Prodrive-Boss David Richards hofft auf einen Weg aus der Krise

Rallye 2012

— 15.06.2012

Richards: "Brauchen eine starke Führung"

Prodrive-Boss David Richards hofft, dass die WRC-Krise bald aussortiert ist - Für einen neuen Hersteller könnten sich interessante Möglichkeiten ergeben

Mit Spannung wird in der Rallye-Szene das heutige Meeting des Motorsportweltrats erwartet. Die Krise der WRC ist noch nicht überstanden und heute sollen Entscheidungen bezüglich des Kalenders und des Promoters fallen. Prodrive-Boss David Richards sieht in der aktuellen Krise auch eine Chance für die Zukunft. Sein Team wurde von der Krise aber auch getroffen, denn man konnte kein Budget für die komplette Saison aufbringen, weshalb Dani Sordo im MINI nur ausgewählte Rallyes bestreitet. Kris Meeke ist in diesem Jahr noch überhaupt nicht im Wettbewerb gefahren.

"Wir können im Moment nicht hinausgehen und das den Sponsoren anbieten. Es ist zur Zeit nicht haltbar. Wir brauchen eine starke Führung. Entweder spannen alle, die Teams, die Veranstalter und die FIA zusammen, oder man findet einen Promoter wie Bernie Ecclestone in der Formel 1", wird Richards von 'Autosport' zitiert. "Einige Leute finden seinen Führungsstil geschmacklos, aber niemand kann etwas gegen seinen Erfolg sagen."

Auf dem Papier sah alles vor einem halben Jahr noch gut aus. Volkswagen hat die Teilnahme an der WRC ab 2013 bestätigt und MINI war auch zurück. Obwohl der John Cooper Works WRC konkurrenzfähig ist, wurde aus finanziellen Gründen der Stecker gezogen und man fährt nur ein eingeschränktes Programm. "Wir sind sehr frustriert", sagt Richards. "Wir haben vor drei Monaten entschieden, dass wir kürzer treten. Ich habe vor einigen Wochen mit einer Werbeagentur gesprochen und ich wurde gefragt was mit der WRC los ist. Ich konnte es nicht beantworten."

"Es ist eine Weltmeisterschaft. Sie hat eine tolle Geschichte und ein außergewöhnliches Erbe. Es ist eine weltweite Serie, das dürfen wir nicht vergessen." Deshalb glaubt Richards, dass die Krise für einen neuen Hersteller eine gute Möglichkeit bietet. "Wenn ich ein neuer Hersteller wäre, dann würde ich meine Teilnahme nicht bestätigen, aber die ganze Entwicklung und so weiter erledigen. Dank der technischen Regeln ist das auf einem bescheidenen Level zu schaffen. Sollten Citroen oder VW über ihre Teilnahme nachdenken, könnte sich ein Hersteller mit der richtigen Initiative den WM-Titel schnappen."

Fotoquelle: xpb images

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