Im Ziel wusste Jewgeni Nowikow noch nichts von der Hirvonen-Disqualifikation

Rallye 2012

— 05.04.2012

Nowikow: "Lange auf diesen Moment gewartet"

Jewgeni Nowikow hat in Portugal alles richtig gemacht und freut sich über Platz zwei - Co-Pilot Denis Giraudet ist begeistert von der Entwicklung des Youngsters

Der Russe Jewgeni Nowikow hat in in den vergangenen Jahren oft sein Talent gezeigt, doch gute Ergebnisse wurden oft von Unfällen zunichte gemacht. In den vergangenen Monaten hat sich das geändert. Aus dem Crash-Piloten ist ein solider Fahrer geworden, der konstant im vorderen Teil des Feldes mitfährt. Bereits die Saison 2011 endete mit zwei siebten Plätzen in Spanien und Großbritannien. 2012 startete der 21-Jährige durch und kam in Monte Carlo und Schweden jeweils als Fünfter ins Ziel. Nach dem Ausfall in Mexiko wurde es Rang drei in Portugal. Durch die Disqualifikation von Mikko Hirvonen steht nun mit Platz zwei das beste Karriereresultat zu Buche.

"Ich bin sehr glücklich, dass wir meinen ersten Podestplatz erzielt haben. Dass es dann der zweite Rang wird, ist das Maximum, das wir uns erhoffen durften", freut sich Nowikow. " Maßgeblichen Anteil an den Fortschritten hat sein erfahrener Co-Pilot Denis Giraudet. Der 56-Jährige hat dem Russen viel dabei geholfen, konstanter zu werden. "Denis und ich haben auf diesen Moment sehr lange gewartet."

"Für uns beide war es ein unglaubliches Wochenende. Denis hat mir viel geholfen und ich hoffe, dass wir gemeinsam noch oft auf dem Podium stehen können." Der Franzose stand zum ersten Mal seit 2002 auf dem Podest und ist begeistert über die Entwicklung des Youngsters: "Es gibt für Jewgeni keine Limits, er ist sehr, sehr gut. Man muss daran denken, dass er noch sehr jung ist. Am Freitag hat er bei schrecklichen Bedingungen gezeigt, dass er eine fantastische Kontrolle über das Auto hat."

"Ich glaube, weil er so jung ist, konnte er durch den Nebel sehen", sagt Giraudet gegenüber 'WRC.com'. "Manchmal wird er am falschen Fuß erwischt. Wenn man so jung ist, gibt es nicht viel, worauf man Vertrauen aufbauen kann. Wenn er jetzt drei weitere Jahre alle Rallyes fahren würde, dann würden ihm keine Fehler unterlaufen, weil er alle Strecken kennt. In Mexiko war es Pech, weil viel Staub im Auto stand."

"Vor dem Unfall hatte er mich gefragt, ob der Staub schlecht für seine Lungen ist. Er kennt diese Dinge nicht. Man kann sich vorstellen, dass Fehler passieren können, wenn man sich nicht sicher fühlt."

Fotoquelle: xpbimages.com

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