Jari-Matti Latvala ist von Malcolm Wilson zur Nummer eins erkoren worden

Rallye 2012

— 13.01.2012

Wilson: "Jari-Matti ist unsere Nummer eins"

Ford setzt in diesem Jahr alle Karten auf Jari-Matti Latvala im Kampf gegen Sebastien Loeb und Citroen - Petter Solberg darf unter gewissen Umständen aber auch gewinnen

Für das Ford-Team beginnt kommende Woche beim Auftakt der Rallye-WM in Monte Carlo eine neue Zeitrechnung. In den vergangenen Jahren war Mikko Hirvonen die Nummer eins, doch der Finne hat sich Richtung Citroen verabschiedet. Zur unumschränkten Nummer eins im Team ist sein Landsmann Jari-Matti Latvala avanciert. Teamchef Malcolm Wilson stellt vor der ersten Rallye des Jahres die Situation klar. Petter Solberg wurde verpflichtet, um Latvala mit all seiner Erfahrung zu unterstützen.

Das Ziel ist klar: Man will Dauerweltmeister Sebastien Loeb vom Thron stoßen. "Loeb zu schlagen treibt jeden im Team an. Wir versuchen einen Weg zu finden, ihn von der höchsten Stufe zu verdrängen", wird Wilson von 'Autosport' zitiert. "Wir glauben, dass wir Jari-Matti in eine Position gebracht haben, in der wir wissen, dass er um Siege kämpfen kann. Ob er genug Rallyes für den WM-Titel gewinnen kann, müssen wir abwarten."

Latvala war im Vorjahr als Vizeweltmeister in die Saison gestartet und stand bei den ersten vier Rallyes auch auf dem Podium. Dann folgten aber verschiedene Probleme und der 26-Jährige verlor den Anschluss in der WM. Deshalb musste er für Hirvonen fahren, der im Vorjahr konstanter, aber generell auch einen Tick langsamer war. Latvala ordnete sich unter und gab bessere Ergebnisse an seinen Teamkollegen ab.

"Wenn man sich Jari-Mattis Performance, speziell in der zweiten Saisonhälfte, ansieht, dann war sie außergewöhnlich", lobt Wilson. "Er kam zu dem Punkt, an dem er mehr Bestzeiten als jeder andere Fahrer erzielte - sogar mehr als Loeb. Wir haben bei ihm einen großen Schritt bei der Reife gesehen." Deshalb ist der Chef von M-Sport auch überzeugt: "Wenn es irgendjemanden gibt, dann ist er der Mann, der um den Titel kämpfen kann."

Speziell der Reifeprozess ist ausschlaggebend, wenn man Loeb über eine gesamte Saison schlagen will. "Wir wussten, dass er immer den Speed hat, aber jetzt hat er sich zu einem kompletten Fahrer entwickelt. Wir glauben, dass er in der stärksten Position ist, um Loeb den Titel zu entreißen." Bei den Wintertests hat sich Latvala auch klar als Teamleader positioniert und die Richtung vorgegeben.

Die spannende Frage wird sein, wie sich Solberg im Ford Fiesta RS WRC schlagen wird. Der Weltmeister von 2003 hat seit dem Jahr 2005 keine Rallye gewonnen. Nach drei Jahren in seinem eigenen Team ist der Haudegen dort, wo er hin wollte - in einem Werksauto. Der 37-Jährige will unbedingt an alte Erfolge anknüpfen. Am heutigen Freitag absolvierte Solberg den letzten Vorbereitungstest vor der "Monte" in Südfrankreich.

Zunächst wird er mit der gleichen Abstimmung wie Latvala antreten und soll sich an den Fiesta gewöhnen, bevor er eigene Wege beim Setup einschlägt. Speziell Solbergs reichhaltige Erfahrung ist ein Plus für Ford. Dennoch sagt Wilson: "Wir haben klargestellt, dass Jari-Matti unsere Nummer eins ist. Das heißt aber nicht, dass Petter nicht gewinnen kann, wenn die Umstände passen. Sollte Petter führen und Jari-Matti ist Dritter, dann wären wir sehr glücklich, wenn Petter gewinnt."

Fotoquelle: Ford

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