Citroen-Pilot Sebastien Loeb fuhr einem ungefährdeten Sieg entgegen

Rallye 2012

— 29.04.2012

Loeb holt siebten Argentinien-Sieg in Folge

Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen fahren einem entspannten Citroen-Doppelsieg nach Hause - Petter Solberg gewinnt die Power-Stage

Mit Petter Solbergs Unfall am Freitag war der Weg frei für das Citroen-Duo, bestehend aus Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen, den Sieg bei der Argentinien Rallye unter sich auszumachen. Citroen gab Teamorder aus, womit Loebs Sieg nur noch Formsache war. Der Franzose ging mit etwas mehr als 15 Sekunden Vorsprung als Sieger hervor.

Platz drei wurde in der finalen Power-Stage entschieden. Dani Sordo fiel mit einem technischen Defekt aus. Mads Östberg erbte nach dem Ausfall des Ford-Piloten den ersten Verfolgerplatz und war bester Nicht-Citroen. Petter Solbergs Aufholjagt endete auf Platz acht.

"Es ist unglaublich. Eine so schwierige Rallye wie diese sieben Mal in Folge zu gewinnen, ist beeindruckend", freut sich Weltmeister Loeb. "Es ist schade, Dani am Straßenrand zu sehen, doch da kann man nichts machen. Ich freue mich für mein Team." Teamkollege Hirvonen war besonders von den neuen Kilometern der diesjährigen Ausgabe der Argentinien Rallye begeistert: "Es war solch eine tolle Herausforderung. Die Zuschauer waren fantastisch."

"Es tut mir für das gesamte Ford-Team leid", erklärt Östberg. "Sie haben dieses Jahr sehr viel Pech. Ich denke, es war der Lichtmaschinen-Riemen. Sordo bat mich um Hilfe. Es war eine umfangreiche Sache und nichts, was man schnell beheben kann." Solberg stellte auf der Power-Stage das Tempo seines Einsatzgerätes unter Beweis: "Das Auto ist sehr schnell. Ich bin sehr enttäuscht wegen Freitag. Wir hätten ein gutes Resultat einfahren können."

SS17:Solberg sorgt sich um Reifen

Die 17. Wertungsprüfung leitete den Nachmittag des Schlusstages ein und war mit etwas mehr als 17,4 Kilometern gleichzeitig die längste der drei übrigen Prüfungen. Solberg legte erneut das Tempo vor und benötigte lediglich 15:29,3 Minuten. "Meine Reifen sind ziemlich am Ende. Es wird schwierig, Druck zu machen. Es scheint nicht, als ob ich die Reifen für die Power-Stage habe, werde aber mein Bestes geben", so der Ford-Pilot.

1,7 Sekunden hinter ihm folgte mit Jewgeni Nowikow ein weiterer Ford. Bester Citroen war Thierry Neuville (+8,4 Sekunden). "Ich bin nun sehr vorsichtig, weil die Prüfungen nicht so einfach und recht hart sind", erklärt er. "Wir haben die Zeiten von Petter im Auge, doch wenn wir keinen Fehler machen, dann sollte er uns nicht mehr einholen."

Das Citroen-Werksduo folgte den Vorgaben des Teams. Loeb schloss die Prüfung als Sechster ab und verlor 16,5 Sekunden auf Solberg. "Wir müssen nach den Reifen schauen", bemerkt er. Teamkollege Hirvonen war als Achter 20,8 Sekunden langsamer als der Spitzenreiter.

SS18: Wieder Solberg

Auf der vorletzten Wertungsprüfung hatten die Fahrer 11,2 Kilometer zu absolvieren. Da die Abstände groß waren und keine direkten Duelle ausgetragen wurden, konnte man hier viel verlieren, aber wenig gewinnen. Dennoch war es wieder Solberg, der das Geschehen diktierte. Der Norweger benötigte 9:37,6 Minuten.

Zweiter wurde Loeb, dessen Vorsprung um 5,1 Sekunden kleiner wurde. Östberg verlor als Dritter 10,4 Sekunden. Sordo, Neuville, Nowikow, Hirvonen, Al-Attiyah, Tänak und Prokop komplettierten die Top10. Zu diesem Zeitpunkt betrug Loebs Führung in der Gesamtwertung 15,8 Sekunden.

SS19: Sordo scheidet aus, Solberg punktet

Auf der abschließenden Power-Stage wurde Solberg für seinen Einsatz belohnt. Die etwas mehr als vier Kilometer lange Prüfung schloss der Ford-Pilot nach 2:32,9 Minuten ab und war damit 1,1 Sekunden schneller als Hirvonen. Al-Attiyah überraschte mit Platz drei und nahm Loeb den Punkt weg. Der amtierende Weltmeister war zwei Zehntel langsamer als der Mann aus Katar. Pech hatte Sordo, der kurz vor Schluss ausschied und damit Platz drei verlor.

Gesamtwertung nach 19 von 19 Prüfungen (Top10):

01. Sebastien Loeb (Citroen) - 5:34:38.8 Stunden
02. Mikko Hirvonen (Citroen) - + 0:15,2
03. Mads Östberg (Ford) - + 3:10,4
04. Martin Prokop (Ford) - + 9:45,3
05. Thierry Neuville (Citroen) - + 11:17,6
06. Petter Solberg (Ford) - + 12:02,2
07. Sebastien Ogier (Skoda) - + 12:25,3
08. Jewgeni Nowikow (Ford) - + 21:10,2
09. Nasser Al-Attiyah (Citroen) - + 28:22,6
10. Ott Tänak (Ford) - +37:21,8

Fotoquelle: Red Bull/GEPA

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