Jewgeni Nowikow blickt in die Zukunft und hofft auf Volkswagen

Rallye 2012

— 30.06.2012

Volkswagen erhält Liebesgrüße aus Moskau

Nach starken Leistungen im Ford Fiesta von M-Sport will Jewgeni Nowikow 2013 ein Werksauto fahren und hofft auf den russischen Markt als Türöffner

Volkswagen wird bei seinen Werkseinsatz in der Rallye-WM zunächst mit zwei Polo WRC an den Start gehen. Während Sebastien Ogier längst auf einen abonniert ist, deutet vieles darauf hin, dass die Wolfsburger Jari-Matti Latvala in Sardinien als Teamkollegen des Franzosen vorstellen werden. Oder hat die Fachwelt noch jemanden vergessen? "Sollten sie einen russischen Werksfahrer für den Polo WRC suchen, wüsste ich einen hoch motivierten Mann", ruft sich Jewgeni Nowikow im Gespräch mit "rallye-magazin.de" bei VW-Motorsportchef Jost Capito ins Gedächtnis.

In der Tat gäbe es gute zwei Argumente für die Verpflichtung des Russen. Erstens: seine sportlichen Leistungen. Im von M-Sport eingesetzten Ford Fiesta sorgte Nowikow mit einem zweiten Platz bei der Rallye Portugal für Furore, hat seine Fehlerquote deutlich gesenkt und liegt in der WM-Gesamtwertung dank konstanten Leistungen auf Rang fünf. Seinen Teamkollegen Ott Tänak, der mittlerweile kurz vor dem Rauswurf steht, fährt der erst 21-Jährige in Grund und Boden.

Zweitens: VW könnte eine Marketingmaßnahme für das Endkundengeschäft auf dem so wichtigen russischen Markt anvisieren. Das weiß auch Nowikow: "Volkswagen ist in meiner Heimat sehr populär und hat ein prima Image", winkt er mit dem Zaunpfahl. Er hatte bereits dabei mitgewirkt, für die Marke eine kostengünstige Cup-Version des Polo zu entwickeln.

Und die war das erste gemeisame Erfolgserlebnis: "Dem russischen Volkswagen-Importeur hat es so gut gefallen, dass nun die Vorbereitungen dafür laufen, den VW-Cup 2013 erstmals durchführen zu können. Wir sprachen auch mit Ford, aber die sind ziemlich desinteressiert", so Nowikow.

Seine neue Stärke erklärt er damit, dass er als unerfahrener Heißsporn im zarten Alter von 18 Jahren ein WRC-Fahrzeug unter den Gasfuß bekommen habe. "Du hast kaum Ahnung vom Auto und noch weniger von den Strecken, sollst aber mit den erfahrenen Fahrern mithalten, die nicht nur ihre Autos, sondern auch die Prüfungen bestens kennen", meint Nowikow. Während er mit Beifahrer Denis Giraudet den ersten Schritt machte, wünscht er sich den zweiten: ein Werksauto.

Fotoquelle: xpb images

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