Jari-Matti Latvala muss sich entscheiden: Bleibt er bei Ford oder geht er zu VW?

Rallye 2012

— 04.10.2012

Ford oder Volkswagen? Latvala wägt ab

Noch steht nicht fest wo Jari-Matti Latvala im kommenden Jahr fahren wird - Es gibt Gespräche mit Ford und Volkswagen

Die Weichen für die Zukunft werden gestellt. In den vergangenen Tagen ist eine wichtige Entscheidung gefallen: Sebastien Loeb wird im kommenden Jahr nur noch ausgewählte Rallyes bestreiten und somit nicht mehr für den WM-Titel in Frage kommen. Offen ist allerdings noch wer neben Sebastien Ogier den zweiten Volkswagen Polo R WRC fahren wird. Die Gerüchteküche spekuliert schon lange mit den Namen Jari-Matti Latvala und Dani Sordo. Bei Sordo kommt es darauf an, ob Prodrive in der kommenden Saison wieder alle Läufe bestreiten wird. Latvala hat die Zielsetzung in diesem Jahr klar verpasst.

Ford hatte den Finnen im Winter zur Nummer eins erkoren und auf den WM-Titel angesetzt. Der Speed war da, aber zahlreiche Unfälle verhinderten einen realistischen Angriff auf Loeb. Lediglich in Schweden und Großbritannien konnte Latvala gewinnen. Was macht er im nächsten Jahr? "Es ist kein Geheimnis. Mein Vertrag mit Ford endet am Saisonende. Ford ist bis Ende 2013 in die WM eingeschrieben, während Volkswagen eine längere Bekenntnis abgegeben hat", sagt Latvala. Er führt Gespräche mit beiden Herstellern.

"Es ist nicht einfach eine Entscheidung zu treffen. Ich arbeite jetzt schon seit vielen Jahren für Ford und möchte sehen, dass Ford den Weltmeistertitel gewinnt. Ich hatte schöne Jahre in diesem Team. Im Moment habe ich keine Antwort. Zu gehen wäre hart, aber ich muss meine Möglichkeiten abwägen. Derzeit habe ich keine Deadline. Beide Teams sind flexibel. Ich glaube nicht, dass ich vor Sardinien eine Entscheidung treffen werde. Vielleicht nach Spanien? Sicherlich vor Monte Carlo", scherzt Latvala.

Für einen Werksvertrag sind gute Leistungen auf der Strecke ausschlaggebend. Zuletzt in Wales klappte es, aber Asphalt war für ihn bisher nie der beste Untergrund. Deshalb trainierte Latvala auf dem Rundkurs in Le Mans. "Ich bin einen Monoposto von der Auto-Sport-Akademie gefahren, so wie Sebastien Ogier und Mikko Hirvonen. Es war ein Formel Renault. Die Idee dahinter war, ob man etwas von der Rundstrecke in die Rallye mitnehmen kann", erläutert der 27-Jährige.

"Der große Unterschied ist, dass sich der Belag oft ändert, aber auch die Arbeit mit der Bremse. Monoposto sind anders. Ich brauche mehr Übung." Was rechnet sich Latvala selbst für Frankreich aus? In Deutschland schaffte er mit Platz zwei sein bestes Asphalt-Ergebnis. "In Deutschland hatte ich mehr Druck, denn dort ist es in der Vergangenheit nie gut gelaufen. Hier gibt es neue Prüfungen, was mir gefällt. Ich habe ein gutes Gefühl. Das Podium ist immer das Ziel, aber wir befinden uns in der Heimat von Citroen und Sebastien Loeb. Es wird eine schwierige Rallye."

Fotoquelle: xpbimages.com

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