Bei Citroen läuft es wie am Schnürchen Richtung erneuter Titelverteidigung

Rallye 2012

— 08.06.2012

Matton: "Neue Märkte sind wichtig"

Mit Yves Matton ist bei Citroen wieder Ruhe eingekehrt - Dennoch muss sich der Teamchef mit den diversen Krisen der Rallye-WM auseinandersetzen

Bei Citroen gab es im Winter einige Umstellungen. Nachdem sich im Vorjahr Sebastien Loeb und Sebastien Ogier einen Stallkrieg geliefert hatten, wollte der PSA-Konzern wieder Ruhe in das Rallye-Team bringen. Der Vertrag mit Ogier wurde aufgelöst und Mikko Hirvonen geholt. Dazu übernahm Yves Matton die Rolle des Teamchefs von Olivier Quesnel. Letzterer stand Ogier nahe und der Führungswechsel soll auch mit den internen Querelen des Vorjahres zu tun gehabt haben. Ruhe ist eingekehrt und sportlich läuft es auch nach Plan, denn Loeb ist auf dem Weg zu seinem neunten WM-Titel in Folge und Citroen führt auch die Herstellerwertung an.

Dennoch ist Matton zu keiner einfachen Zeit ans Ruder gekommen, denn gleich bei seinem Amtsantritt verlor die FIA den Promoter North One Sports durch die Insolvenz. Ein neuer Promoter ist noch nicht gefunden worden, doch angeblich soll bei der Sitzung des Weltrates am 15. Juni etwas verkündet werden. "Die Probleme mit dem Promoter sind sicher nicht einfach, aber das FIA-Team mit Michele Mouton, Jarmo Mahonen und Alex Gueschir leisten in dieser schwierigen Situation gute Arbeit", wird Matton von der 'GPWeek' zitiert.

"Ich hoffe, dass wir eine gute Lösung finden werden." Wie diese allerdings aussehen soll, ist unklar. In erster Linie sollen die TV-Übertragungen besser werden. In vielen Ländern ist auf der Mattscheibe kaum etwas von der WRC zu sehen. Der Internetstream, der im Vorjahr bei der Frankreich-Rallye probiert wurde, kam gut an, doch das ist eine Frage der Kosten. "Ich sehe die TV-Übertragung auf dem gleichen Level wie im Vorjahr", findet Matton. "In einigen Ländern, wie Frankreich, ist es sogar besser."

"Es wird sehr bald wichtig sein zu definieren, was die Mission des neuen Promoters sein soll, wie die FIA es organisieren will und welches System sie nutzen wollen. Wird es einen externen Promoter wie North One geben, der sich um alles kümmert, oder wir der Job unter mehreren Firmen aufgeteilt? Das sind die wichtigsten Punkte." Der Promoter ist aber nur eine Sache. Derzeit schwellen Diskussionen zwischen den Rallye-Veranstaltern und der WRC-Kommission.

Den Organisatoren wurde ein Vertrag vorgelegt, der nur für 2013 gilt und laut dem die Veranstalter mehr bezahlen müssen. Diese sind natürlich nicht damit zufrieden. Da im kommenden Jahr zwölf Läufe ausgetragen werden sollen, muss die FIA Platz für neue Rallyes schaffen, die sich die Hersteller wünschen. "Es ist wichtig, dass die WRC in neue Märkte geht, nach Wachstumsländer wie Brasilien, China und Russland", so Matton.

"Die FIA kennt das Problem und sehen sich das an, aber es ist nicht einfach." Schritt für Schritt sollen neue Länder in den Kalender aufgenommen werden. Trotzdem sollen Traditionsrallyes nicht gestrichen werden. "Wir müssen die Tradition aufrechterhalten und gleichzeitig neue Technologie einführen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es die WRC schon lange gibt", erinnert Matton. "Die Welt ist aber nicht so wie vor 15 Jahren und wir müssen uns darauf einstellen."

Derzeit gibt es noch viel für die kommende Saison auszusortieren. Sicher ist, dass Volkswagen im Januar 2013 bei der Rallye Monte Carlo am Start stehen wird. Es wird auch mit Spannung erwartet, wie sich VW in der WM einbringen wird. "Ich würde nicht sagen, dass sie Veränderung bringen, aber sie werden sicher interessante Ideen einbringen", erwartet der Citroen-Teamchef. "Sie wollen aber nicht die Rallye nach ihren Ideen gestalten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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