74 Punkte Rückstand hat Jari-Matti Latvala auf Sebastien Loeb

Rallye 2012

— 29.05.2012

Latvala: "Wir müssen gewinnen"

Jari-Matti Latvala meldete sich mit einem Podestplatz aus der Verletzungspause zurück - Um in der WM noch eine Chance zu haben, müssen Siege folgen

Nachdem Jari-Matti Latvala aufgrund seiner Schlüsselbeinverletzuung die Argentinien-Rallye auslassen musste, meldete sich der Ford-Werksfahrer in Griechenland zurück. Die Schulter bereitete dem Finnen kaum noch Probleme und von Beginn an war er wieder auf Tempo und lieferte sich bis Samstagnachmittag ein Duell mit Sebastien Loeb um den Sieg. Ein Fahrfehler und ein anschließender Reifenschaden machten die Sieghoffnungen zunichte. Schließlich wurde es Platz drei. In der bisherige Pleiten-, Pech- und Pannensaison ist das Podium ein Lichtblick, denn neben dem Sieg in Schweden ist es Latvalas einzig richtig zählbares Resultat in diesem Jahr.

"Es war wirklich toll, dass ich wieder auf Tempo war, denn natürlich hatte ich einige Zweifel. Die anderen Jungs sind in Argentinien 500 Kilometer gefahren, die ich verpasst habe", sagt Latvala. "In Finnland machten Miika (Anttila, Co-Pilot; Anm. d. Red.) und ich einige Trainings für den Aufschrieb. Zum Glück hatte ich dann den Test", beschreibt er seine Vorbereitungen. "Es war dort schön zu sehen, dass der Speed da war. Alles sah zunächst gut aus."

Latvala startete mit drei Bestzeiten in die Rallye, doch dann passierte das erste Missgeschick. "Es war ein kostspieliger Fehler von mir. Es hatte über Nacht geregnet und es passierte in einer sehr matschigen Passage. In einer 90 Grad Linkskurve kurz vor der Abzweigung fühlte ich nach den Bremsen und es fühlte sich in Ordnung an. Dann blockierten sie aber und der Motor starb ab. Ich konnte zwar steuern, aber der Motor lief nicht."

"Ich konnte dann nicht mehr steuern und sah einen Baum, einen kleinen Baum, aber auch eine offene Fläche und ich dachte mir, dass ich dorthin fahre. Der Motor sprang wieder an und ich steuerte dorthin. Danach war Sebastien in Führung. Danach hatte ich in den Prüfungen fünf und sechs zu kämpfen." War es richtig, bei so einer harten Rallye voll anzugreifen? "Es war ein großes Duell. Für Samstag machte ich mir Sorgen."

"Ich wusste, dass Seb seinen Espresso trinken und sehr motiviert sein würde. Ich konnte den Kampf aber fortsetzen. Es waren einige gute Prüfungen, aber dann kam der Nachmittag." Dann musste Latvala schließlich alle Sieghoffnungen begraben. "Ich hätte auch Platz zwei absichern können, aber wenn wir als Team näher an Citroen herankommen und ich Fahrerweltmeister werden will, dann muss ich den Sieg anpeilen."

Siege sind das Ziel

"Man kann nicht auf Sicherheit spielen, wenn man Weltmeister werden will. Ich weiß, dass ich einen großen Punkterückstand habe und mir ist ein Fehler unterlaufen. In diesem Bereich ist Seb sehr, sehr stark. Er macht keine Fehler. Man muss das in der Zukunft im Hinterkopf behalten, nämlich attackieren, aber auch darüber nachdenken. Ich kam etwas von der Linie ab und handelte mir einen Reifenschaden ein. Dazu gab es das Bremsproblem. So ist die Akropolis. Man pusht am Limit und dann können solche Dinge passieren."

Abgesehen von der Schweden-Rallye hat Ford einige Siegchancen weggeworfen. Was soll sich bei den kommenden Läufen ändern? "Ich glaube, wir haben alle Rallyes in diesem Jahr angeführt. Wir haben viele Prüfungen gewonnen, auch Power Stages und Qualifikationen, aber wenn man sich die Resultate ansieht, dann liegt Citroen weit in Führung. Was machen wir anders?", fragt sich Latvala.

"Wir haben zweifellos den Speed. Die Jungs haben am Auto tolle Arbeit geleistet und es ist sehr zuverlässig. Wenn man aber attackiert, dann ist das Risiko immer höher. Wie viel Risiko können wir nehmen? Wir brauchen Resultate und dafür kann man nicht auf Sicherheit spielen. Wir müssen gewinnen. Zweite und dritte Plätze helfen uns nicht im WM-Kampf."

Fotoquelle: xpbimages.com

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