Reifenschäden, Bremsprobleme, Unfälle: Ford hatte in Mexiko wenig Glück

Rallye 2012

— 13.03.2012

Ford: Nur die Pace hat in Mexiko gepasst

Ford-Teamchef Malcolm Wilson versucht aus der Niederlage in Mexiko das Positive mitzunehmen: Der Speed auf Schotter war vorhanden - Große Freude bei Citroen

Mit großen Ambitionen war Ford nach Mexiko gereist. Akribisch hatte sich die M-Sport-Mannschaft gemeinsam mit Ford auf die erste Schotter-Rallye des Jahres vorbereitet. In einer Kilmakammer in Großbritannien simulierte man die Auswirkungen der dünnen Läuft (bis 2.700 Meter über dem Meerespiegel) auf den Motor und passte die Mappings dementsprechend an. Tatsächlich war Ford in Mittelamerika schnell unterwegs. Die Hälfte der Bestzeiten ging an Ford. Jari-Matti Latvala war achtmal der Schnellste, Petter Solberg bei zwei Prüfungen und Chris Atkinson vom Montser-Team bei einer.

Trotzdem fuhr Konkurrent Sebastien Loeb den Sieg ein. Mikko Hirvonen komplettierte den Triumphzug von Citroen. Während die Franzosen 43 Punkte sammelten waren es bei Ford nur deren 15 durch Solbergs dritten Platz. "Wir haben elf der 22 Wertungsprüfungen gewonnen. Das ist gemessen an den Vorjahren, als wir öfters Probleme mit der Höhenlage hatten, ein beachtlicher Fortschritt", streicht Teamchef Malcolm Wilson das Positive hervor.

"Petter spielte nach den Rückschlägen des Freitags seine ganze Erfahrung aus und wurde mit einem Podestplatz belohnt. Jari-Mattis Aus nach dem Unfall war sehr enttäuschend. Aber wenn wir diese Pace in den kommenden Schotterläufen wiederholen können, bin ich sehr zuversichtlich." Gerard Quinn, Motorsportchef von Ford-Racing, sieht es ähnlich: "Ich freue mich, dass Petter und Chris (Patterson; Anm. d. Red.) es aufs Podium geschafft und die Power Stage gewonnen haben."

"Aber unser Gesamtergebnis wird natürlich von Jari-Mattis Ausfall getrübt. Wir scheinen mit dem Fiesta auf Schotter einen großen Fortschritt erzielt zu haben. Das motiviert uns für den Rest der Saison, denn ein Großteil der Läufe findet auf losem Untergrund statt." Die nächsten fünf Läufe finden auf Schotter statt, bevor in Deutschland die ersten Asphaltstraßen werten. Auf Asphalt ist Loeb bekanntlich immer extrem stark und fast unschlagbar.

Matton lobt Standfestigkeit des Citroen DS3

Während man bei Ford versucht die Niederlage positiv zu sehen, feiert man bei Citroen den ersten Doppelsieg der Paarung Loeb/Hirvonen. "Unsere beiden Mannschaften haben jene Performance gezeigt, die wir uns an diesem Wochenende erhofft hatten", lobt Teamchef Yves Matton. "Diese Rallye war bis zum Ende extrem schwierig. Die perfekte Standfestigkeit des DS3 WRC zahlt sich bei diesen Bedingungen aus."

Eine direkte Stallorder wurde nicht ausgesprochen, aber die Vernunft siegte im Citroen-Lager. "Am Samstag haben wir uns nach zwei Prüfungen dafür entschieden, dass es wichtig ist, den Doppelsieg abzusichern. Wir wussten, dass es für Jari-Matti unmöglich war zurückzukommen. Ich sagte ihnen, dass sie aufhören sollen zu kämpfen und sich nach hinten orientieren sollen", sagt Matton.

Fotoquelle: xpb.cc

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