Das Verhältnis zwischen Loeb und Ogier schwankt zwischen Rivalität und Respekt

Rallye 2012

— 28.08.2012

Ogier über Loeb: "Ich mag die ständigen Vergleiche nicht"

Sebastien Ogier will nicht ständig mit Sebastien Loeb verglichen werden, hofft aber, dass sein Landsmann seine Karriere fortsetzt

Dass Teamkollegen nicht immer die besten Freunde sein müssen, diese Erfahrung musste Citroen im Vorjahr in der Rallye-Weltmeisterschaft machen. Mit Sebastien Ogier hatte Rekord-Weltmeister Sebastien Loeb im eigenen Team einen Kokurrenten, der ihm sportlich das Wasser reichen konnte und sich anschickte, ihm seine Führungsposition abspenstig zu machen. Der Zweikampf des Altmeisters gegen das aufstrebende Talent sorgte im Team für einige Turbulenzen.

"Wir sind Konkurrenten, aber es gab im vergangenen Jahr auch relativ starke Spannungen im Team", blickt Ogier bei 'ServusTV' auf das Duell mit seinem Namensvetter zurück. "Es gab auch zwischen uns den ein oder anderen schwierigen Moment", sagt Ogier, "aber gleichzeitig hatten wir auch sehr viel Respekt voreinander." Denn bei aller Rivalität ist Loeb für Ogier nach wie vor ein großes Vorbild. "Er hat alles erreicht, was man in der Rallye erreichen kann. Das muss man respektieren. Ich muss noch zeigen, dass ich so gut bin wie er, aber er ist sicherlich ein Beispiel, dem ich folgen möchte", so der 28-Jährige.

Auch wenn Loeb und Ogier völlig unterschiedliche Charaktere sind, so gibt es zwischen beiden Fahrer doch einige Parallelen, die über den Vornamen und die Nationalität hinausgehen: "Es gab wirklich viele Gemeinsamkeiten", findet auch Ogier. "Wir sind zum Beispiel durch den Verband, der uns den Einstieg ermöglicht hat, im gleichen Team gefahren." Daher werden die Leistungen beider Fahrer oft miteinander verglichen, viele Beobachter sehen Ogier sogar als legitimen Nachfolger von Loeb.

Der sieht sich jedoch nicht als "Super Seb 2" und will lieber sein eigenes Ding machen: "Ich will nicht ständig mit seinen Leistungen verglichen werden, denn wir sind komplett verschieden. Ich mag diese ständigen Vergleiche nicht allzu sehr", gibt Ogier zu. Trotz alledem hofft er, dass sein Landsmann, dem sein neunter WM-Titel auch nach Meinung von Ogier nicht mehr zu nehmen ist, seine Karriere auch im kommenden Jahr fortsetzt.

Denn im Gegensatz zu diesem Jahr, in dem der 28-Jährige VW-Werksfahrer mit einem Skoda Fabia in der schwächeren S2000-Klasse fährt, verfügt er dann mit dem neuen Polo WRC über ein gleichwertiges Sportgerät. "Ich hoffe, dann wird er immer noch mit dem Citroen da sein, und mit dem Polo haben wir dann ein genau so leistungsstarkes Auto, mit dem wir gegen ihn antreten können", so Ogier. "Ich hoffe, dass wir noch den ein oder anderen Kampf gegeneinander ausfechten werden."

Fotoquelle: GEPA

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