Weltmeister Sebastien Loeb liegt weiterhin komfortabel in Führung

Rallye 2012

— 10.03.2012

SS10-14: Loeb baut Führung aus

Weltmeister Sebastien Loeb (Citroen) baut seine Führung bei der Rallye Mexiko aus - Jari-Matti Latvala (Ford) kämpft sich zurück auf das Podest

Am Vormittag der zweiten Etappe stand bei der Rallye Mexiko eine 42 Kilometer lange Prüfung auf dem Programm. Weltmeister Sebastien Loeb hatte die Konkurrenz im Griff und baute seinen Vorsprung auf seinen Citroen-Teamkollegen Mikko Hirvonen auf 18,2 Sekunden aus. Ford-Werksfahrer Jari-Matti Latvala setzte seine Aufholjagd fort und drang auf Platz drei vor. Der Rückstand auf Loeb beträgt nach 14 von 24 Sonderprüfungen aber bereits 1:25,6 Minuten. Nicht ganz auf Tempo kam sein Teamkollege Petter Solberg, der hinter Ford-Privatier Mads Östberg auf dem fünften Platz liegt. Dafür sorgte Nasser Al-Attiyah (Citroen) mit seiner ersten Bestzeit für Aufsehen.

Freitagabend fanden noch drei kurze Superspecials statt. Diese Prüfungen waren in erster Linie für die Zuschauer gedacht. An der Gesamtwertung änderte sich nichts. Zunächst wurde eine 1,23 Kilometer lange Strecke, die hauptsächlich aus Geraden und Haarnadeln bestand und auf Asphalt ausgetragen wurde, in den Straßen von Leon ausgetragen. Loeb markierte die Bestzeit und war um 0,2 Sekunden schneller als Solberg. Latvala und Hirvonen setzten die gleiche Zeit, 0,8 Sekunden langsamer als Loeb. Ken Block (Ford) und Al-Attiyah waren nicht auf eine schnelle Zeit aus, sondern unterhielten die Fans mit einer kleinen Show.

Anschließend ging es ins Autodromo de Leon. Auf einer Rallyecross-Strecke, die Brücken, Wasserdurchfahrten und Sprünge enthielt, wurde zweimal gefahren. Al-Attiyah sicherte sich die Bestzeit. Es war die erste Prüfungsbestzeit für den Dakar-Sieger von 2011. Die zweite Bestzeit ging an Chris Atkinson, der für das Monster-Ford-Team sein WRC-Comeback feiert. Am Abend begann es stark zu regnen, was die Spitzenfahrer traf. So wurde Loeb zweimal Achter.

Somit ging der Weltmeister mit einem Vorsprung von 11,2 Sekunden auf seinen Teamkollegen Hirvonen in die zweite Etappe. Östberg war weiterhin Dritter (+1:11,9 Minuten). Latvala (+1:27,9) und Solberg (+1:35,4) folgten als Vierter und Fünfter. Ab der zweiten Etappe wurde in umgekehrter Reihenfolge gestartet. Paulo Nobre war nach der Reparatur seines MINI wieder dabei und eröffnete die Strecke. Auch Citroen-Junior Thierry Neuville konnte nach seinem Ausfall wieder starten.

SS13: Latvala zurück auf Podestkurs

Der Samstag ging früh los. SS13 "Ibarrilla" startete bereits um 06:54 Uhr Ortszeit. Lange 29,9 Kilometer mussten absolviert werden. Östberg akzeptierte eine Zeitstrafe von zehn Sekunden und ging vor dem Ford-Werksduo auf die Strecke, um die Straßen etwas mehr zu säubern. Latvala startete gleich perfekt in den Tag und sicherte sich die Bestzeit. Er nahm Hirvonen 5,3 Sekunden und Loeb 7,8 ab.

"Loeb war auf diesen Strecken immer schnell. Ich bin glücklich, dass ich im Vergleich zu ihm so konkurrenzfähig bin. Nach dem Regen war es an manchen Stellen etwas rutschig", so der Finne." In der Gesamtwertung überholte er Östberg und war wieder auf dem Podium. Auf Loeb fehlten 1:20,1 Minuten. "Ich habe gegen Ende viel verloren", sagt der Franzose. "Der Start war gut, ich war drei Sekunden vor Mikko. Dann wurde es aber kniffliger, weniger Grip. Aufgrund des gestrigen Sturms war es etwas feucht. Vielleicht lag es daran."

Hirvonen war schließlich einen Tick schneller als Loeb und war weiterhin komfortabel Zweiter. "Er (Latvala; Anm. d. Red.) war diesmal etwas schneller. Zu Beginn hatte ich keinen guten Rhythmus, weshalb ich langsamer war. Später habe ich aufgeholt. Wir werden sehen, wie es in den längeren Prüfungen laufen wird. Ich glaube, dafür sind wir besser eingestellt."

