Ford-Pilot Petter Solberg hat das Qualifying in Mexiko für sich entschieden

Rallye 2012

— 08.03.2012

Mexiko: Solberg gewinnt Qualifying

Petter Solberg entscheidet die Qualifikation in Mexiko für sich und wird die erste Etappe als 14. in Angriff nehmen - Ford-Teamkollege Latvala rätselt über langsames Tempo

Ford-Werkspilot Petter Solberg hat das Qualifying für die Rallye Mexiko für sich entschieden. Als Schnellster hatte der Weltmeister von 2003 die erste Wahl für die Startreihenfolge der ersten Etappe. Er entschied sich für Position 14. Mikko Hirvonen war mit seinem Citroen Zweitschnellster und wählte Platz 13. Weltmeister Sebastien Loeb (Citroen), der seinen sechsten Mexiko-Sieg in Folge anpeilt, unterlief im Qualifying ein kleiner Fehler, weshalb er nur Drittschnellster wurde. Der Franzose wird am Freitag als Zwölfter auf die Strecken gehen. Schweden-Sieger Jari-Matti Latvala (Ford) war nicht zufrieden und entschied sich als Vierter für Startplatz elf.

Am Donnerstag durften die Fahrer zunächst zweimal die Shakedown-Strecke befahren, bevor das Qualifying gestartet wurde. Loeb setzte die schnellste Übungszeit, doch im Qualifying hatte der Ausnahmekönner das Nachsehen. Das Zeitfahren wurde mit zehn Minuten Verspätung gestartet, da es auf der Anfahrt vom Service-Park dichten Straßenverkehr gegeben hatte. Die Autos starteten in einem Intervall von drei Minuten, um zu vermeiden, dass viel Staub in der Luft hängen blieb.

Auf der 5,18 Kilometer langen Strecke sicherte sich Solberg die Bestzeit. Er war um eine Sekunde schneller als Hirvonen. Eine weitere Sekunde dahinter folgte Loeb als Dritter. Latvala war als Viertschnellster überhaupt nicht zufrieden. "Ich weiß es nicht. Ich dachte, ich bin gut gefahren. Ich weiß nicht, was passiert ist", lautete der erste Kommentar des Schweden-Siegers.

Diese Reihenfolge bedeutete, dass sich Solberg als Erster den Startplatz für die erste Etappe aussuchen durfte. Latvala durfte als Vierter auswählen. Freuen durfte sich Solberg: "Ich habe alles gegeben und versucht Fehler zu vermeiden. Es hat Spaß gemacht." Im Citroen-Lager war man dagegen nicht ganz so glücklich. "Es war okay. Ich bin keine Risiken eingegangen und mir sind auch keine Fehler unterlaufen", meinte Loeb, der aufgrund seiner WM-Führung als Erster auf die Strecke gehen musste.

"In ein, zwei Kurven bin ich zu stark gerutscht. Wir werden sehen, was das Auto morgen kann." Obwohl Hirvonen eine Sekunde schneller war als sein Citroen-Teamkollege, war er ebenfalls nicht zufrieden. "Mir ist ein Fehler unterlaufen. Das ist hier entscheidend. Er (Loeb; Anm. d. Red.) hatte einmal bei der Linie ein Problem und ich wusste, dass ich schneller sein würde." Im Anschluss an das Qualifying wurde die Startreihenfolge für den ersten Tag festgelegt.

Hinter den Top 4 belegte Jewgeni Nowikow (Ford) seinen fast schon angestammten fünften Platz. Dahinter folgten Mads Östberg (Ford) und Citroen-Junior Thierry Neuville. Letzterer startet in Mexiko zum ersten Mal eine Schotter-Rallye in einem WRC-Boliden. "Es war nicht so schlecht. Ich habe kein Risiko genommen und es war eine saubere Fahrt. Wir können zufrieden sein", sagt der Belgier.

Das Monster-Duo Chris Atkinson und Ken Block klassierten sich mit ihren Fords als Zehnter und Elfter. Probleme gab es bei der MINI-Mannschaft. Bei Armindo Araujo streikte der Turbo. Teamkollege Paulo Nobre wird am Freitag als erster starten. Volkswagen-Werkspilot Sebastien Ogier hatte mit dem Power-Nachteil seines Skoda Fabia S2000 zu kämpfen. "Ich gab mein Bestes, aber im ersten Gang fehlt die Kraft." Henning Solberg musste seinen Start doch noch kurzfristig absagen und ist nicht nach Mexiko gereist.

Über 400 Prüfungskilometer warten

Auf die Rallye-Asse warten 24 lange Sonderprüfungen über drei Tage. Das Hauptquartier der Rallye schlägt in Leon, 400 Kilometer nordwestlich von Mexiko-City seinen Service-Park auf. Die fünftgrößte Stadt des Landes ist vor allem für ihre Leder-Industrie bekannt. Die Rallye-Route führt durch die nördlich und östlich gelegenen Berge. Mit insgesamt 400 Wertungsprüfungs-Kilometern werden 35 Prozent der Gesamtstrecke auf Zeit gefahren - etwas mehr als im Vorjahr. Nach wie vor ist die Rallye jedoch sehr kompakt.

Die harten Schotterstrecken werden von den typischen Kakteen flankiert und führen die Teams bis auf eine Höhe von 2.737 Meter über dem Meeresspiegel. Bei keiner anderen Rallye der Saison geht es so hoch hinaus. Aufgrund der sauerstoffärmeren Höhenluft büßen die Motoren trotz Turbo-Aufladung bis zu 20 Prozent ihrer Leistung ein. Reglementsbedingt steht ausschließlich die harte Gummimischung zur Wahl. Das Nachschneiden der Reifen ist verboten. Dafür darf jedes Fahrzeug maximal zwei Ersatzpneus an Bord mitführen.

Die Rallye Mexiko startet am Donnerstagabend mit einer Wertungsprüfung durch die unterirdischen Katakomben von Guanajuato. Die Stadt trägt den Titel als offizielles UNESCO Weltkulturerbe. An den folgenden drei Rallye-Tagen stehen insgesamt 1.174,76 Kilometer auf dem Programm - 407,87 davon auf Zeit.

Startreihenfolge:

01. Armindo Araujo (MINI)
02. Paulo Nobre (MINI)
03. Sebastien Ogier (Skoda Fabia S2000)
04. Ken Block (Ford Fiesta RS WRC)
05. Chris Atkinson (Ford Fiesta RS WRC)
06. Nasser Al-Attiyah (Citroen DS3 WRC)
07. Ott Tänak (Ford Fiesta RS WRC)
08. Thierry Neuville (Citroen DS3 WRC)
09. Mads Östberg (Ford Fiesta RS WRC)
10. Jewgeni Nowikow (Ford Fiesta RS WRC)
11. Jari-Matti Latvala (Ford Fiesta RS WRC)
12. Sebastien Loeb (Citroen DS3 WRC)
13. Mikko Hirvonen (Citroen DS3 WRC)
14. Petter Solberg (Ford Fiesta RS WRC)
15. Michal Kosciuszko (Mitsubishi Lancer Evo X)
16. Nicolas Fuchs (Mitsubishi Lancer Evo X)
17. Benito Guerra (Mitsubishi Lancer Evo X)
18. Gianluca Linari (Mitsubishi Lancer Evo X)
19. Ramona Karlsson (Mitsubishi Lancer Evo X)
20. Rodrigo Salgardo (Mitsubishi Lancer Evo IX)

Fotoquelle: xpb images

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