Petter Solberg ist die WRC-Dominanz von Sebastien Loeb und Citroen leid

Rallye 2012

— 30.06.2012

Solberg frustriert: "Immer nur Citroen und Loeb als Sieger"

Ford-Werksfahrer Petter Solberg bezeichnet den neuerlichen Durchmarsch von Sebastien Loeb als "langweilig" und hofft auf ein Ende seiner eigenen Durststrecke

Fr Petter Solberg brachte auch der Trip ans andere Ende der Welt nicht den erhofften ersten Sieg seit seinem Wechsel ins Ford-Werksteam. Hinter dem Citroen-Duo Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen beendete der Norweger die Rallye Neuseeland auf Platz drei. Seine Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg musste der Ex-Weltmeister bereits auf der ersten Etappe begraben.

"Ich konnte es einfach nicht glauben. Unsere Hoffnungen auf den Sieg waren vorber, bevor die Rallye berhaupt richtig angefangen hatte", schildert Solberg in seiner Kolumne fr 'Autosport' und erklrt: "Wir entschieden uns am Freitagmorgen fr den harten Reifen. Es war uns klar, dass diese Wahl ein Risiko darstellen wrde und sie ging nach hinten los."

Von Prfung zu Prfung verlor der Ford-Pilot mehr an Boden und musste angesichts von eineinhalb Minuten Rckstand auf die Spitze am Ende der ersten Etappe schlielich einsehen: "Auf diesen Pisten mit dem losen Schotter wren die weicheren Reifen die bessere Wahl gewesen." Schuldzuweisungen macht Solberg aber keine: "Es war eine Entscheidung des Teams, in die ich genauso involviert war wie alle anderen."

Auf den Etappen zwei und drei konnte der Norweger den Rckstand nicht mehr aufholen und musste schlielich mit Platz drei Vorlieb nehmen. "Ich kam wirklich mit groen Hoffnungen auf den Sieg nach Neuseeland und dann das. Es tut einfach nur weh", so der Ford-Pilot, der am Samstag und Sonntag nicht mehr alles riskierte. "Nachdem ich es bei der Akropolis-Rallye bertrieben hatte und ein Prozent ber dem Limit unterwegs war, konnte ich mir so etwas nicht noch einmal erlauben", spricht er seinen Fahrfehler in Griechenland auf der Verfolgung von Loeb an.

Whrend Solberg immerhin einen Podestplatz retten konnte, verlor Teamkollege Jari-Matti Latvala am Steuer des zweiten Fiesta RS WRC des Werksteams vier Minuten und beendete die Neuseeland-Rallye nur auf Platz sieben. "Es ist einfach nicht zu glauben. Wir haben das schnellste Auto im Feld, aber die Dinge laufen einfach nicht nach unseren Vorstellungen", bedauert Solberg.

Platz drei hinter Loeb und Hirvonen war fr den Norweger kein Trost. "Wir versprhten Champagner und holten ein paar Punkte fr das Team, aber ehrlich gesagt war das nicht genug. Wir mssen einfach Rallyes gewinnen", stellt Solberg klar und fgt hinzu: "Immer nur Citroen und Loeb als Sieger ist langweilig. Mehr denn je habe ich von zweiten, dritten und vierten Pltzen die Nase voll. Auf diesen Positionen kam ich im Verlauf meiner Karriere schon oft genug ins Ziel. Ich will endlich wieder gewinnen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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