Sebastien Loeb ist wie so oft der klare Favorit vor der Rallye Mexiko

Rallye 2012

— 05.03.2012

Loeb will Siegesserie in Mexiko fortsetzen

Seit 2006 ist Sebastien Loeb in Mexiko ungeschlagen und will diese Serie ausbauen - Citroen-Teamkollege Mikko Hirvonen erstmals mit dem DS3 auf Schotter unterwegs

Nach dem Klassiker von Monte Carlo und der Schneerallye in Schweden wartet der erste richtige Schotter-Lauf auf die WRC-Akteure. Am kommenden Wochenende wird in Mexiko um Prüfungsbestzeiten gekämpft. Für Citroen ist der Boden in Mittelamerika gutes Pflaster. Seit 2006 ist Sebastien Loeb in Mexiko ungeschlagen (2009 wurde dort nicht gefahren). Die Vorzeichen stehen gut, dass Citroen an diese Erfolgsserie anknüpft, denn Mikko Hirvonen wurde im Vorjahr Zweiter - damals allerdings noch auf Ford. Nichtsdestotrotz kam der Finne in Mexiko immer gut klar.

Der heiße Favorit ist einmal mehr WM-Dominator Loeb: "Es ist immer eine schöne Veranstaltung. Es ist sonnig, die Prüfungen machen viel Spaß und man sieht, dass die Fans es lieben", blickt der achtfache Champion voraus. "Der zeremonielle Start am Donnerstagabend ist einer der Höhepunkte der Saison. Es ist toll, dass die Rallye gleich darauf mit Special-Stages auf Asphalt in den Straßen der Bergbaustadt (Leon; Anm. d. Red.) startet."

Sieben der insgesamt 24 Sonderprüfungen sind kurze Special-Stages. In erster Linie sind sie für die Zuschauer gedacht, da die Fans die Boliden hautnah erleben können. Loeb sieht das etwas anders: "Ich mag diese Art von Rallying nicht besonders, aber man muss es sehr ernst nehmen, denn man verliert schnell zwei oder drei Sekunden. Das verliert man normalerweise am Ende einer 20 Kilometer Prüfung. Ich bevorzuge die normalen Strecken."

"Die Bergstraßen sind relativ breit und schnell. Natürlich gibt es auch enge, gewundene Abschnitte, wo man aufpassen muss, aber im Großen und Ganzen macht es Spaß, diese Rallye zu fahren." Auch seinem neuen Teamkollegen Hirvonen gefällt Mexiko. Zum ersten Mal wird der Vizeweltmeister den DS3 WRC in einer richtigen Schotter-Rallye bewegen. Die Vorbereitungstestfahrten in Südfrankreich wurden etwas vom Wetter beeinträchtigt, aber trotzdem freut er sich auf Mexiko.

"Ich habe gute Erinnerungen an letztes Jahr, da wir Zweiter geworden sind, aber es ist eine komplizierte Rallye. Sie findet in einer Region statt, die ungefähr 2.000 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Das bedeutet, dass die Leistung des Motors etwas geringer ist", beschreibt Hirvonen. "Ich kann mich auch an einige Reifenschäden erinnern, obwohl die Rallye generell nicht zu hart zu den Reifen ist."

"Ich freue mich darauf, diese Rallye mit Citroen in Angriff zu nehmen, weil das Team dort immer gute Resultate erzielt hat. Außerdem bin ich enthusiastisch, weil die Tests auf Schotter gut gelaufen sind. Ich hatte ein sehr gutes Gefühl im Auto. Die meisten der nächsten Rallyes finden auf Schotter statt. Es wird interessant sein, die Hackordnung der Fahrer und Teams zu sehen", sagt Hirvonen. "Ich hoffe, ich kann einige Bestzeiten aufstellen. Wir kämpfen aber gegen alle anderen Teams, also müssen wir für Citroen ein gutes Resultat holen."

Ein Blick auf den WM-Stand verrät, dass es für Citroen nach zwei Rallyes gut aussieht. In der Markenwertung belegen die Franzosen Platz eins und bei den Fahrern gibt es durch Loeb/Hirvonen gar eine Doppelführung. Speziell für Loeb ist die Jagd nach seinem neunten WM-Titel in Folge gut angelaufen. "Der Sieg in Monte Carlo war natürlich ein gutes Resultat. Nach Platz sechs in Schweden hatte ich das Gefühl, was hätte möglich sein können."

"Ich weiß, dass ich mich auf diesem Belag (Schnee; Anm. d. Red.) besser hätte schlagen können, aber wir konnten es nicht umsetzen", so der 38-Jährige. "Unterm Strich führe ich die WM vor Mikko an und Citroen führt in der Markenwertung. Das ist positiv. Ich würde sagen, dass der Saisonstart 2012 recht typisch war. Wenn der Rest so läuft, wie in den vergangenen acht Jahren, dann wäre ich glücklich."

Die Vorzeichen stehen für Mexiko gut. Wie lautet Loebs Erfolgsgeheimnis, da er dort bereits seit 2006 ungeschlagen ist? "Es gibt keine geheime Formel. Das liegt einzig an der harten Arbeit des gesamten Teams. Ich fühlte mich auf den Prüfungen immer wohl, obwohl ich oft als Erster losfahren musste. Glücklicherweise ist das Dank des neuen Qualifyingformats nicht mehr der Fall. Ich werde mit den anderen Fahrern sofort kämpfen können."

Taktik wird am Sonntag interessant

"Die Seehöhe spielt eine große Rolle, denn durch den Mangel an Sauerstoff haben die Motoren weniger Leistung." Trotzdem sitzen alle Fahrer im gleichen Boot. Wenn man aber einen kleinen Fehler macht und von der Linie abkommt, verliert man dadurch mehr, denn es dauert länger, bis der Motor wieder richtig Power abgibt. "Es ändert jetzt nicht fundamental deine Fahrweise.Vielleicht ist es am Kurvenausgang etwas leichter, weil man nicht so stark aufs Gas tritt", beschreibt Loeb. "Gleichzeitig muss man aufpassen, dass man nicht zu schnell in eine Kurve einbiegt."

Abgesehen von den sieben kurzen Special-Stages gibt es zwei Prüfungen, die 42 Kilometer lang sind. Dazu wartet am Sonntag noch die 54 Kilometer lange Guanajuatito Strecke. Werden die Reifen entscheidend sein? "Ich glaube nicht, weil die Michelin-Reifen auf diesem Belag nicht so stark verschleißen, weil er nicht aggressiv ist", schätzt Loeb.

"Die Prüfungen am Sonntag sind aus Strategiesicht vielleicht schwieriger zu managen, weil es während der vier Prüfungen kein Service gibt. Abhängig von der Position und den Zeitabständen muss man vielleicht einige Unwägbarkeiten abschätzen. Nehmen wir einen oder zwei Ersatzreifen mit, oder konzentrieren wir uns auf die Punkte in der Power Stage? Es wird bis zum Ende interessant werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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