Sebastien Loeb hat wie kein anderer Fahrer die Rallye-Szene dominiert

Rallye 2012

— 04.10.2012

Fährt Loeb bis zu fünf Rallyes im kommenden Jahr?

Weltmeister Sebastien Loeb steht in Frankreich im Fokus des Interesses - Der neunte Titel ist nur noch Formsache und die Fragen drehen sich um die Zukunft

Bei der Rallye Frankreich steht ein Mann im Zentrum des Interesses: Sebastien Loeb kann an diesem Wochenende zum neunten Mal Weltmeister werden. Citroen könnte sich auf heimischem Boden zum achten Mal den Marken-WM-Titel sichern. Für die große Feier ist alles angerichtet. Außerdem hat Loeb vor einigen Tagen seine Zukunftspläne erläutert. Er wird im kommenden Jahr nur noch ausgewählte Rallyes bestreiten. Damit ist sicher, dass der Franzose keinen zehnten WM-Titel anpeilt. Offen ist allerdings noch, wie viele Rallyes er bestreiten wird. Bisher ist nur sein Start in Monte Carlo fix.

"Man muss darüber nachdenken, was man getan hat und was man tun will. Ich glaube, ich habe in diesem Jahr etwas besser das Ende meiner Rallye-Karriere vorbereitet", meint der 38-Jährige. "Wir haben lange mit Citroen über meine Zukunft gesprochen und ich glaube, es war an der Zeit für eine Entscheidung." Wie oft werden wir den Ausnahmekönner im kommenden Jahr am Steuer eines WRC-Boliden sehen? "Ich weiß noch nicht wie viele Event ich fahren werde", sagt Loeb in Frankreich diesbezüglich.

"Ich werde in Monte Carlo starten und vielleicht hier aufhören. Es steht noch keine genaue Anzahl fest. Ideal wären zwei. Oder vielleicht vier oder fünf - oder vielleicht drei", lässt er offen. Fest steht, dass es im kommenden Jahr einen neuen Weltmeister geben wird. Fahrer wie Jari-Matti Latvala, Petter Solberg, Mikko Hirvonen oder Sebastien Ogier wittern ihre große Chance. In den vergangenen Jahren lautete das Duell immer Ford gegen Loeb. Im Lager der Konkurrenz ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten.

"Ich bin ein großer Loeb-Fan und ich muss sagen, dass es ein Privileg war, mit ihm gleichzeitig in diesem Sport zu sein", sagt M-Sport-Chef Malcolm Wilson. "Ohne Zweifel hat er mir eine Weltmeisterschaft nach der anderen gekostet, aber seine Dominanz werde ich in meinem Leben nie wieder erleben. Das war noch nie der Fall und niemals wird es einen Besseren in unserem Sport geben", streut Wilson dem Franzosen Rosen.

"Die WM wird sicherlich offener werden, das ist sicher. Die Meisterschaft wird sich von seiner Ära rasch weiterentwickeln. Die Zeit bleibt für niemanden stehen. Wir können ihn in diesem Jahr immer noch schlagen und sind versessen darauf, das auch zu tun." Zum letzten Mal konnte Ford auf Asphalt im Jahr 2004 (Markko Märtin, Spanien) gewinnen. Der Fiesta ist in diesem Jahr vom Tempo her auf Augenhöhe mit dem Citroen, aber am Ende werden wieder die Franzosen über die WM jubeln.

"Es ist die gleiche Situation wie vor zwei Jahren", sagt Loeb im Vorfeld der Rallye Frankreich. "Es ist meine schönste Erinnerung. Es sind überall Fans und es wird ein gutes Wochenende sein. Hoffentlich besser als im Vorjahr." Im Vergleich zu 2011 gibt es einige neue Prüfungen. Die Herausforderung ist groß. "Diese neuen Strecken sind schnell. Mir gefallen diese offenen, schnellen Straßen ohne Bodenwellen. Ich genieße das."

Fotoquelle: xpbimages.com

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