Mikko Hirvonen verlor seinen 15. Laufsieg in der Rallye-WM recht zügig wieder

Rallye 2012

— 02.04.2012

Disqualifikation: Hirvonen verliert den Portugal-Triumph

Technische Ungereimtheiten: Citroen-Pilot Mikko Hirvonen wurde bei der Rallye Portugal nachträglich aus der Wertung genommen und verlor seinen Sieg

Sehr lange durfte sich Mikko Hirvonen nicht über seinen ersten Rallyesieg für Citroen freuen, denn die Rennleitung nahm den finnischen Rennfahrer nachträglich aus der Wertung. Der Grund dafür: Bei der technischen Untersuchung im Anschluss an die letzte Prüfung kam ein Regelverstoß zum Vorschein. Offenbar entsprach die Kupplung des Citroen DS3 nicht den in der Rallye-WM gültigen Vorschriften.

Zudem fiel den Regelhütern ein weiterer Missstand auf: Das Turbinenrad des Turboladers lag in seinem Durchmesser über dem zulässigen Toleranzwert - und hätte ebenfalls die Disqualifikation zur Folge gehabt, wenn nicht schon die Kupplung genau dafür gesorgt hätte. Im Lager von Citroen zeigt man sich trotz allem sehr bestürzt und bezeichnet das Urteil der Rallyeleitung als "zu hart".

Man habe keine Vorteile durch die beanstandeten Teile gehabt, sagt Citroen-Sportchef Yves Matton. Deshalb möchte der französische Hersteller die Entscheidung, Hirvonen nachträglich aus der Wertung zu nehmen, auch anfechten. "Wir hatten nicht die Absicht, zu betrügen. Das Urteil erscheint in unseren Augen verhältnismäßig heftig zu sein", findet Matton. "Daher gehen wir in Berufung."

Sein Mitgefühl gelte dem eigentlich siegreichen Fahrerduo um Hirvonen und dessen Copiloten Jarmo Lehtinen. "Sie hatten in einer besonders schwierigen Rallye eine ausgezeichnete Leistung erbracht", meint Matton. "Sie tun mir im Augenblick am meisten leid, denn sie hatten sich den ersten Sieg mit uns wirklich verdient. Ich kann mich nur im Namen des gesamten Teams für alles entschuldigen."

"Ich hoffe, Mikko und Jarmo haben schon bald wieder die Chance, um das Treppchen zu kämpfen", sagt der Citroen-Sportchef und übergibt das Wort an Technikchef Xavier Mestelan-Pinon: Bei der Kupplung habe man zwar ein nicht homologiertes Element eingesetzt, das jedoch keinen Vorteil mit sich gebracht hätte. Im Gegenteil: "Dieses Teil war sogar schwerer als das Teil, das homologiert ist."

Beim fehlerhaften Bauteil im Turbolader handele es sich um ein Standardelement, wie es bei jedem Rallyeauto in der WM zum Einsatz komme. Dass der Durchmesser bei der Untersuchung zu groß gewesen sei, liege an der Ausdehnung des Materials unter großer Hitze, erklärt Mestelan-Pinon. Hirvonen und Lehtinen hilft das erst einmal nicht. Das finnische Gespann ist seinen Triumph los.

Der Sieg bei der Rallye Portugal geht somit am grünen Tisch an den Ford-Piloten Mads Östberg, der erstmals überhaupt einen Erfolg auf WM-Ebene für sich verbuchen kann. Auch auf den weiteren Plätzen des korrigierten Treppchens stehen noch zwei weitere Ford-Fahrer: Ewgeni Nowikow ist neuer Zweiter vor Petter Solberg. Peter van Merksteijn jun. bekommt als neuer Zehnter noch einen Punkt.

Fotoquelle: xpb images

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