Daniel Elena und Sebastien Loeb freuen sich auch über Platz zwei

Rallye 2012

— 17.09.2012

Citroen feiert gewonnenen Fahrer-WM-Titel

"Sunday Times": Sebastien Loeb und Mikko Hirvonen drehten in Wales erst gegen Ende der Rallye auf - Fahrer-WM-Titel ist Citroen nicht mehr zu nehmen

Sechs Punkte mehr als Ford htte Citroen gebraucht, um schon in Wales die Entscheidung in der Konstrukteurs-WM herbeizufhren, doch dieses Ziel muss zum Heimspiel nach Frankreich vertagt werden. Dort knnte Lokalmatador Sebastien Loeb seinen neunten WM-Titel hintereinander fixieren. Eines steht aber jetzt schon fest: 2012 wird definitiv ein Citroen-Fahrer WRC-Champion.

"Am Saisonbeginn setzten wir uns das Ziel, beide Titel zu verteidigen. Jetzt knnen tatschlich nur noch Seb oder Mikko Weltmeister werden", strahlt Teamchef Yves Matton. "Unser erstes Ziel haben wir also bereits erreicht, und dem zweiten sind wir wieder ein bisschen nher gekommen. Gleichzeitig sollten wir nicht vergessen, dass wir dieses Wochenende nicht immer die Schnellsten waren. Wir mssen hart arbeiten, um auf diesem Untergrund Fortschritte zu machen."

Schrecksekunde auf den letzten Metern

Nachdem es an den ersten beiden Tagen noch nach einem Ford-Doppelsieg roch, gewann Loeb am Sonntag das packende Duell gegen Petter Solberg und wurde noch Zweiter. "Am Nachmittag haben wir immer Zeit verloren, aber ich wei nicht warum", erklrt er. "Dann haben wir andere Einstellungen ausprobiert, mit denen es besser ging. Die letzte Prfung mit einer Zehntelsekunde Vorsprung anzugehen, hat Spa gemacht - ich musste bis zur letzten Kurve pushen!"

Auf der "letzten Kurve" der Powerstage htte er sich beinahe zu einer Dummheit hinreien lassen: "Ich habe wirklich alles gegeben." Aber statt um den Sieg ging es da nur noch um Platz zwei. "Du kannst halt nicht immer gewinnen - es ist nicht so leicht, wie sich die Leute das vorstellen", sagt Loeb. "Dieses Jahr musste ich kmpfen. Die Abstnde waren meistens knapp und die Entscheidung fiel immer erst am Ende der Rallyes. Hier war Jari-Matti einfach zu schnell."

Der Schlssel, zumindest Platz zwei zu holen, war der Setup-Umbau am Sonntagmorgen: "Ich ging am Samstagabend zu meinem Ingenieur und habe ihn gefragt, was die letzten Schotter-Rallyes waren, die ich dieses Jahr gewonnen habe. Er sagte: 'Griechenland, Neuseeland, Finnland. Neuseeland ist hnlich wie hier, also nehmen wir doch das Setup von Neuseeland.' Das ist das Setup, mit dem wir gefahren sind, und das hat sich gelohnt."

Hirvonen solider Fnfter

"Die 20 Punkte sind fr die Weltmeisterschaft jedenfalls ein gutes Ergebnis. Ich bin zufrieden", freut sich Loeb. Weniger positiv gestimmt ist Teamkollege Mikko Hirvonen, der das ganze Wochenende ber zu wenig Grip klagte und erst mit dem Sieg auf der abschlieenden Powerstage ein vershnliches Ende fand. Unterm Strich sicherte er sich Platz fnf - und verlor in der Fahrerwertung wohl seine letzte realistische Chance.

"Ich werde oft 'Sunday Times' genannt, weil ich die guten Zeiten immer erst am letzten Tag fahre", grinst der Finne. "Keine Frage, der Grip war besser, ich hatte ein besseres Gefhl - und das wirkte sich dann natrlich auch auf meine Zeiten aus. Gleichzeitig fiel der Druck von Tnak weg." Fr Hirvonen geht es bei den verbleibenden drei Rallyes vor allem darum, seinen zweiten Platz in der Weltmeisterschaft abzusichern.

Fotoquelle: xpbimages.com

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