Solberg konnte das Tempo seines Teamkollegen nicht ganz gehen und büßte zehn Sekunden ein. Dafür reduzierte er den Rückstand auf den auf Platz vier abgerutschten Östberg auf 2,9 Sekunden. Auf den weiteren Positionen gab es keine Veränderungen. Ott Tänak (Ford) war weiterhin Sechster, gefolgt von Jewgeni Nowikow (Ford). Atkinson hatte sich auf Rang acht festgesetzt. Al-Attiyah und Armindo Araujo (MINI) komplettierten die Top 10. Sebastien Ogier im Skoda Fabia S2000 war knapp außerhalb der Punkteränge Elfter.

SS14: Loeb baut Führung aus

Der Vormittag wurde mit der 41,88 Kilometer langen 14. Sonderprüfung "Otates" abgeschlossen. Nobre ging als Erster auf die Strecke, doch er kam nicht weit. Der Brasilianer hatte wieder einen Unfall und schied aus. Mehreren Fahrern wurden die rutschigen Verhältnisse zum Verhängnis. Ogier, Atkinson und Tänak drehten sich, konnten aber problemlos weiterfahren. Da diese Prüfung am Nachmittag erneut auf dem Programm steht, versuchten alle Fahrer Vorsicht walten zu lassen.

Von den vier Spitzenpiloten kam Latvala als Erster über die Linie. "Ich habe ein gutes Gefühl. Die schnellen Abschnitte waren sehr gut. Im kurvigen Teil war ich vielleicht etwas zu schnell und verpasste die Linie. Ich glaube, Loeb wird in dieser Prüfung stark sein", schätzt der Finne. "Ich habe es vielleicht übertrieben."

Latvala behielt recht. Loeb markierte die Bestzeit und war um 5,5 Sekunden schneller. "Ich musste sehr hart kämpfen. Am Ende war es dann eng. Ich musste voll pushen", sagt der Franzose. "Die Situation war nicht so gut. Hirvonen kam mir nahe, also pushte ich zu 100 Prozent. Es war eine gute Prüfung." Hirvonen büßte 9,5 Sekunden auf seinen Teamkollegen ein. "Ich habe in etwa 15 Kilometer gebraucht, bis ich gelernt habe, wie ich dieses Auto auf kurvigen Strecken fahren muss."

Der Lernprozess im DS3 geht für den Vizeweltmeister weiter. In der Gesamtwertung vergrößerte Loeb seinen Vorsprung auf 18,2 Sekunden. Latvala hat nach dem Aufhängungsbruch am Vortag wieder das Podest erreicht, liegt aber 1:25,6 Minuten zurück. Obwohl sich Östberg auf sich selbst konzentrierte, verteidigte der Norweger (noch) den vierten Platz.

"Wir haben erneut Änderungen am Auto vorgenommen. Es war jetzt leichter zu fahren. Keine Probleme. Es war eine saubere Prüfung für uns", sagt der Ford-Privatier. Für Solberg lief es nicht optimal. 9,3 Sekunden liegt der Mexiko-Sieger von 2005 hinter Platz vier. "Es war okay, aber die Bremsen haben etwas nachgelassen. Ich habe weder die Linie noch Grip gefunden", schildert Solberg. "Ich habe trotzdem mein Bestes gegeben, aber ich weiß, dass die anderen schneller sind. Vielleicht können wir beim Service Veränderungen vornehmen."

Mit Ausnahme des Norweger-Duells scheinen die Plätze bezogen zu sein. Tänak behauptete trotz Dreher den sechsten Rang. Nowikow ist weiterhin Siebter, gefolgt von Atkinson und Al-Attiyah. Armindo Araujo ist der letzte MINI im Teilnehmerfeld und komplettiert die Top 10. Ogier ist weiterhin Elfter.


Gesamtwertung nach 14 von 24 Sonderprüfungen (Top 10):
01. Sebastien Loeb (Citroen) - 2:13:15,5 Stunden
02. Mikko Hirvonen (Citroen) +18,2 Sekunden
03. Jari-Matti Latvala (Ford) +1:25,6 Minuten
04. Mads Östberg (Ford) +2:00,6
05. Petter Solberg (Ford) +2:09,9
06. Ott Tänak (Ford) +2:42,7
07. Jewgeni Nowikow (Ford) +3:41,1
08. Chris Atkinson (Ford) +4:22,2
09. Nasser Al-Attiyah (Citroen) +4:43,9
10. Armindo Araujo (MINI) +6:51,4

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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