Privatier Mads Östberg kam in Portugal nachträglich zu seinem ersten WRC-Sieg

Rallye 2012

— 03.04.2012

Östberg: "Es fühlt sich seltsam an"

Mads Östberg hat nach seinem geschenkten Sieg in Portugal Blut geleckt und will bald aus eigener Kraft gewinnen - Budget für die Saison noch nicht komplett

Durch die Disqualifikation von Citroen-Werkspilot Mikko Hirvonen kam Mads Östberg in der Nacht von Sonntag auf Montag unverhofft zu seinem ersten WRC-Sieg. Es war der erste Triumph eines Privatfahrers in der Rallye-WM seit dem Sieg von Ford-Pilot Franco Cunico bei der Rallye San Remo 1993. Angesichts des Citroen-Protests steht das Ergebnis aus Portugal derzeit aber noch unter Vorbehalt.

Östberg, der in Diensten das Adapta-Teams einen Ford Fiesta RS WRC pilotiert, hatte am Sonntag mit Platz zwei zunächst das beste Ergebnis seiner Karriere wiederholt. Nach dem geschenkten Sieg liegt der Norweger Stand heute auf Platz drei in der Gesamtwertung und hat 25 Punkte mehr auf dem Konto als Jari-Matti Latvala, der im Ford-Werksteam als Nummer-eins-Pilot in die Saison gestartet war. Und das obwohl Östberg den Saisonauftakt in Monte Carlo verpasst hatte.

"Natürlich freue ich mich über den Sieg, aber es ist nicht die Art und Weise, wie ich meine erste Rallye gewinnen wollte", sagt Östberg. "Es tut mir sehr leid für Mikko, denn er zeigte das gesamte Wochenende über eine fantastische Leistung", zeigt der Ford-Privatier Mitgefühl, fügt aber gleichzeitig hinzu: "Wir selbst hatten auch eine richtig gute Rallye und freuen uns auf jeden Fall über den herausgefahrenen zweiten Platz."

Durch die nachträgliche Heraufsetzung von Platz zwei auf Platz eins ist der Wunsch nach seinem ersten echten Sieg bei Östberg nur noch stärker geworden, wie er gesteht: "Es fühlt sich schon ein wenig seltsam an. Ich bin jetzt noch entschlossener, aus eigener Kraft zu gewinnen. Wenn ich das erste Mal ganz oben auf dem Podium stehe, wird das ein ganz besonderer Moment sein. Schließlich stand ich diesmal auf der zweiten Stufe."

Für die anstehende Rallye Argentinien (26. bis 29. April) rechnet der Norweger nicht mit einer Podestplatzierung, wie er sagt. "Sobald wir wieder auf gewohnteres Terrain kommen, werde ich wieder angreifen." Mit Ausnahme der Rallye Neuseeland plant Östberg mit einer kompletten WRC-Saison, schränkt aber ein: "Noch habe ich nicht das komplette Budget zusammen." Mit der Leistung in Portugal hofft der Ford-Privatier potenzielle Sponsoren überzeugt zu haben.

Fotoquelle: Stobart

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