Dem Finnen Mikko Hirvonen wurde in Portugal der Sieg aberkannt

Rallye 2012

— 20.04.2012

Citroen will Portugal-Enttäuschung wettmachen

Sebastien Loeb ist seit 2005 in Argentinien ungeschlagen - Nach den Enttäuschungen in Portugal peilen er und sein Citroen-Teamkollege Mikko Hirvonen den Sieg an

Die Rallye Argentinien wird in diesem Jahr eine Tortur für Mensch und Maschine. Die Organisatoren haben die neue Freiheit im Reglement genutzt und die Distanz verlängert. Über die 18 Sonderprüfungen müssen insgesamt 502,73 Kilometer zurückgelegt werden. Die Gesamtdistanz beträgt 1.770 Kilometer. Citroen reist wie so oft mit guten Vorzeichen nach Argentinien. Insgesamt sieben Siege hat die französische Marke bereits dort gefeiert. Seit 2005 hat Weltmeister Sebastien Loeb mit Ausnahme von 2010 - als die Rallye nicht Teil des Kalenders war - immer triumphiert. Sein neuer Teamkollege Mikko Hirvonen wurde im Vorjahr mit einem Ford Zweiter.

Bereits am Samstag den 21. April werden Loeb, Hirvonen und Citroen-Junior Thierry Neuville bei einer Roadshow in Carloz Paz die Fans unterhalten. Anschließend geht es in die Region von Cordoba, wo zunächst die Recce auf dem Programm steht. Sie wird wichtig werden, denn es gibt einige neue Abschnitte. Darunter auch eine 65 Kilometer lange Sonderprüfungen am Sonntagmorgen, die die Wertung noch einmal auf den Kopf stellen könnte. "Lustig daran ist, wenn man es so sagen kann, dass sie noch nie zuvor befahren wurde", sagt Loebs Co-Pilot Daniel Elena.

"Die Straßen in Argentinien variieren zwischen losem und hartem Schotter. Man weiß nie genau was man erwarten kann. Sicher ist, dass kein Fahrer von Start bis ins Ziel voll fahren kann. Die Möglichkeit ist groß, dass Abstände aufgehen und wieder verschwinden. Im Ziel könnten die Spitzenfahrer innerhalb weniger Sekunden liegen. Es gibt aber nicht nur diese eine lange Prüfung. Es gibt noch die 52 Kilometer lange Ascochinga/Agua de Oro-Strecke, eine 39 Kilometer lange Prüfung und so weiter..."

Bevor die Rallye richtig startet, muss das Shakedown-Qualifying absolviert werden. Die Wahl der optimalen Startposition wird wieder knifflig sein. "Nach der Enttäuschung von Portugal bin ich entschlossen, wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren", sagt Weltmeister Loeb. Zuletzt in Portugal schied er bereits am ersten Tag nach einem Unfall aus. "Einmal mehr wird die Startposition für Kopfschmerzen sorgen."

"In Portugal gingen wir ein kalkuliertes Risiko ein und wählten die erste Startposition, weil am ersten Tag nur 35 Kilometer absolviert werden mussten. In Argentinien müssen am Freitag über 200 gezeitete Kilometer zurückgelegt werden", blickt der Franzose voraus. Trotz des Ausfalls in Portugal führt der Routinier die WM-Wertung an. Ford-Konkurrent Petter Solberg hat allerdings nur vier Punkte Rückstand.

Hirvonen genießt Argentinien

Eigentlich würde Hirvonen die WM anführen, doch der Sieg in Portugal wurde dem Finnen aufgrund einer technischen Unregelmäßigkeit aberkannt. So hat er als Vierter 16 Punkte Rückstand. "Wir dachten, dass wir in Portugal die wahre Hackordnung sehen würden. So wie sich die Rallye dann entwickelt hat, war das nicht der Fall. Ich glaube, diese Rallye wird sehr offen sein", schätzt Hirvonen. "In Portugal bin ich die meiste Zeit ein kontrolliertes Tempo gefahren."

"Hauptsächlich ging es darum auf der Straße zu bleiben, da ich einen großen Vorsprung hatte. Ich freue mich jetzt auf echtes Racing in Argentinien. Es gibt sehr schöne Prüfungen und ich genieße es dort immer sehr." Der Vizeweltmeister erzielte im Vorjahr als Zweiter sein bestes Resultat in Argentinien. Der letzte Ford Sieg datiert aus dem Jahr 2002 (Carlos Sainz). Anschließend dominierten Autos vom PSA-Konzern. 2003 fuhr Sieger Marcus Grönholm einen Peugeot 206 und anschließend begann die Erfolgsserie von Citroen.

Statistisch gesehen sitzt Hirvonen nun im richtigen Auto für Argentinien. "Ich freue mich, dass ich jede Rallye für Citroen fahren kann. Es stimmt, dass Argentinien speziell ist. Die Atmosphäre ist unglaublich und es gibt Prüfungen, wie Mina Clavero/Giulio Cesare, die mit nichts vergleichbar sind", findet der 31-Jährige. "Im Vorjahr wurde ich Zweiter, das war mein bestes Ergebnis. Ich hoffe, dass es diesmal mindestens so gut läuft. Ich bin entschlossen wieder gegen die Topfahrer zu kämpfen. Die Rallye ist jetzt interessanter, weil das Format mehr Richtung Ausdauer geht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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