Armindo Araujo hat rechtliche Schritte gegen sein Team eingeleitet

Rallye 2012

— 23.08.2012

Araujo klagt Motorsport-Italia

Armindo Araujo zieht gegen Motorsport-Italia vor Gericht - Seit dem Rauswurf herrschen tiefe Gräben zwischen dem Portugiesen und dem Team

Kurz vor der Rallye Deutschland verlor Armindo Araujo sein MINI-Cockpit an Chris Atkinson. Der Australier wird bis Saisonende für Motorsport-Italia fahren. Dieses Team kümmert sich um die Einsätze des MINI Team Portugal. In der Presseaussendung hieß es, dass Araujo körperlich nicht fit ist und seinen Fokus wiederfinden muss. Der Portugiese hat in einer eigenen Aussendung diese Kritik zurückgewiesen und beschuldigt Motorsport-Italia. Die Sache wird vor Gericht landen, denn Araujo hat den Fall seinen Anwälten übergeben.

In seiner Aussendung stellt der 34-Jährige klar, dass er körperlich fit ist. Bei der Rallye Finnland hatte er sich bei einer harten Landung den Rücken angeschlagen. "Bei einem Test in Deutschland, der vom 10. bis 12. August anberaumt war, durfte ich das Auto nicht testen. Stattdessen wurde ich unter Druck gesetzt, damit ich vorgebe krank zu sein und deshalb nicht in Deutschland teilnehmen kann. Ich konnte diesen Vorschlag nicht glauben."

"Am 15. August verlangte Motorsport Italia die Erlaubnis, die Lizenz vom WRC Team MINI Portugal zu nutzen. Es gehört zu meiner Firma. Sie wollten sie für den Rest der Saison für einen anderen Fahrer benutzen. Ich lehnte ab und am nächsten Tag informierte man mich ohne Rechtfertigung oder genaue Erklärung darüber, dass ich nicht mehr der Fahrer bin", heißt es in Araujos Aussendung über die Geschehnisse der vergangenen Woche.

Deshalb hat sich der Portugiese für den Gang vor Gericht entschieden. "Am 17. August informierte ich Motorsport-Italia, MINI Deutschland und MINI Portugal, dass ich die notwendigen Dokumente gesammelt meinen Anwälten übergeben habe. Sie werden die nötigen rechtlichen Schritte unternehmen, um meinen Namen und das Projekt, das ich sehr respektiere, zu schützen. Diese Fakten wurden auch der FIA berichtet."

"Meine Sponsoren wurden ebenfalls informiert. Sie unterstützen mich in meiner Entscheidung, rechtliche Schritte einzuleiten. Es werden auch alle Sponsoren vom Auto mit der Startnummer zwölf entfernt." Die Saison ist bisher nicht nach Wunsch verlaufen. Ursprünglich waren nur sieben Rallyes geplant. Nachdem sich BMW vom Prodrive-Team getrennt und den Werksstatus verloren hatte, wurde dieser Status auf das Portugal-Team übertragen. Deshalb war man ab Schweden bei allen Rallyes gemeldet.

Araujo konnte aber lediglich bei drei bisherigen Rallyes WM-Punkte sammeln. Ansonsten gab es viele verschiedene Probleme. "Seit Mexiko wollte das Team die technischen Probleme verbergen und die Schuld den Fahrern, mir und Paolo Nobre, in die Schuhe schieben", heißt es in Araujos Aussendung. Das verdeutlicht, wie tief die Gräben zwischen dem Team und dem Portugiesen sind. In Deutschland sitzt Atkinson am Steuer des MINI.

Fotoquelle: xpbimages.com

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