Von seinen insgesamt 157 Rallyes hat Sebastien Loeb deren 71 gewonnen

Rallye 2012

— 09.06.2012

Matton: "Loeb will immer gewinnen"

Citroen-Teamchef Yves Matton geht davon aus, dass Sebastien Loeb Ende 2013 seine Rallye-Karriere beenden wird - Einen Nachfolger zu finden wird schwierig

Bei Citroen läuft alles perfekt: Sebastien Loeb hat vier der sechs Rallyes in dieser Saison gewonnen und ist auf dem besten Weg zu seinem neunten WM-Titel in Folge. Neuzugang Mikko Hirvonen hat gezeigt, dass er gewinnen kann, wenn Loeb nicht zur Stelle ist. Außerdem sorgte der Finne bei drei Rallyes für den Doppelsieg, was Citroen eine komfortabel Führung in der Herstellerwertung einbrachte. Die Welt bei Citroen ist heil, doch langsam müssen sich die Verantwortlichen Gedanken über die Zukunft machen. Es stellt sich die große Frage: Was kommt nach Loeb?

Der Franzose wird in naher Zukunft seine Rallye-Karriere beenden und sich der Langstrecke widmen. Sein eigenes Team wird derzeit von Dominique Heinz aufgebaut und nahm am vergangenen Wochenende auch beim Vortest in Le Mans teil. Loeb saß selbst am Steuer des Oreca-Nissan. Ob er im kommenden Jahr bei den berühmten 24 Stunden starten wird, ließ der Allrounder aber offen. Citroen muss sich deshalb um die Zeit nach der Loeb-Ära kümmern.

Yves Matton wurde im Januar als Teamchef installiert und bekam zwei Ziele zugewiesen: "In diesem Jahr soll der Markenweltmeistertitel gewonnen werden. Die zweite Aufgabe ist, eine Nachfolge für Loeb zu finden, wenn er aufhört. Derzeit gehen wir davon aus, dass das am Ende des nächsten Jahres sein wird", so Matton gegenüber der 'GPWeek'. Citroen und Loeb sind ganz eng miteinander verbunden, vor allem in der öffentlichen Wahrnehmung.

Auch aus diesen Imagegründen wollte der PSA-Vorstand im Vorjahr unbedingt Loeb halten und setzte dafür Sebastien Ogier vor die Türe, der als Nachfolger aufgebaut worden war. In Zukunft wird der 28-Jährige in einem Volkswagen ein harter Konkurrent für Citroen sein. "Citroens Rallye-Engagement ist langfristig", so Matton. "Die Verträge mit Mikko und Nasser sind langfristig geschlossen worden. Die Strategie der Firma ist es, auch noch lange im Rallye-Sport zu bleiben."

"Es wäre für Citroen natürlich anders, wenn Sebastien nicht hier wäre. Sebastien und Citroen sind in den vergangenen Jahren gemeinsam gewachsen. Selbst als im Vorjahr die neuen Autos gekommen sind, ist der Name der Firma weitergewachsen. Deshalb ist Sebastien ein wahrer Botschafter der Marke und wird es auch noch lange bleiben", ist Matton überzeugt.

Der neue Teamchef ist schon seit 1996 bei Citroen und seit 2001 in der Rennabteilung. Matton hat den Aufstieg Loebs aus nächster Nähe miterlebt und kennt die Qualitäten des Ausnahmekönners. "Was mich am meisten beeindruckt ist, dass er seine Motivation seit 2003, seit damals kenne ich ihn, nie verloren hat. Er hat immer noch die gleiche Motivation und die gleiche Leidenschaft. Er ist kein Verlierer, sondern will immer gewinnen."

"Er hat all die unterschiedlichen Qualitäten, die man bei den Fahrern finden kann. Er hat sie alle", schwärmt Matton. Die Fußstapfen, die Loeb hinterlässt, sind groß. Seit der Trennung von Ogier wird der Belgier Thierry Neuville als möglicher Nachfolger aufgebaut, um den das Juniorteam in diesem Jahr strukturiert ist.

Fotoquelle: xpbimages.com

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