WM-Leader Sebastien Loeb kommt mit 16 Punkten Vorsprung nach Portugal

Rallye 2012

— 27.03.2012

Neue Route und diverse Fragezeichen in Portugal

Beim vierten WRC-Lauf des Jahres in Portugal treten 19 World-Rally-Cars an - Kann MINI in das Duell Citroen vs. Ford eingreifen?

Die Rallye Portugal (29. März bis 1. April) zählt zu den traditionsreichsten und schwierigsten Veranstaltungen des Jahres. Die Schotterpisten an der Algarve-Küste sind fahrerisch anspruchsvoll und gehen extrem auf das Material. Nach der Rallye Mexiko zu Beginn des Monats März steht in Portugal die zweite Schotter-Rallye im diesjährigen WRC-Kalender auf dem Plan. Bereits 1973, im ersten Jahr der Rallye-Weltmeisterschaft, zählte Portugal zum Kalender. Wurde die Rallye lange Zeit im Norden des Landes ausgetragen, so findet der Kampf um Sekunden seit dem Jahr 2007 im Süden statt.

Die schnellen Wertungsprüfungen an der Algarve führen teilweise über enge Bergstraßen, die mit Steinen bedeckt sind. Zahlreiche verdeckte Kuppen und große Felsen am Fahrbahnrand verlangen Mensch und Material alles ab. Die Gesamtdistanz ist mit 1.564 Kilometern rund 200 Kilometer länger als im Vorjahr. Insgesamt 22 Wertungsprüfungen stehen auf dem Programm. Viele davon sind für die Piloten komplettes Neuland. Der Service-Park ist im Estadio Algarve in Faro beheimatet. Insgesamt gehen in Portugal 19 WRC-Fahrzeuge an den Start.

Nach den Plätzen eins und zwei in Mexiko zählen die beiden Citroen-Werkspiloten Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen auch diesmal wieder zu den heißesten Anwärtern auf den Sieg. Nach dem Qualifying am Mittwoch stehen am Donnerstag eine Zuschauerprüfung in der Innenstadt von Lissabon sowie anschließend drei kurze Prüfungen bei Dunkelheit auf dem Programm. "Ich finde es gut, dass der erste Tag zu einer richtigen Schleife ausgeweitet worden ist", sagt Loeb und vermutet, dass es " knifflig werden wird, die richtige Startposition zu wählen. In der Nacht kann der aufgewirbelte Staub ewig in der Luft hängen."

Der im Winter von Ford zu Citroen gewechselte Vizeweltmeister Hirvonen freut sich bereits auf das nächste Duell mit seinem neuen Teamkollegen. "Ich bin sehr zuversichtlich für diese Rallye", blickt der 31-Jährige voraus. "In Mexiko habe ich einige gute Zeiten gefahren und war am ersten Tag Kopf an Kopf mit Seb." Die beiden Citroen-Piloten Nasser Al-Attiyah aus dem Katar-Team und Thierry Neuville aus dem Junior-Team planen ihre guten Ergebnisse aus Mexiko zu bestätigen. Der Niederländer Peter van Merksteijn jr. pilotiert einen fünften DS3 WRC.

Zuversicht und Skepsis bei Ford

Im Ford-Werksteam sieht man sich für den vierten WM-Lauf des Jahres ebenfalls bestens vorbereitet. Petter Solberg gewann am vergangenen Wochenende den Rallye-Sprint in Fafe im Norden Portugals und absolvierte zudem einen "positiv verlaufenen" Test im Vorfeld. "Beim Test bin ich 220 Kilometer gefahren und habe weitere Verbesserungen an der Abstimmung gefunden. Außerdem wissen wir seit Mexiko, dass der Fiesta RS WRC auf Schotter richtig schnell ist. Jetzt hoffe ich, dass sich die Verbesserungen in Ergebnissen niederschlagen", so Solberg, der in diesem Jahr bereits zweimal auf das Podium fuhr.

Teamkollege Jari-Matti Latvala sorgt sich vor allem um die Sicht. "Der Staub könnte die Sache je nach Wetterlage etwas erschweren", glaubt der Finne. "Der Drei-Minuten-Abstand zwischen den Startern wird möglicherweise nicht ausreichen, um wieder völlig freie Sicht zu haben. Die Distanz bewegt sich am Limit, vielleicht denken die Veranstalter ja noch über Intervalle von vier Minuten nach." M-Sport schickt neben Ott Tänak und Jewgeni Nowikow diesmal den Niederländer Dennis Kuipers auf die Strecke. Mads Österberg, Henning Solberg, Martin Prokop sowie Daniel Oliveira und Jari Ketomaa sitzen ebenfalls am Steuer eines Ford Fiesta RS WRC.

MINI-Pilot Sordo will auf das Podest

Im MINI-Lager treten die beiden Piloten des Einsatzteams aus Portugal - Armindo Araujo und Paulo Nobre - sowie die beiden Prodrive-Piloten Dani Sordo und Patrik Sandell an. Sordo rechnet sich mit dem überarbeiteten John Cooper Works WRC gute Chancen auf einen Podestplatz aus. "Das neue Auto fühlte sich wirklich gut an", sagt der Spanier im Hinblick auf intensive Testfahrten im Vorfeld. "Ich konnte den Unterschied sofort spüren. Ich werde alles geben, um MINI die erste Podiumsplatzierung auf Schott zu bescheren."

Die Rallye Portugal ist zugleich der dritte S-WRC-Lauf des Jahres. Dort geht unter anderem VW-Werkspilot Sebastien Ogier am Steuer eines Skoda Fabia S2000 an den Start. Der Franzose trug sich an der Algarve bereits zwei Mal (2010 und 2011) in die Siegerlisten ein. In diesem Jahr hat es Ogier auf den Sieg in der S-WRC-Wertung abgesehen.

Fotoquelle: xpb images

Weitere Rallye Themen

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

M-Sport wirbt offen um die Dienste von Sebastien Ogier

News

Kampf um VW-Stars: Wohin mit Ogier, Mikkelsen und Latvala?

News

Sebastien Ogier hofft auf schnelle Freigabe von Volkswagen

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.