Weltmeister Sebastien Loeb hat seinen Erfolgslauf in Mexiko fortgesetzt

Rallye 2012

— 11.03.2012

Loeb triumphiert zum sechsten Mal in Mexiko

Citroen-Pilot Sebastien Loeb setzt seine Siegesserie in Mexiko fort - Jari-Matti Latvala (Ford) musste nach seinem Überschlag vorzeitig aufgeben

Weltmeister Sebastien Loeb bleibt der König von Mexiko. Seit dem Jahr 2006 ist der Ausnahmekönner in Mittelamerika ungeschlagen. Auch in diesmal machte der Franzose alles richtig, hielt sich aus Problemen heraus und fuhr kontrolliert zu seinem insgesamt 69. WRC-Triumph. Mikko Hirvonen komplettierte den Doppelsieg für Citroen. Ford musste sich nach diversen Problemen mit dem dritten Platz für Petter Solberg zufrieden geben.

Dazu holte sich der Norweger die drei Bonuspunkte in der Power Stage. Sein Teamkollege Jari-Matti Latvala war im Verlauf der Rallye der schnellste Mann - acht Bestzeiten im Gegensatz zu deren fünf von Loeb - doch nach einem Überschlag in SS22 war für den Finnen Feierabend. In der WM führt Loeb nach drei Rallyes mit 66 Punkten. Hirvonen hat 16 Zähler Rückstand und ist Zweiter.

Nachdem sich Latvala auf der 54 Kilometer langen "Guanajuatito"-Prüfung überschlagen hatte, stand er tief enttäuscht im Ziel. Es fanden Diskussionen zwischen Offiziellen der FIA und dem Ford-Team statt. Schließlich wurde es Latvala untersagt, die 23. Sonderprüfung in Angriff zu nehmen. Der Überrollkäfig war beschädigt. Die Sicherheit ging vor. Latvala schilderte, dass er in der Ferne den Überschlag von Jewgeni Nowikow (Ford) gesehen hatte. Das störte seine Konzentration und auch er flog ab.

Die 23. Sonderprüfung "Derramadero" fiel mit 10,58 Kilometern kurz aus. Loeb markierte die Bestzeit, gefolgt von Solberg (+0,1 Sekunden). Mads Östberg (Ford) war Viertschnellster und hielt Ott Tänak (Ford) auf Distanz. Hirvonen verlor 5,2 Sekunden auf Loeb. In der Gesamtwertung gab es deshalb keine Veränderungen. Durch den Ausfall von Latvala rückte Armindo Araujo (MINI) auf den siebten Platz nach vor.

Die abschließende Power Stage war 5,46 Kilometer lang. Solberg sicherte sich die Bestzeit und somit die drei Bonuspunkte. Loeb musste sich um 1,5 Sekunden geschlagen geben, doch der Gesamtsieg in Mexiko ging zum sechsten Mal in Folge an den Franzosen. "Ich habe es genossen und auch die Rallye mag mich. Ich gewinne hier immer. Mikko ist Zweiter geworden. Das ist ein fantastisches Ergebnis für das Team. Wir sind glücklich."

Es war der insgesamt 69. WM-Sieg für Loeb und seinen Co-Piloten Daniel Elena. In der WM führt das Duo nach drei Rallyes ebenfalls komfortabel. Hirvonen komplettierte den totalen Citroen-Erfolg als Zweiter, obwohl er in der Power Stage als Fünftschnellster leer ausging. "Ich bin zufrieden. Ich bin bei meiner ersten Schotter-Rallye mit diesem Auto Zweiter geworden", freut sich der Vizeweltmeister. "Speziell zu Beginn war mein Tempo sehr gut. Ich bin glücklich."

Für Ford reichte es unter dem Strich für Platz drei und die drei Bonuspunkte. Speziell Latvala hatte den Speed des Fiesta RS WRC untermauert, doch der Finne reist mit leeren Händen aus Mexiko ab. Dafür stand Solberg zum zweiten Mal nach Monte Carlo in diesem Jahr als Dritter auf dem Podium. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Aber durch die vier Reifenschäden und die Bremsprobleme haben wir viel Zeit verloren. Das war natürlich enttäuschend", lautet das Fazit.

Nachdem es nach der langen "Guanajuatito"-Prüfung im Kampf um Platz vier noch einmal spannend geworden war, konnte sich schließlich Östberg behaupten. Als Dritter sammelte der Norweger auch noch einen Bonuspunkt in der Power Stage. "Es gab Höhen und Tiefen, aber meistens war es gut. Heute hatte ich in der langen Prüfung einen Plattfuß. Ich fuhr bis zum Ende durch und verlor etwas Zeit, doch es hat glücklicherweise nichts am Ergebnis geändert", sagt der Norweger über Platz vier.

Tänak hatte im Ziel elf Sekunden Rückstand und wurde Fünfter. Für ihn stand von Anfang an der Lernprozess bei dieser Rallye im Vordergrund. "Ich bin sehr glücklich, weil ich ins Ziel gekommen bin und Erfahrung gesammelt habe", so der Este. Ein starkes Ergebnis holte Nasser Al-Attiyah (Citroen) als Sechster. Speziell in den harten Prüfungen zahlte sich seine Dakar-Erfahrung aus. "Ich bin sehr glücklich. Das Auto hat sehr gut funktioniert. Ich habe in dieser Rallye viel gelernt. Das war sehr wichtig. Ich habe es sehr genossen."

Hinter Al-Attiyah wurde Araujo im besten MINI Siebter. "Es ging mit Elektronikproblemen los. Vom ersten Tag weg haben wir uns ständig verbessert. Mir ist hier das beste Resultat meiner Karriere gelungen. Deshalb bin ich sehr glücklich", sagt der Portugiese nach einer schwierigen Rallye.

Durch die Ausfälle in den letzten Prüfungen wurde Sebastien Ogier (Skoda Fabia S2000) auf den achten Rang nach vor gespült. In der hohen Lage verlor sein Saugmotor deutlich mehr Leistung als die Turbo-Boliden und machte seinen Performancenachteil noch größer. Nichtsdestotrotz war der Franzose im Ziel zufrieden. "Ja es war gut. Es ist der erste WM-Punkt für unser Team. Ich bedanke mich bei den Mechanikern, sie haben hart gearbeitet."

Ken Block eroberte bei seiner WRC-Rückkehr als Neunter zwei WM-Punkte. In der langen "Guanajuatito"-Prüfung hatte der US-Amerikaner zwar einige Probleme, doch er kam heil ins Ziel. Den letzten WM-Punkt staubte Lokalmatador Ricardo Trivino ab, der einen Ford Fiesta RS WRC fuhr. Der P-WRC-Sieg ging an Benito Guerra mit einem Mitsubishi Lancer Evo X.

Die Erfolgsserie von Loeb in Mexiko ist also weitergegangen. Er führt nach drei Rallyes die WM mit 66 Punkten an. Hirvonen ist Zweiter (50), gefolgt von Solberg (47), Östberg (28) und Latvala (26). Loeb kann seinen 70. WM-Sieg bei der Rallye Portugal holen, wo der nächste Lauf vom 29. März bis 1. April ausgetragen wird.

Fotoquelle: xpb images

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