Jari-Matti Latvala führt komfortabel

Am Vormittag der letzten Etappe der Rallye Großbritannien spielten sich abseits der Sonderprüfungen die Dramen ab. Weltmeister Sebastien Loeb wurde auf der Verbindungsstrecke wischen der 18. und 19. Sonderprüfung von einem Falschfahrer in einen Verkehrsunfall verwickelt. Es blieben alle Beteiligten unverletzt, aber der Citroen DS3 WRC wurde zu stark beschädigt und Loeb musste aufgeben. Der Weg zum Sieg ist nun frei für Ford-Pilot Jari-Matti Latvala, der nach 20 Sonderprüfungen einen Vorsprung von über drei Minuten auf Stobart-Pilot Mads Östberg genießt.

Dieser wiederum liegt ebenfalls über drei Minuten vor Platz drei. Um den letzten Podestplatz entbrannte am Vormittag ein heftiges Duell zwischen Henning Solberg (Ford) und MINI-Pilot Kris Meeke. Kontinuierlich robbte sich Meeke an seinen Konkurrenten heran und nahm dem Norweger Sekunde um Sekunde ab. Platz drei wäre das beste Ergebnis von Meeke in seiner WRC-Karriere.

Sonntagvormittag standen drei Prüfungen auf dem Programm, die am Nachmittag noch einmal befahren werden mussten. Den Auftakt machte die 27,88 Kilometer lange "Halfway"-Strecke. Die ersten drei Kilometer fanden auf Asphalt statt, bevor es auf Schotter weiterging. Ein Teil der Prüfung wurde bereits im Jahr 2006 gefahren, nur diesmal ging es in die andere Richtung. An der Spitze gab Latvala das Tempo vor, der Loeb 1,4 Sekunden abnahm und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 7,5 Sekunden erhöhte.

"Es sieht gut aus", sagt der Finne. "Ich glaube es war gut, dass ich als Erster auf der Strecke war. An einer Stelle war es sehr rutschig und das erhöhte meinen Puls." Weltmeister Loeb war zu diesem Zeitpunkt noch hinter dem Sieg her. "Alles ist okay, aber Jari-Matti ist sehr schnell. Ich greife voll an, aber im Moment kann ich nichts tun. Der Asphalt-Abschnitt war sauber, kein Problem."

Östberg behielt seinen dritten Platz, während Meeke seinen Rückstand auf den viertplatzierten Solberg verkürzte. "Ich möchte Henning einholen, aber ich muss ins Ziel kommen", sagt der MINI-Pilot. "Zumindest weiß ich jetzt, wo der Grip ist." Nach 18 Prüfungen hatte Meeke 35,1 Sekunden Rückstand auf Solberg. Bevor die nächste Prüfung in Angriff genommen wurde, spielten sich Dramen auf der Verbindungsetappe ab.

Loeb in Verkehrsunfall verwickelt

Loeb war kurz nach der 18. Prüfung in einen Verkehrsunfall verwickelt. Ein Falschfahrer kollidierte mit dem Citroen DS3 WRC, der so stark beschädigt wurde, dass Loeb aufgeben musste. Alle Beteiligten blieben bei dem Unfall unverletzt. "Das andere Auto kam Seb und Dani auf der falschen Straßenseite entgegen", sagt ein Citroen-Sprecher. "Es ist unmöglich das Auto zu reparieren. Sie sind ausgeschieden." Hinter Latvala belegten fortan Östberg den zweiten und Solberg den dritten Rang.

Auf der 19. Sonderprüfung "Crychan" mussten 22.73 Kilometer absolviert werden. Gegen Ende der Strecke, die in entgegen gesetzter Richtung als im Vorjahr befahren wurde, lagen acht Kilometer Asphalt. Latvala markierte die Bestzeit vor Ogier. Der Finne ist damit auf dem Weg zum Sieg, denn sein Vorsprung betrug schon über drei Minuten. Der Kampf um die restlichen Podestplätze blieb hingegen spannend.

Meeke holt auf Solberg auf

Östberg markierte die viertschnellste Zeit und behauptete souverän den zweiten Platz, den er nach hinten mit über drei Minuten abgesichert hat. Meeke setzte seinen Angriff fort und nahm Solberg zehn Sekunden ab. Das Duo war somit nur noch durch 22 Sekunden voneinander getrennt. Die Aufholjagd setzte sich auch auf der 20. Sonderprüfung fort.

Meeke war auf SS20 "Monument", die zum Abschluss des Tages als Power Stage fungieren wird, um 3,4 Sekunden schneller als Solberg und verkürzte seinen Rückstand weiter. Die Bestzeit ging an Ogier, der sich in der Gesamtwertung bereits wieder auf den 13. Platz nach vorne gearbeitet hat. Latvala war lediglich um zwei Zehntelsekunden langsamer und behauptete weiterhin souverän die Führung, genau wie Östberg den zweiten Platz absicherte.

Lokalmatador Matthew Wilson (Ford) ist nach 20 Prüfungen Fünfter und komplettiert das gute Ergebnis der Stobart-Mannschaft, die alle drei Autos in den Top 5 hat. WRC-Debütant Ott Tänak (Ford) ist mit seinen DMACK-Reifen als Sechster weiterhin auf Punktekurs. Ewgeni Novikow (Ford) fiel dagegen hinter Dennis Kuipers (Ford) auf den achten Rang zurück. Der Russe berichtete von Motorproblemen. Ken Block (Ford) und Armindo Araujo (MINI) rundeten die Top 10 ab.

Gesamtwertung nach 20 von 23 Sonderprüfungen (Top 10):
01. Jari-Matti Latvala (Ford) 3:02:35.2 Stunden
02. Mads Östberg (Ford) +3:19.5 Minuten
03. Henning Solberg (Ford) +6:31.0
04. Kris Meeke (MINI) +6:52.3
05. Matthew Wilson (Ford) +8:11.7
06. Ott Tänak (Ford) +8:58.7
07. Dennis Kuipers (Ford) +9:21.1
08. Ewgeni Nowikow (Ford) +9:21.8
09. Ken Block (Ford) +15:06.8
10. Armindo Auraujo (MINI) +15:46.5

Fotoquelle: xpb.cc

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