Sebastien Loeb geht als Führender in den Schlusstag

Rallye 2012

— 23.06.2012

Zweiter Tag: Spannendes Citroen-Duell an der Spitze

Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen liefern sich einen packenden Zweikampf um die Führung der Rallye Neuseeland - Solberg neuer Dritter, Stohl weiter auf elf

Das Duell der beiden Citroen-Werksfahrer um den Sieg bei der Rallye Neuseeland wurde auch am zweiten Tag fortgesetzt. Zwar behauptete Sebastien Loeb seine Führung, doch Mikko Hirvonen ließ sich nicht abschütteln und liegt weiterhin in Schlagdistanz zum achtmaligen Weltmeister. Nach fast dreieinhalb Stunden Fahrzeit sind die beiden Citroen-Piloten am Ende des zweiten Tages nur um 6,4 Sekunden voneinander getrennt.

"Das war heute ein guter Kampf mit Mikko", wird Loeb von 'wrc.com' zitiert. "Am Nachmittag war es schwierig, sehr rutschig und die Prüfung "Girls High School" mag ich wirklich nicht. Sie ist sehr technisch, dort habe ich heute Vormittag rund acht Sekunden verloren. Das Duell mit Mikko ist sehr spannend, ich muss morgen alles geben, um ihn hinter mir zu halten." Auch der Finne rechnet sich am Schlusstag trotz eines Fragezeichens bei den Reifen noch Chancen aus. "Ich habe keine weichen Reifen mehr und weiß nicht, ob Seb noch welche hat. Es wir morgen ein harter Kampf mit ihm, aber es ist immer noch ein Tag."

Petter Solberg (Ford) verbesserte sich auf den dritten Platz, muss bei einem Rückstand von 1:33 Minuten am Schlusstag jedoch auf einen Fehler der Citroen-Fahrer hoffen. "Ich bin sehr zufrieden", sagt Solberg. "Wir sind zurück auf dem Podium, ich bin sauber gefahren und kein Risiko eingegangen. Ich werde nichts Verrücktes machen, aber die beiden Jungs an der Spitze kämpfen um den Sieg, da weiß man nie, was noch geschieht."

WRC-Rückkehrer Manfred Stohl ist mit Beifahrerin Ilka Minor weiterhin hinter Ken Block Elfter und schnuppert damit an WM-Punkten. "Das Auto läuft gut, auch ohne Test gab es keine Probleme", wird der Österreicher von 'wrc.com' zitiert. "Es macht alles, was ich will und reagiert sehr gut. Mein Ziel für den letzten Tag ist, auf der Strecke zu bleiben. Ich freue mich darüber, wie es bisher gelaufen ist, und möchte das Auto auf der Straße halten und ins Ziel kommen."

SS9 - SS11: Ford bestimmt das Tempo

Am Samstagvormittag ließ der angekündigte Regen auf sich warten, stattdessen erwartete die Fahrer Sonnenschein. "Es ist überraschend trocken, nur etwa 30 Prozent der Strecke waren noch feucht", sagt Ford-Pilot Jari-Matti Latvala. Die 17,61 Kilometer lange Wertungsprüfung "Batley" gewann Solberg vor Loeb und Hirvonen. Dadurch verdrängte der Norweger seinen Markenkollegen Jewgeni Nowikow in der Gesamtwertung vom dritten Platz. "Die Zeit ist gut. Unser Ziel ist das Podium, und dann müssen wir abwarten, was an der Spitze geschieht", so der Norweger.

Auf der folgenden Wertungsprüfung "Brother Mititai" (23,22 km) erlebten die Zuschauer extrem enge Zeitabstände. Latvala fuhr die Bestzeit, den zweiten Platz teilten sich Thierry Neuville (Citroen) und Nowikow mit einem Rückstand von 0,7 Sekunden. Selbst Hirvonen, der nur die siebtschnellste Zeit fuhr, war lediglich 2,9 Sekunden langsamer als sein finnischer Landsmann. Dieser schien von seiner Bestzeit überrascht. "Eine sehr schöne Prüfung, aber da ich als Fünfter starte, befindet sich noch sehr viel loser Schotter auf der Strecke", so Latvala, während Hirvonen mit Blick auf seinen Teamkollegen sagt: "Ich muss irgendetwas ausprobieren, sonst enteilt er mir."

Dies gelang dem Finnen auf der 26,99 Kilometer langen, von Loeb ungeliebten Wertungsprüfung "Girls High School". Hinter Solberg war Hirvonen Zweitschnellster, während Loeb nur die fünfschnellste Zeit fuhr. "Mikko war vor allem in den matschigen Abschnitten schneller als wir", erklärt der Franzose, dessen Vorsprung auf 1,7 Sekunden geschmolzen war. Stohl hingegen haderte mit den Reifen. "Die Bedingungen sind einfacher, aber dennoch werden die Prüfungen schwieriger. Ich habe nur noch harte Reifen übrig, aber die weichen wären jetzt die bessere Wahl."

SS12 - SS15: Loeb schlägt zurück

Nach der Mittagspause erkannte Loeb, dass seine Führung ernsthaft in Gefahr war, und zog das Tempo an. Das Resultat waren zwei Bestzeiten auf den Wertungsprüfungen "Waipu Gorge" (11,38 km) und Brooks (13,6 km). Damit vergrößerte er den Abstand auf Hirvonen wieder auf zwischenzeitlich 5,4 Sekunden. "Ich wollte im Zweikampf mit meinem Teamkollegen kein Risiko eingehen, habe dann aber realisiert, dass es notwendig ist. Jetzt gebe ich Vollgas, und es fühlt sich viel besser als am Morgen an", so Loeb. Hirvonen hingegen kam am Nachmittag nur schwer in Schwung. "Die lange Pause war nicht gut für mich, ich bin nicht gut gefahren."

Bei der zweiten Durchfahrt der "Brother Mititai" wechselten dann die Wetterbedingungen: Regen setzte ein. "Es ist sehr rutschig, aber noch kontrollierbar. Die Bedingungen ändern sich ständig, man muss sehr konzentriert sein", beschreibt Stohl die Verhältnisse. "Der Regen war für uns etwas unglücklich, denn unsere Abstimmung ist auf trockene Bedingungen ausgelegt", erklärt Latvala, was ihn aber nicht davon abhielt, auf der vorletzten Wertungsprüfung des Samstags seine erste Bestzeit am zweiten Tag zu fahren. Hinter dem Ford-Piloten reihten sich Loeb und Hirvonen ein.

Hirvonen war es dann auch, der zum Abschluss des zweiten Tages auf der "Girls High School" die Bestzeit fuhr, allerdings nur denkbar knapp: Latvala hatte gerade einmal 0,1 Sekunden Rückstand auf seinen Landsmann. Auch Solberg (+ 1,1) und Loeb (+ 1,5) waren kaum langsamer als Hirvonen, wodurch es in der Gesamtwertung keine Verschiebungen mehr gab. Loeb startet mit einem Vorsprung von 6,4 Sekunden auf Hirvonen in den Schlusstag der Rallye Neuseeland.

Fotoquelle: xpbimages.com

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