Derzeit wird über die Anzahl der Rallyes für das kommende Jahr diskutiert

Rallye 2012

— 10.05.2012

Diskussionen über Anzahl der Rallyes 2013

Die FIA und die Hersteller sind sich beim Kalender für 2013 wieder einmal uneins - Die Hersteller favorisieren zwölf Läufe, damit das Budget im Rahmen bleibt

Derzeit wird am Kalender der Rallye-WM für die kommende Saison gearbeitet. Es wird einige Veränderungen geben. So werden aller Voraussicht nach Neuseeland und die berühmte Akropolis-Rallye über die Klippe springen. Die Finanzkrise in Griechenland hinterlässt auch im Motorsport seine Spuren. Dafür werden voraussichtlich Südafrika und Brasilien neu hinzukommen.

Am Mittwoch dieser Woche gab es ein FIA-Meeting, wo der erste Kalenderentwurf vorgelegt werden sollte. Am Donnerstag gab es schließlich Gespräche zwischen den Herstellern. Unklar ist derzeit, wie viele Rallyes der Kalender umfassen soll. Es geht wie immer ums Budget. Die FIA favorisiert 13 Rallyes, so wie in diesem Jahr, aber die Hersteller tendieren zu zwölf.

"Es ist schwierig zu sagen, was die ideale Anzahl ist", sagt VW-Motorsport-Direktor Jost Capito. "Ich denke, zwischen zehn und 13, und zwölf wäre die ideale Zahl." Die unmittelbare Zukunft der Rallye Deutschland ist auch durch Volkswagen gesichert. "Für einen deutschen Hersteller ist es der Heimatmarkt und sollte regelmäßig vertreten sein", so Capito. Dennoch gibt es auch in der Rallye-WM den Trend, dass man Europa verlässt. Auch wenn es nicht ganz so gravierend ist wie in anderen Serien.

"Es ist eine Weltmeisterschaft und sie kann nicht nur in Europa stattfinden. Gemäß FIA-Statuten muss eine Weltmeisterschaft mindestens auf drei Kontinenten stattfinden. Die Hersteller sind gefragt worden, wie sie das sehen. Sie haben die Länder abgegeben, die für sie wichtig sind. Da herrscht eine große Übereinstimmung. Südamerika ist sicher wichtig."

"Die Bestrebungen gehen dahin, dass dort mehr Rallyes aufgenommen werden. Europa ist nach wie vor wichtig, keine Frage. Dann ist noch im Gespräch, wie viele Rallyes überhaupt stattfinden sollen. Der Kalenderprozess läuft zur Zufriedenheit der Hersteller und der FIA", sagt der neue Motorsportchef von VW. Während die Wolfsburger 2013 neu einsteigen, ist der PSA-Konzern schon seit vielen Jahren in der WRC engagiert.

Auch bei den Weltmeistern sitzt das Geld nicht locker. "Wir müssen beim Budget auf dem gleichen Level bleiben", wird Citroen-Teamchef Yves Matton von 'Autosport' zitiert. "Ich akzeptiere, dass die FIA vier Rallyes außerhalb Europas haben will. Das ist okay, aber das bedeutet auch, dass wir nur noch acht Läufe in Europa haben. Neun Rallyes zu haben ist unmöglich. Das geht sich mit dem Budget nicht aus."

Viele Faktoren beeinflussen das Budget

Ein weiterer Kostenfaktor sind längere Rallyes, so wie zuletzt Argentinien. Die FIA möchte einigen Veranstaltungen einen Marathon-Charakter geben. "Man muss sehen, wie sich das entwickelt", findet Capito. "Bei einigen Rallyes passt es ins Konzept. Wir wissen alle, wie schwierig es ist, Genehmigungen zu bekommen. Je länger eine Rallye ist, desto schwieriger ist es Genehmigungen zu bekommen. Ich weiß nicht, ob es für alle Rallyes möglich ist."

"Ich denke, die FIA weiß auch, dass sie da flexibel sein muss. Es spricht nichts dagegen, dass eine Rallye auch mal länger sein kann." Dennoch lassen oft viele Privatiers die Überseeläufe aus, weil sie einfach zu teuer sind. "Es haben viele Faktoren einen Einfluss auf die Kosten. Die Länge spielt sicher eine Rolle, aber die Anzahl der Rallyes spielt eine größere Rolle."

"Ich denke, wir müssen eine Möglichkeit finden, die die Hersteller auch akzeptieren und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ermöglicht. Wo eine Rallye stattfindet, hat auch einen Einfluss auf die Kosten", sagt Capito.

Fotoquelle: xpbimages.com

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