Ott Tänak war in diesem Jahr schon mehrmals auf Abwegen unterwegs

Rallye 2012

— 04.05.2012

Wilson von Tänak enttäuscht

M-Sport-Chef Malcolm Wilson ist enttäuscht von Ott Tänak und will Verbesserungen sehen - Der 24-jährige Este war auch in Argentinien in Zwischenfälle verwickelt

Ott Tänak ist einer der talentiertesten Nachwuchsfahrer in der Rallye-Szene, doch in diesem Jahr ist es für den Esten bisher überhaupt nicht gut gelaufen: Platz acht in Monte Carlo, Ausfall in Schweden, Rang fünf in Argentinien, 14 in Portugal und Platz zehn in Argentinien. Der 24-Jährige stand bisher klar im Schatten seiner Ford-Markenkollegen Jewgeni Nowikow und Mads Östberg. Zuweilen ließ Tänak seinen Speed mit starken Zeiten aufblitzen, doch mehrere Unfälle sorgten für schlechte Ergebnisse. Auch in Argentinien flog der Fahrer von M-Sport in SS4 von der Straße und musste auf die Rallye2-Regel zurückgreifen.

Teamchef Malcolm Wilson übt mittlerweile Kritik an Tänak, denn seine Leistungen müssen besser werden. Über kurz oder lang wird sich auch das Werksteam von Ford neu aufstellen, denn Jari-Matti Latvala hat in diesem Jahr auch nicht die geforderten Ergebnisse gebracht. Petter Solberg hatte zwar viel Pech, doch mit 37 Jahren wird auch seine Karriere bald zu Ende gehen. Die jungen Fahrer wie Östberg, Nowikow und Tänak können sich mit guten Ergebnissen für die Zukunft im Werksteam empfehlen.

Davon ist Tänak momentan weit entfernt. "Ich muss sagen, dass ich von Ott sehr enttäuscht war", spricht Wilson gegenüber 'Autosport' offen aus. "Sein Ziel war es, die Rallye zu beenden, aber gleich in den ersten drei Prüfungen gab es selbstverschuldete Zwischenfälle. Das war sehr enttäuschend." In SS2 hatte Tänak einen Reifenschaden, in SS3 gab es einen Schaden an der Lenkung und in SS4 flog er schließlich von der Straße.

"Sein primäres Ziel war es, die Rallye zu beenden. Darüber hatten wir im Vorfeld gesprochen und uns darauf geeinigt", so Wilson. "Argentinien ist eine sehr lange Rallye, die längste im Kalender. Diese Rallye wird auch in der WM bleiben. Deshalb war es wichtig, Erfahrung bei diesen Prüfungen zu sammeln. Das war keine Rallye, bei der wir seine Pace sehen mussten."

Tänaks Platz bei M-Sport ist derzeit sicher, aber Wilson will Verbesserungen sehen. Dagegen machte es Östberg besser. Als der Norweger einen großen Zeitrückstand auf den vor ihm platzierten Fahrer und gleichzeitig ein angenehmes Polster nach hinten hatte, fuhr er besonnen und arbeitete am Aufschrieb für das kommende Jahr.

Fotoquelle: xpbimages.com

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