Mikko Hirvonen darf in Neuseeland weiter um den Sieg kämpfen

Rallye 2012

— 22.06.2012

Citroen schließt Teamorder vorerst aus

Citroen hat Petter Solberg noch auf der Rechnung und will seine Fahrer daher (noch) nicht einbremsen - Auch Ford traut dem Norweger noch einiges zu

Nach dem ersten Tag der Rallye Neuseeland zeigt sich in der Gesamtwertung ein Bild, welches einem in dieser Saison bekannt vorkommt: Sebastian Loeb führt mit knappen vier Sekunden vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen, die Verfolger in Person der Ford-Piloten Jewgeni Nowikow und Petter Solberg liegen schon über eine Minute zurück. Bei vorherigen Rallyes hatte Citroen bei dieser Ausgangslage den Doppelsieg durch eine Teamorder abgesichert, doch das schließt Teamchef Yves Matton vorerst aus.

"Wir können unseren Fahrern nicht sagen, dass sie ihre Postionen halten sollen und zusehen, wie von hinten die Ford herankommen", wird Matton von 'Autosport' zitiert. "Wir wissen, dass Petter noch einige weiche Reifen übrig hat, was für den Fall, dass das Wetter am Sonntag so nass wie vorhergesagt wird, zum Problem werden könnte." Solberg hatte heute Vormittag im Gegensatz zu den Citroen-Piloten die harte Reifenmischung gewählt und dadurch viel Zeit verloren.

Doch die aufgesparten weichen Reifen könnten am Sonntag, wo schwere Regenfälle vorhergesagt sind, zum Trumpf werden. Darauf hofft auch Ford. "Petter hat noch sechs weiche Reifen übrig, das sollte ein Vorteil sein, wenn es regnet", bestätigt Ford-Teamchef Malcolm Wilson gegenüber 'Autosport'. "Unter normalen Umständen wäre es bei diesem Abstand unmöglich, aber es gibt diese Wetterwarnung für Samstagabend und Sonntag, und dann hätte Petter das perfekte Paket."

Das hat auch Matton auf der Rechnung, daher steht für den Teamchef fest. "Wir müssen weiterhin Druck machen, im Moment dürfen sie frei fahren. Ich habe ihnen nur gesagt, dass sie beide Autos ins Ziel bringen sollen." Hirvonen freut sich über die Entscheidung seines Chefs: "Es ist gut, dass Yves das gesagt hat. Ich habe Vertrauen ins Auto und habe mich heute gut gefühlt. Ich hatte noch nie ein solch gutes Auto wie am Ende der Whaanga-Coast-Prüfung, das war fantastisch."

Solberg selbst ist jedoch pessimistisch, ob am Sonntag eine Aufholjagd noch möglich ist. "Es gibt am Sonntag nicht mehr so viele Kilometer, auf denen ich Zeit gutmachen kann." Die sieben Wertungsprüfungen des Schlusstages führen über eine Distanz von nur 61,33 Kilometern. "Aber ich werde weiter Druck machen."

Fotoquelle: xpb images

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