David Richards ist mit dem neuen Qualifying-Modus nicht zufrieden

Rallye 2011

— 10.12.2011

Richards kritisiert Qualifying-Modus

Prodrive-Boss David Richards kritisiert den neuen Qualifying-Modus - Der beste Pilot wird dadurch bevorzugt und die Rallye könnte am ersten Tag entschieden sein

Ab der kommenden Saison wird bei Schotter-Rallyes am Vortag ein Qualifying ausgefahren, um die Startreihenfolge zu ermitteln. Bislang wurde die erste Etappe nach dem Stand der Weltmeisterschaft gestartet, was bedeutete, dass fast immer Sebastien Loeb den Straßenfeger spielen musste. In der Regel hat das erste Fahrzeug auf Schotter einen kleinen Nachteil. Da niemand die Folgetage als Erster angehen wollte, kam es oft zu Bremstaktiken in der letzten Prüfung des Tages. Dem schiebt man ebenfalls einen Riegel vor, weil künftig am nächsten Tag in umgekehrter Reihenfolge gestartet wird.

Dennoch gehören Taktiken im Motorsport dazu, und auch der neue Modus wird zu Strategien führen. Prodrive-Chef David Richards, der 2012 mit MINI die komplette Saison bestreiten wird, ist nicht zufrieden mit dem neuen Format. "Jeder im Motorsport arbeitet an Lösungen, die für mehr Spannung sorgen. In der Formel-1 ermöglicht das DRS-System Überholvorgänge. Bei den Tourenwagen gibt es Zusatzgewichte. Auch die Sportwagen sorgen für Gleichheit im Feld."

"Aber der Rallyesport wirft die alte Regel, die das Feld zusammenhielt, aus dem Fenster", wird Richards vom 'Rallye-Magazin.de' zitiert. In der Theorie würde das neue Format Dauerweltmeister Loeb in die Hände spielen, da er der schnellste Fahrer ist und künftig auch noch eine optimale Startposition haben wird. Aus diesem Grund findet Richards, dass es langweilig werden wird.

"Wenn man das beste Auto dem besten Fahrer gibt, dazu noch einen Vorteil an jedem Tag, dann kann man am Freitagabend schon nach Hause fahren", sagt der Brite. "Den WM-Führenden am ersten Tag als ersten Fahrer losfahren zu lassen, sorgt für Ausgeglichenheit im Feld. Am Ende gewinnt der Beste. Es ist möglicherweise ein wenig schwieriger für ihn zu siegen, aber der beste Mann gewann auch in diesem Jahr und so war es immer. Ich denke es wäre logisch gewesen, auf diese Art und Weise weiterzumachen."

Fotoquelle: xpb.cc

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