Jari-Matti Latvala denkt nicht an seinen Unfall zurück, sondern blickt voraus

Rallye 2012

— 24.01.2012

Latvala: Unfall vergessen und ab Schweden durchstarten

Jari-Matti Latvala will nicht mehr an seinen verpatzten Saisonauftakt denken und konzentriert sich voll auf den zweiten WM-Lauf in Schweden

Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. Nachdem Jari-Matti Latvala die Rallye Monte Carlo vom Start weg angeführt hatte, war der erste WM-Lauf schon auf der vierten Etappe für ihn beendet. In einer Rechtskurve geriet sein Ford Fiesta auch eisglatter Fahrbahn ins Rutschen, der Finne konnte ihn nicht mehr einfangen und überschlug sich über eine Mauer. Zwar blieben er und Beifahrer Miikka Anttila unverletzt, da es bei der "Monte" keine SupeRallye, die seit dieser Saison "Rallye 2" heißt, gibt, stand der erste Nuller der Saison fest.

Für einen erklärten Favoriten ein Fehlstart in der Rallye-WM. Nach dem Wechsel seines Teamkollegen Mikko Hirvonen zu Citroen, für den Latvala im Vorjahr mehrmals vom Gas gehen musste, ist er die klare Nummer eins im Ford-Werksteam. Allerdings ist die Konstanz nach wie vor das Manko des Finnen. Schon oft hatte er sich in aussichtsreicher Position liegend durch selbstverschuldete Unfälle um den Lohn seiner Arbeit gebracht.

Den Ausfall von Monte Carlo will er nun so schnell wie möglich abhaken und beim zweiten WM-Lauf wieder neu angreifen: "Das war ganz offensichtlich nicht der Start, den wir uns gewünscht hätten, aber glücklicherweise findet in der Woche vor Schweden noch ein Test statt. Davor werde ich zu Hause sein und versuche alles, was dort passiert ist zu vergessen", sagt Latvala gegenüber 'Autosport.'

"Danach beginne ich mit der Vorbereitung und denke nur noch an Schweden. Ich möchte beim Test wieder ein gutes Gefühl im Auto bekommen und vorausblicken. Auf Schnee und unter etwas normaleren Bedienungen wird es sich wieder besser anfühlen", ist der 26-Jährige überzeugt. Schweden ist in der Tat ein gutes Pflaster für ihn. 2008 gewann er dort seinen ersten WM-Lauf und trug sich im Alter von 22 Jahren als bisher jüngster Sieger in die Geschichtsbücher der Rallye-WM ein.

Auch sein Teamchef Malcolm Wilson geht nicht davon aus, dass Latavla der Ausfall bei der "Monte" im Kopf einbremsen wird: "Würden wir zu einer weiteren Rallye mit schwierigen, wechselhaften Bedingungen wie in Monte Carlo kommen, würde ich von ihm erwarten, dass er etwas vorsichtiger fährt", sagt Wilson ebenfalls in 'Autosport.' "Bei bei einem Lauf wie in Schweden wird das kein Problem sein. Ich bin voller Zuversicht, das Jari rechzeitig seinen Speed wiederfinden wird."

Auch die Testfahrten im Vorfeld sollten nach Meinung des Teamchefs das Selbstvertrauen seines Schützlings stärken."Wir führen vor der Veranstaltung auch noch einen Test durch, er wird also vor dem Start zwei volle Tage auf Schnee gefahren sein. Hinsichtlich des Unfalls war es gut, dass Jari sich die Bilder und Daten ansehen konnte, um zu verstehen, was passiert ist. Es ist immer bessern, wenn du dir selbst erklären kannst, was geschehen ist. Ich habe keine ernsthaften Zweifel daran, dass es von jetzt an vorwärtsgeht."

Fotoquelle: M-Sport

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