Nasser Al-Attiyah kann nach seinem Olympia-Erfolg befreit auftreten

Rallye 2012

— 18.08.2012

Al-Attiyah rechnet in Deutschland nicht mit einer "Medaille"

Olympia-Held Nasser Al-Attiyah gibt sich vor seinem ersten WRC-Auftritt auf Asphalt zurückhaltend - Thierry Neuville hingegen schielt auf einen Podestplatz

Nach drei Monaten Abwesenheit gibt Nasser Al-Attiyah in der kommenden Woche bei der Rallye Deutschland sein Comeback im WRC-Zirkus. Der Araber, der in dieser Saison einen Citroen DS3 WRC des von seinem Heimatland Katar finanzierten B-Teams von Citroen fährt, hatte für seine Pause einen guten Grund: Er trat bei den Olympischen Spielen in London an und holte sich dort die Bronze-Medaille im Tontaubenschießen.

"Die zurückliegenden Monate waren einfach unglaublich", schwärmt Al-Attiyah, der zuletzt bei der Rallye Akropolis Ende Mai im DS3 saß. "Ich habe mich intensiv auf die Olympischen Spiele vorbereitet und dort in Form der Bronze-Medaille meinen Traum wahr werden lassen." Nach seinem erfolgreichen Wettkampf blieb Al-Attiyah in London, "um den Rest der Spiele zu verfolgen und die fantastische Atmosphäre aufzusaugen", wie er sagt.

Für Rio 2016 peilt er übrigens die Gold-Medaille an. Bis dahin bleibt für den Dakar-Sieger von 2011 noch genügend Zeit, dem Rallye-Sport nachzugehen. "Mir ist nun klar geworden, welch ein Glück ich habe, in beiden Sportarten anzutreten", sagt der 41-Jährige über seine beiden Leidenschaften Rallye und Tontaubenschießen.

Bei der über Asphalt führenden Rallye Deutschland dürfte es für den Schotter-Spezialisten mit einer "Medaille" wohl schwierig werden. So geht Al-Attiyah mit gedämpften Erwartungen an seine bevorstehende Aufgabe heran: "Das wird meine erste Asphalt-Rallye mit einem WRC-Fahrzeug. Für mich wird es in erster Linie darum gehen, wieder einen Rhythmus zu finden. Ich war hier erst einmal am Start und fühle mich auf Schotter natürlich wohler."

Neuvilles Ziel: Mindestens Top 5

Derweil geht Citroen-Junior Thierry Neuville mit großer Vorfreude in die Rallye Deutschland. "Ich habe hier zwar nicht sehr viel Erfahrung, da ich erst einmal in Deutschland am Start war, aber das ist immer noch deutlich mehr Erfahrung als bei den zurückliegenden Rallyes", so der Belgier, der keine hundert Kilometer vom Rallye-Zentrum Trier entfernt im Örtchen Saint-Vith geboren wurde.

Beim seinem Finnland-Debüt vor wenigen Wochen hielt sich Neuville trotz Erfahrungsrückstand gegenüber der Konkurrenz lange Zeit in den Top 5 auf. "Mein Ziel ist es, die Rallye hier ohne Fehler zu beenden. Wenn mir das gelingt, sollte ich um eine Top-5-Platzierung, vielleicht sogar um einen Podestplatz, mitfahren können", glaubt der Citroen-Junior.

Vor den Pisten rund um Trier fürchtet sich Neuville jedenfalls nicht. "Der Belag sollte mir entgegen kommen. Ich erwarte keine Probleme", sagt der 24-Jährige, der jedoch sich anders als Al-Attiyah nicht als reiner Schotter- oder aber reiner Asphalt-Fahrer kategorisieren lassen möchte.

Fotoquelle: xpb images

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