Kommt Loeb in Frankreich vor Hirvonen ins Ziel, ist ihm der WM-Titel sicher

Rallye 2012

— 30.09.2012

Citroen: Doppelte WM-Party in der Heimat?

Sebastien Loeb kann sich bei der Rallye Frankreich zum neunten Mal in Folge zum Rallye-Weltmeister küren - Citroen steht kurz vor dem achten Herstellertitel

Der WRC-Zirkus schlägt in der kommenden Woche in Frankreich seine Zelte auf und Citroen kann bei optimalem Verlauf der Dinge im Heimatland gleich beide WM-Titel unter Dach und Fach bringen. In der Fahrerwertung liegt Sebastien Loeb bei noch drei ausstehenden Rallyes in diesem Jahr 61 Punkte vor seinem Teamkollegen Mikko Hirvonen. In der Herstellerwertung ist Citroen mit 111 Punkten Vorsprung auf Ford der achte Titel so gut wie sicher.

Die Rallye Frankreich findet in diesem Jahr zum dritten Mal in der WRC-Geschichte in der Region Elsass und damit in der Heimat von WRC-Dauerchampion Loeb statt. Nach 2010 könnte sich der Franzose am kommenden Wochenende zum zweiten Mal vor seiner Haustür zum neuen Weltmeister küren. Es wäre der neunte WM-Titel in Folge für Loeb.

Im vergangenen Jahr kam Loeb bei seiner Heimrallye nicht ins Ziel und stellt klar: "Der Ausfall war für mich genauso enttäuschend wie für die Fans, die gekommen waren, um mich zu unterstützen. In diesem Jahr bin ich auf Wiedergutmachung aus. Für den Fahrertitel kommen nur noch Mikko und ich in Frage. Natürlich wäre es mir lieber, wenn ich ihn gewinne. Ich werde alles daran setzen, genau das zu schaffen."

Sollte Loeb vor seiner eigenen Haustür vor Teamkollege Hirvonen ins Ziel kommen, dann ist ihm der vorzeitige Gewinn seines neunten WRC-Titels sicher. Was die Streckenführung betrifft, gibt sich der Lokalmatador aber vorsichtig. "Selbst mit den künstlichen Schikanen, gehören die Prüfungen immer noch zu den schnellsten, die wir jemals befahren haben. Da wir es sowohl mit Asphalt als auch mit Schotter zu tun haben, könnte es speziell bei Regen knifflig werden", so Loeb.

Hirvonen denkt nicht an den Fahrertitel

Teamkollege Hirvonen gewann am vergangenen Wochenende die nahegelegene Vogesen-Rallye und fühlt sich für das WRC-Gastspiel in der "Grande Nation" gut gerüstet. "Das war eine lehrreiche Erfahrung für mich. Ich kann mich nicht erinnern, jemals bei solch schwierigen Bedingungen auf Asphalt gefahren zu sein", so der finnische Schotter-Spezialist mit Blick auf die von Regenfällen und Schlamm gekennzeichnete Veranstaltung in den Vogesen.

Nach seinem dritten Platz bei der Rallye Deutschland blickt Hirvonen der nächsten Asphalt-Herausforderung ohnehin zuversichtlich entgegen: "Auch wenn es nicht gerade mein Lieblingsbelag ist, kann ich es kaum erwarten, bei der Rallye Frankreich an den Start zu gehen. In Deutschland wurde mir Schritt für Schritt klar, wie ich meinen Fahrstil bei diesen Gegebenheiten an den DS3 WRC anpassen muss. In der vergangenen Woche erzielte ich auf diesem Gebiet weitere Fortschritte."

"Wir werden sehen, wie es läuft", sagt Hirvonen und gesteht: "Um ehrlich zu sein, denke ich über den Fahrertitel nicht nach. Seb war das gesamte Jahr über sehr stark und hat einen großen Vorsprung. Ich sehe nicht, wie ich ihn unter normalen Umständen schlagen kann. Mein Ziel ist es, mich weiter zu verbessern und für Citroen die notwendigen Punkte einzufahren, um den Gewinn des Herstellertitels sicherzustellen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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