Im Ziel der Rallye Mexiko hatte Petter Solberg doch noch Grund zur Freude

Rallye 2012

— 15.03.2012

Solberg übernimmt Verantwortung für Reifenschäden

Ford-Pilot Petter Solberg holte nach diversen Reifenschäden in Mexiko seine zweite Podiumsplatzierung des Jahres und zeigt Mitleid mit Teamkollege Latvala

Ford-Werkspilot Petter Solberg erlebte beim dritten Lauf der WRC-Saison in Mexiko Höhen und Tiefen. Nach einem Test im Vorfeld, den er angesichts seiner Grippeerkrankung um ein Haar hätte absagen müssen, war sich der Norweger sicher, über ein siegfähiges Auto zu verfügen. Im Qualifying untermauerte Solberg diesen Eindruck mit der Bestzeit und nach der spektakulären Zuschauerprüfung in der Altstadt von Guanajuato führte der Ford-Werkspilot die Rallye Mexiko an.

Anschließend verließ Solberg das Glück. "Leider hatten wir auf der ersten Prüfung am Freitag einen Reifenschaden und fielen zurück. Im Bemühen, die verlorene Zeit wieder aufzuholen, erlitten wir auf der zweiten Prüfung einen weiteren Reifenschaden", so der Norweger, der in seiner Kolumne für 'Autosport' die Schuld auf sich nimmt: "Beide Reifenschäden waren ganz klar mein Fehler."

Im Verlauf der Rallye musste der Ford-Werksfahrer weitere Reifenschäden am Fiesta RS WRC über sich ergehen lassen. "Beim dritten und vierten bin ich mir nicht sicher, was die Ursache dafür war. Der letzte kam aufgrund eines Nagels zustande", urteilt er und nimmt sich selbst für den misslungenen Auftakt in die Pflicht: "Dafür, was am Freitag mit den Reifen passierte, übernehme ich die volle Verantwortung. Ich attackierte so stark ich nur konnte."

Rückblickend ist sich Solberg sicher, dass auch Citroen-Pilot Sebastien Loeb, der unterm Strich als Sieger der Rallye Mexiko zu Buche steht, in der Anfangsphase des dritten WM-Laufs "am Limit unterwegs war". Im Anschluss an seine diversen Rückschläge war Solberg darauf bedacht, noch so viele Punkte wie möglich für sich und das Ford-Werksteam einzufahren. "Die mit 36 Minuten längste Prüfung der Rallye verging wie im Flug", so der Norweger, der sich dort "vor allem darauf konzentrierte, keinen weiteren Reifenschaden zu erleiden".

Auf der abschließenden Power Stage wollte Solberg noch einmal alles geben, um sich die drei Bonuspunkte für den Sieg zu sichern. "Die Prüfung ließ sich gut an, doch dann kam ich in einer schnellen Vierte-Gang-Linkskurve etwas zu weit nach außen." Mit dem Heck befand sich der Fiesta bereits im Graben und Solberg gibt an: "Den Leuten in dieser Kurve muss ich ein unglaubliches Motiv für ihre Fotos geboten haben, aber ich war mir sicher, dass meine Chancen mit diesem Zwischenfall dahin waren."

Solberg sollte sich täuschen. Nachdem er kurzfristig in den zweiten Gang zurückschalten musste, nahm der Ford-Pilot wieder Fahrt auf und sicherte sich tatsächlich noch die Bestzeit und damit drei wertvolle Bonuspunkte. Zusammen mit den 15 Zählern für Platz drei in der Endabrechnung nahm der Ex-Weltmeister insgesamt 18 Punkte aus Mexiko mit und das, nachdem er angesichts der diversen Reifenschäden mit deutlich weniger rechnen musste. "Ein weiterer Podestplatz ist eine tolle Sache für mich und Chris (Co-Pilot Patterson; Anm. d. Red.)", sagt Solberg, der damit nach der "Monte" seine zweite Top-3-Platzierung am Steuer des Fiesta RS WRC einfuhr.

Mitleid hat Solberg mit seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala, der nach seinem Ausfall beim Saisonauftakt in Monte Carlo erneut eine Nullnummer schob. "Er ist ein verdammt schneller Fahrer und verdient mehr als das", sagt der Norweger mit Blick auf den Überschlag von Latvala kurz vor Schluss. "Eines ist sicher: Er wird in Portugal erneut sehr stark sein", urteilt Solberg über seinen Ford-Teamkollegen und hat sich selbst ebenfalls fest vorgenommen, beim vierten Lauf der WRC-Saison den Citroen-Piloten Loeb und Mikko Hirvonen erneut einzuheizen.

Fotoquelle: xpb images

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