Der Ford Fiesta RS WRC von Manfred Stohl/Ilka Minor in Auckland

Rallye 2012

— 20.06.2012

Stohl: Eine Rutschpartie am anderen Ende der Welt

Bei der Neuseeland-Rallye steht für Manfred Stohl die Gewöhnung an den Ford Fiesta RS WRC im Vordergrund - Schreck bei der Streckeninspektion

Die erste Anstrengung haben Manfred Stohl und seine Co-Pilotin Ilka Minor bereits hinter sich gebracht. Denn auch wenn man im Flugzeug nur herumsitzt, an die Substanz geht so ein 28-Stunden-Trip von Wien via Dubai nach Auckland in Neuseeland dennoch. Jetzt gilt es für das Duo und die gesamte Crew des von Stohl geleiteten Brazil World Rally Teams, sich so rasch wie möglich zu akklimatisieren.

Zehn Stunden ist man in Auckland der Mitteleuropäischen Sommerzeit voraus. Umso näher rückt der überraschende Piloteneinsatz bei der Neuseeland-Rallye, der sich für Teamchef Stohl durch den Ausfall seines noch rekonvaleszenten Fahrers Daniel Oliveira aufgetan hat.

Im Vordergrund steht für den Österreicher die Gewöhnung an das Arbeitsgerät. Im Ford Fiesta RS WRC, der im Servicecenter im Areal des Viaduct Event Centers in Auckland von den Stohl-Racing-Technikern auf Vordermann gebracht wird, saß das Duo Stohl/Minor praktisch noch nicht. "Der erste Trainingstag wird uns aber doch ein wenig Gelegenheit dazu gegeben, um das nachzuholen", sagt Stohl.

"Immerhin sind da drei Prüfungen über jeweils 30 Kilometer dabei und noch eine andere, die über zehn Kilometer führt." Stohl, der im Jahr 2006 bei der Neuseeland-Rallye hinter den Finnen Marcus Grönholm und Mikko Hirvonen auf Platz drei fuhr, bemerkte jedoch gleich bei der ersten Begutachtung einen terrain-technischen Unterschied zu früher - und das ist kein erfreulicher: "Leider musste ich zu meinem Schrecken feststellen, dass der für Neuseeland typische runde Schotter im Gegensatz zu früher noch 'rolliger' geworden ist. Das heißt, es liegt noch mehr loser Schotter über dem festen Untergrund."

Dieser rutschige Umstand macht den WM-Lauf am anderen Ende der Welt so unnachahmlich. Die Neuseeland-Rallye steht nicht zuletzt gerade deswegen für die vielen Drift-Liebhaber im Starterfeld ganz oben auf der persönlichen Beliebtheitsskala. "Das ist ja alles gut und schön", sagt Stohl, "auch ich liebe den Drift und die Neuseeland-Rallye, aber sie muss es einem WM-Wiedereinsteiger ja nicht schwerer machen, als sie eh schon ist."

Fotoquelle: Stohl Racing

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