Ein kompletter Umzug der "Monte" nach Monaco wird von einigen befürwortet

Rallye 2012

— 23.01.2012

Monte Carlo: Konzept für 2013 auf dem Prüfstand

Trotz des umjubelten WRC-Comebacks der "Monte" gibt es Diskussionen über das Konzept für 2013 - Kürzere Strecke und Wegzug von Valence gewünscht

Nach drei Jahren Pause zählte die Rallye Monte Carlo in der vergangenen Woche erstmals wieder zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Die 80. Auflage der legendären Rallye war zugleich eine Reminiszenz an frühere Zeiten. Im Gegensatz zu allen anderen WM-Läufen ging sie (inklusive Shakedown) über sechs Tage, die Wertungsprüfung in der Dunkelheit am Samstagabend erinnerte an die "Nacht der langen Messer." Doch nicht alle im Fahrerlager waren mit dem WRC-Comeback der "Monte" in dieser Form glücklich.

Vor allem der Servicepark im französischen Valence, von wo aus seit 2007 der größte Teil der Rallye gefahren wird, ist bei vielen Beteiligten unpopulär. Erst an den letzten beiden Tagen zog der Tross nach Monaco um. "Das ist die Monte-Carlo-Rallye, und sie heißt so, weil es rund um Monte Carlo geht", wird MINI-Teamchef David Richards von 'Autosport' zitiert. "Ich habe mit Michele (Muton, Anm. d. Red.) gesprochen, die eine Fürsprecherin längerer Veranstaltungen ist, und selbst sie war der Meinung, dass eine Basis in Monaco mit Verbindungsetappen nach Digne oder Gap der Weg sei, den man in Zukunft gehen solle."

Vom Umzug in den Ort in den Seealpen hatte sich der ausrichtende "Automobile Club de Monaco" (ACM) eine größere Flexibilität bei der Streckenführung sowie eine höhere Wahrscheinlichkeit von Schneefall versprochen. Während Letzteres in diesem Jahr nur teilweise der Fall war, spricht vor allem das erstgenannte Argument gegen einen völligen Umzug nach Monaco, den die Teams, vor allem im Hinblick auf mögliche Sponsorenaktivitäten bevorzugen würden.

Eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem Umfeld des ACM wird von 'Autosport' mit folgenden Worten zitiert: "Valence bietet der Rallye viel mehr Freiheiten. Dort gibt es wesentlich mehr Gelegenheiten für den ACM, eine herausfordernde Rallye runter nach Monaco zu organisieren. Daher wäre es eine Überraschung, wenn die Rallye ihre Basis vollständig nach Monaco verlegt, auch wenn viele diese Meinung vertreten."

Schließlich stößt auch die Verlängerung der Rallye um zwei Tage auf Widerspruch. So kann Sebastien Loeb keinen wesentlichen Nutzen darin erkennen. "Das ist für alle Beteiligten etwas lang, für die Journalisten, für die Fahrer, und ich glaube nicht, dass uns durch die beiden zusätzlichen Tage mehr Aufmerksamkeit in den Medien gewidmet wird. Für die Privatfahrer wird es dadurch komplizierter und teurer. Ich bin kein Fan davon", so der Franzose.

Fotoquelle: xpb images

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