Weltmeister Sebastien Loeb muss mit leeren Händen aus Portugal abreisen

Rallye 2012

— 30.03.2012

Portugal: Loeb nach Ausfall enttäuscht

Sebastien Loeb ist in Portugal durch einen Überschlag ausgeschieden und kann nicht mehr in den Wettbewerb zurückkehren - Ein Fahrfehler war die Ursache

Nicht oft unterlaufen Rekordweltmeister Sebastien Loeb Fehler, doch am Donnerstag passierte bei der Rallye Portugal ein entscheidender: Nachdem der Citroen-Pilot die erste Nachtprüfung am Abend gemeistert hatte, ging in der dritten Sonderprüfung alles schief. Der Franzose war als Zweiter hinter seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen auf die Strecke gegangen, doch im Ziel fehlte jede Spur des Routiniers. Etwa bei Kilometer sieben hatte er sich überschlagen. Loeb und sein Co-Pilot Daniel Elena entstiegen dem Wrack unverletzt, doch der Überrollkäfig des DS3 WRC war zu stark beschädigt. Deshalb ist die Rallye für ihn vorbei. Nun muss Hirvonen die Kohlen für Citroen aus dem Feuer holen.

"Ich kam zu einer Kuppe, die mit einer kurzen Linkskurve begann, gefolgt von einer langen Rechtskurve. Daniel sagte mir die richtigen Kommandos an, aber ich lenkte weiter nach links", beschreibt Loeb das Missgeschick. "Ich versuchte zu korrigieren, aber mein DS3 rutschte in eine Böschung und ich begann mich zu überschlagen. Der Schaden war abgesehen vom Überrollkäfig nicht zu schlimm."

"Der Käfig hat seine Arbeit verrichtet, aber er ist verbogen." Deshalb gibt es aus Sicherheitsgründen auch nicht die Möglichkeit, am Freitag unter Rallye2-Regel wieder in den Wettbewerb einzugreifen. Loeb ist ausgeschieden. "Schade, weil sich mein kleines Polster in der Weltmeisterschaft vermutlich in Luft auflösen wird." Teamchef Yves Matton ist dementsprechend enttäuscht: "Der Überrollkäfig wurde auf der Oberseite beschädigt."

"Das kann passieren, wenn der erste Aufprall heftig war. Wir wissen es nicht", sagt der Franzose gegenüber 'WRC.com'. "Der Überrollkäfig ist beschädigt. Das kann passieren, so ist der Rallyesport. Wir haben noch ein Auto und wollen mit Mikko die maximale Punktezahl holen und am Ende der Rallye in Führung liegen."

Obwohl sich Citroen für eine andere Startposition entschieden hatte - Hirvonen und Loeb starteten an der Spitze des Feldes, während das Ford-Werksteam erst als 16. und 17. losfuhr - ist Hirvonen nach den Abendprüfungen immer noch gut mit dabei. In der Gesamtwertung liegt der Finne auf Platz drei, hat aber nur fünf Sekunden Rückstand auf Jari-Matti Latvala. "Es ist schon lustig, dass die Unterschiede so klein sind, obwohl die Strategie komplett anders war."

"Ich weiß nicht, was die beste Option gewesen ist, aber ich bin überzeugt, dass wir weniger Risiken eingegangen sind. Wäre mehr Staub in der Luft gestanden, oder hätte es früher geregnet, wären wir klar im Vorteil gewesen", schätzt der Vizeweltmeister. Nun muss er es alleine gegen sein ehemaliges Ford-Team aufnehmen.

"Ich war schon früher in ähnlichen Situationen. Ideal wäre es natürlich, wenn ich die Rallye gewinne. Ich werde nicht zufrieden sein, wenn ich als Dritter ins Ziel komme. Ich werde kämpfen, aber ich muss auch ins Ziel kommen und Punkte für die Weltmeisterschaft sammeln."

Fotoquelle: xpb.cc

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