Carlos Sainz und Kris Nissen haben Sebastien Ogier zu VW gelotst

Rallye 2011

— 23.11.2011

Nissen: "Das fühlt sich an wie ein Lotto-Gewinn"

VW-Motorsportchef Kris Nissen spricht über der Verpflichtung von Sebastien Ogier - 2012 sind Renneinsätze im Skoda geplant

Mit der Verpflichtung von Sebastian Ogier hat VW auf seinem Weg in die Rallye-WM den ersten dicken Fisch an Land gezogen. Der 27-Jährige hat sich bei Citroen an der Seite von Sebastien Loeb stetig weiterentwickelt und wurde in diesem Jahr zu einem ernsthaften Gegner für den Rekordweltmeister. Beide Namensvettern, die sich im Saisonverlauf nicht immer grün waren, hatten am Ende des Jahres fünf Siege zu Buche stehen.

Nachdem Ogier seinen Vertrag bei den Franzosen nicht verlängert hatte, schlug VW zu. Motorsportchef Kris Nissen musste dabei nicht lange überlegen. "Er ist sicherlich einer der fünf besten Fahrer der Welt, kann einen fantastischen Job machen und Rennen gewinnen", sagt Nissen im Gespräch mit 'Autosport'. "Und die Vertragssituation hat eine Übereinkunft möglich gemacht. Das fühlt sich an wie ein Lotto-Gewinn."

Nach seinem Weggang von Citroen gab es für Ogier nur zwei ernsthafte Alternativen: Ford oder VW. "Für Ford gab es sicherlich gute Argumente", sagt Nissen. "Er wäre sicherlich 2012 gerne in einem Team gefahren, mit dem er die Weltmeisterschaft hätte gewinnen können. Andererseits hat er aber gesehen, wie wir hier bei Volkswagen arbeiten. Er hat unsere drei Dakar-Siege gesehen, die Einsätze unseres kleinen Teams mit Skoda in der WRC. Jeder kann sehen, dass wir dieses Programm vom Beginn an sehr ernst genommen haben."

Nissen erklärte, dass die Verhandlungen vom ersten Kontakt an sehr freundschaftlich und konstruktiv verlaufen seien. Befragt nach der Vertragsdauer, sagte der Däne lediglich, dass das Rallye-Programm mindestens bis 2015 ausgelegt sen. "Wenn er sich dann noch nicht zu alt zum Fahren fühlt, könnte es durchaus möglich sein, dass er immer noch für Volkswagen fährt." Seine erste Ausfahrt in einem VW hatte Ogier bereits. Gemeinsam mit Beifahrer Julien Ingrassia fuhr er einen Race Touareg.

Im Dezember steht dann die erste Fahrt im Polo-Testräger an, das erste Rennfahrzeug soll im Februar einsatzfähig sein. Neben der Entwicklung des WRC-Polo, mit dem VW 2013 in die WM einsteigen will, wird Ogier im nächsten Jahr jedoch auch Rennen bestreiten. Im sogenannten Junior-Team wird er mit einem Skoda Fabia in der Rallye-WM antreten. "Unsere Planung steht noch nicht endgültig fest, aber planen an allen WRC-Rennen teilzunehmen", so Nissen.

Fotoquelle: DPPI

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