Rallye 2012 — 06.02.2012

MINI: Prodrive-Boss Richards flüchtet sich in Sarkasmus

Prodrive-Boss David Richards gewinnt dem werksseitigen Rückzug von MINI aus der WRC Positives ab - Gute Miene zum bösen Spiel?

Am Montag hat MINI Motorsport in Form einer Pressemitteilung endlich zu den Gerüchten Stellung genommen, welche in Bezug auf die BMW-Tochtermarke und ihr Engagement im Rallyesport seit einigen Wochen in den Medien kursieren. Ergebnis: Die werksseitige Teilnahme an der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wird nach nur sieben Rallyes mit sofortiger Wirkung beendet. Das Prodrive-Team, das die offiziellen Werkseinsätze durchgeführt hatte, ist von nun an lediglich für den Aufbau der John Cooper Works WRC zuständig, die diversen Privatteams zur Verfügung gestellt werden.

Gleichzeitig soll Prodrive das Rallye-Fahrzeug, das auf dem MINI Countryman basiert, weiterentwickeln. Auf den ersten Blick mutet dieses Vorhaben fast lächerlich an, schließlich kostet die Weiterentwicklung eines konkurrenzfähigen Rennfahrzeugs Geld. Und Geld - bzw. das Fehlen von Geld - war der Auslöser der Beziehungskrise zwischen MINI und Prodrive. Offenbar soll der Verkauf oder die Vermietung der Autos an zahlungskräftige Privatteams die Entwicklungskosten wieder einspielen.

Prodrive-Boss David Richards versichert, dass die neue Rechnung aufgehen kann - jetzt, wo sein Team von der schweren Last der teuren werksseitigen WRC-Einsätze befreit wurde. "Es wird mehr Ressourcen für die Entwicklung des MINI geben, welche die Leistung des Autos künftig verbessern wird", wird Richards von 'Autosport' zitiert.

Überhaupt scheint der Teamchef, der im vergangenen Jahr mit seinem AMR-One-Projekt in Le Mans kläglich scheiterte, die Herabstufung seiner Firma zu einem "werksunterstützten Privatteam" total gut zu finden. "Grundsätzlich wird sich die Art der Beziehung zwischen Prodrive und MINI nicht ändern", versichert er. Was einerseits nach Sarkasmus klingt, ist andererseits im Moment nicht viel mehr, als ein bloßes Lippenbekenntnis. Es spricht einiges dafür, dass die komplizierte Beziehungskiste von MINI und Prodrive noch eine Weile für Schlagzeilen sorgen wird.

Fotoquelle: xpb images

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Mehr zum Thema

0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Rallye 2012

Vertragspoker zwischen FIA und Veranstaltern

Die FIA möchte schnellstmöglich die Verträge für die Läufe zur Rallye-WM 2013 unter Dach und Fach habe, doch unter den Veranstaltern rumort es

Weiter
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Rallye 2012

FIA und Veranstalter streiten über Gebühren für Zeitnahme

Zeitnehmer Stage-1-Technology rechtfertigt finanzielle Forderungen der FIA an die Veranstalter - "Wir müssen Kompromisse machen und zusammenhalten"

Weiter
0,0 Sterne, 0 Bewertungen

Rallye 2012

Oliveira: Lange Pause nach anstrengender Woche

Nachdem er bei der Rallye Griechenland unter einer Grippe litt, hat Daniel Oliveira nun eine lange Erholungspause: Nächster WRC-Start Ende August in Deutschland

Weiter

Kommentar verfassen

Hinweis: Die mit einem Sternchen* versehenden Felder sind Pflichtfelder
Anzeige

Versicherungsvergleich

Vergleichen Sie kostenlos über 180 kfz-Tarife und sparen Sie bis zu 500 Euro!

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige