Im Januar können die Straßen rund um Monte Carlo verschneit sein

Rallye 2011

— 04.12.2011

Monte Carlo ohne SupeRallye-Regel

Die Rallye Monte Carlo geht beim WRC-Comeback über fünf Tage - Beim Klassiker wird es auch keine SupeRallye geben, wie Organisator Christian Tornatore bestätigt

Der Auftakt der neuen Rallye-Saison rückt in großen Schritten näher. Erstmals seit der Saison 2008 gastiert die Weltelite wieder in Monte Carlo. In den vergangenen Jahren zählte der Klassiker zur Intercontinental Rallye Challenge (IRC), weil das Reglement dieser Serie mehr Freiheiten zuließ. Da seit der Amtsübernahme von Jean Todt als FIA-Präsident ein anderer Wind in der WRC weht, kehrte die Rallye zurück in die WM. Die Organisatoren haben wieder mehr Freiheiten und können den Rallyes einen eigenständigen Charakter geben.

"Wir versuchen unseren Weg zu verfolgen, weil wir den traditionellen Geist der Rallye bewahren wollen", wird Organisator Christian Tornatore von der 'GPWeek' zitiert. "Mit der WRC haben wir mehr Druck, weil es die Weltmeisterschaft ist. Unser Ziel bleibt weiterhin, die meisten Teilnehmer und das größte Publikum anzuziehen. Wir versuchen das Level der Rallye Monte Carlo an der Spitze des Sports halten. Wir geben dafür unser Maximum und arbeiten die ganze Zeit."

Die Rallye wird sich den Teilnehmern und Fans auch mit einem anderen Gesicht präsentieren als 2008. "Es ist nun erlaubt, die Länge der Rallye zu ändern. Die 80. Ausgabe der Monte wird 433 Kilometer lang sein und sich über fünf Tage erstrecken", sagt Tornatore. "Diese Verlängerung bringt aber Probleme mit sich, weil die Anzahl der Reifen limitiert ist. Wir hatten deshalb einige Meetings mit der FIA. Ich glaube, in Zukunft werden alle Rallyes zwischen 400 und 500 Kilometer lang sein, aber niemals 800, worüber einige Leute gesprochen haben."

Die Winterreifen sind diesmal auch anders als 2008. Die Pirelli-Felgen hatten damals einen Durchmesser von 16 Zoll, die Pneus von Michelin haben 18 Zoll. Aber nicht nur die Reifen waren ein Diskussionspunkt, sondern auch die SupeRallye-Regel wurde unter die Lupe genommen. Die Regel besagt, dass ein Teilnehmer nach einem Ausfall am nächsten Tag wieder mit einer Zeitstrafe starten darf. Die Spitzenpiloten kommen trotzdem noch oft in die Punkteränge.

Bei der "Monte" wird es diese Regel nicht geben. Wer ausgeschieden ist, ist draußen. Fahrer wie Ken Block überlegen sich deshalb einen Start, weil es theoretisch nach der ersten Prüfung schon vorbei sein könnte. Lohnt sich dann der Aufwand? Tornatore ist ganz klar gegen die SupeRallye bei seiner Veranstaltung. "In der WRC geht es heute immer mehr um den Speed in den Prüfungen."

"Laut unserer Tradition geht es darum, dass die Fahrer auf der Straße bleiben und nicht, dass man von der Strecke fliegt und man nächsten Tag erneut startet. Wir denken, dass ein Fahrer ausgeschieden sein muss, wenn er von der Straße abkommt. Wir waren schon immer gegen die Idee der SupeRallye. Deshalb haben wir bei der FIA angefragt, ob diese Regel Vorschrift ist. Am Ende haben wir uns darauf geeinigt, dass es bei uns die SupeRallye nicht geben wird."

Fotoquelle: Citroen

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