Petter Solberg überzeugte seinen Teamchef auf der ganzen Linie

Rallye 2012

— 24.01.2012

Wilson: "Es sieht gut aus für dieses Jahr"

Ford-Teamchef Malcolm Wilson ist voll des Lobes über seinen Neuzugang Petter Solberg, der bei seiner ersten Rallye für das Werksteam gleich aufs Podium fuhr

Nach drei Jahren hatte das Privatfahrer-Dasein für Petter Solberg in der vergangenen Woche endlich ein Ende. Bei der Rallye Monte Carlo saß der Norweger erstmals seit 2008 in einem Werksauto und kehrte zu dem Team zurück, mit dem er im Jahr 1999 seine ersten Achtungserfolge in der Rallye-WM feiern konnte. Für den 37-Jährigen war es ein Einstand nach Maß bei Ford. Gleich bei seiner ersten Rallye gelang ihm als Dritter der Sprung auf das Podium.

Daher verwundert es wenig, dass sein Teamchef Malcolm Wilson nach der Veranstaltung voll des Lobes für seinen Schützling war. "Im bin wirklich zufrieden mit Petter", sagt Wilson zu 'Autosport.' "Das ist wirklich interessant. In den letzten beiden Jahren haben wir mir zwei jungen Finnen gearbeitet, und nun jemanden mit Petters Erfahrung zu haben, ist wirklich gut. Keine Frage, es hilft auf jeden Fall, einen Rallye-Weltmeister im Team zu haben."

Wilson erkannte jedoch vor dem Start bei seinem Routinier ein wenig Lampenfieber. "Ich glaube, er war vor dem Start ziemlich nervös, denn er wollte seine erste Rallye nicht vermasseln. Er ist sehr ernsthaft an die Sache herangegangen. Er hat genau einen Fehler gemacht, oder vielleicht sollte ich besser sagen heiklen Moment gehabt. Das war am Freitag, als er auf den falschen Reifen unterwegs war. Aber danach hat er selbst das Motto ausgegeben: 'Okay, ich brauche das Podium und werde das nicht aufs Spiel setzen'," zeigt sich Wilson vom Norweger beeindruckt.

Dabei lastete nach dem Unfall von Teamkollege Jari-Matti Latvala ein besonderer Druck auf Solberg, denn nun lag es an ihm, die Punkte für die Teamwertung einzufahren. Doch dieser Herausforderung meisterte der Ford-Pilot: "Der frühe Ausfall von Jari hat es für ihn nicht einfacher gemacht, aber er passt wirklich gut ins Team. Und ich bin sehr beeindruckt über die Art, wie er seine Arbeit erledigt hat."

Solbergs Leistung ist für Wilson umso erstaunlicher, da er im Vorfeld des WM-Auftakts kaum für Ford getestet hat. "Man muss bedenken, dass er viel, viel weniger Zeit als Mikko in dem roten Auto hatte. Petter war ganze zwei Tage lang im Auto, und die Pace, die er auf der Strecke gezeigt hat, war fantastisch." Die Kombination aus dem puren Speed Latvalas und der Erfahrung Solbergs lässt den Teamchef optimistisch auf 2012 blicken: "Es sieht gut aus für dieses Jahr."

Fotoquelle: xpb images

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