Sebastien Loeb dominiert die Rallye-WM schon seit vielen Jahren

Rallye 2012

— 07.08.2012

Macht Loeb weiter oder hört er auf?

Weltmeister Sebastien Loeb grübelt derzeit darüber, ob er weitermachen oder die Rallye-Karriere beenden wird - Das Vergnügen ist der ausschlaggebende Punkt

Sebastien Loeb ist der klare Ausnahmekönner im Rallye-Sport. Acht WM-Titel in Folge hat der Franzose bereits in der Tasche und alles läuft auf seinen neunten Titel hinaus. Finnland war sein insgesamt 73. Sieg und sein vierter in Folge. Lediglich im verschneiten Schweden gelang ihm der Sieg in diesem Jahr nicht. In Portugal schied Loeb durch einen seiner seltenen Fehler aus. Ansonsten ist die Saison nahezu perfekt. Doch was kommt danach? Diese Frage stellt sich derzeit auch der Champion selbst. Bei Citroen geht man derzeit davon aus, dass ihr Superstar noch eine Saison anhängen wird. In den nächsten Wochen soll eine Entscheidung fallen.

"Mich langweilen Dinge wie die Recce und die Reisen. Es ist eine Frage, ob diese Dinge den Spaß, den ich beim Fahren immer noch habe, überwiegen. Dann gibt es noch das Risiko in diesem Sport. Ich schätze, dass ich mich in Zukunft etwas weniger riskantes machen sehe - aber nicht unbedingt schon im nächsten Jahr", meint Loeb gegenüber 'RedBull.com'. Als er in Finnland über die Ziellinie kam und stürmisch gefeiert wurde, wurde die Frage gestellt, ob er auch im nächsten Jahr wieder in Finnland dabei sein wird.

"Ja. Vielleicht im Rallye-Auto, vielleicht aber nur als Zuschauer", lässt Loeb offen. Wann wird es eine Entscheidung geben? "Ich weiß es nicht. Jetzt noch nicht." Es steht also klar nur noch der Spaßfaktor und das Vergnügen im Vordergrund, denn sonst hat der Elsässer alles erreicht. "Ich brauche kein Geld. Was muss ich noch beweisen? Ob ich acht, neun oder zehn Titel habe, macht für mich keinen großen Unterschied. Warum sollte ich nicht etwas anderes tun, bevor ich zu alt bin? Diese Dinge gehen mir derzeit durch den Kopf."

"Was auch immer passieren wird, ich werde weiterhin Motorsport betreiben, nur um das Adrenalin zu spüren. Ich habe aber noch nicht gesagt, dass ich am Jahresende mit dem Rallye-Sport aufhöre. Ich werde mich sicher nicht gegen die Interessen von Citroen stellen", meint Loeb. "Auf der anderen Seite kann ich nicht weiterfahren, nur um andere Leute glücklich zu machen. Wenn ich fühle, dass ich nicht mehr will, dann gibt es auch keinen Grund es widerwillig zu tun. Wenn der Wunsch noch vorhanden ist, dann werde ich weitermachen. Wenn ich etwas mache, dann zu 100 Prozent."

Fotoquelle: xpbimages.com

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