Thierry Neuville überzeugte insbesondere am Sonntag mit schnellen Zeiten

Rallye 2012

— 09.10.2012

Neuville gibt Podiumsplatz als Ziel aus

Ohne eine Zeitstrafe hätte der Citroen-Junior auf Rang vier seinem Markenkollegen Hirvonen auf die Pelle rücken können - Al-Attiyah geknickt, Chardonnet zufrieden

Das Heimspiel in Frankreich war ein Erfolg auf der ganzen Linie für Citroen. Neben dem Laufsieg und dem neunten WM-Titel der Karriere für Sebastien Loeb sowie Rang drei für Mikko Hirvonen fuhr Thierry Neuville als Vierter sein bestes Ergebnis in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) ein. An der Seite von Co-Pilot Nicolas Gilsoul gelangen dem Belgier außerdem sechs Bestzeiten auf Wertungsprüfungen, besonders stark präsentierte sich der 24-Jährige bei einsetzendem Regen und schmieriger Straße.

Neuville, der ab Samstagvormittag aufdrehte und sich im Klassement sukzessive nach vorne schob, bilanziert zufrieden: "Wir haben es geschafft, auf Tempo zu kommen, als wir es unbedingt brauchten." Dass er eine 20-Sekunden-Strafe kassierte, weil er zu spät an einem Kontrollpunkt erschien, wertet der Citroen-Pilot rückblickend als Glücksfall. "Dieser Schlamassel hat nur bewirkt, dass ich mehr Druck gemacht habe. Ich musste die verlorene Zeit aufholen, das ließ mich noch selbstbewusster werden."

Podium in Griffweite

So wurde es ein rundherum gelungenes Wochenende für Neuville, der die Sonderprüfung in Straßburg zum Auftakt gewann und die Rallye mit fünf Bestzeiten am Sonntag abschloss. "Mein bestes WRC-Resultat, ich hätte sogar um einen Platz auf den Podium kämpfen können", jubelt und rechnet Neuville, dem in der Tat nicht viel mehr als die zusätzlich aufgebrummten 20 Sekunden auf Hirvonen fehlten. "Ich bin aber allen voran mit meiner Konstanz zufrieden. Es war ein Fortschritt."

Trotzdem fühle er sich noch als Azubi auf Asphalt, gibt der junge Belgier aus dem Citroen-Juniorteam zu bedenken. "Ich bin froh, dass es in die richtige Richtung geht. Unser Ziel ist es jetzt, eine der abschließenden Rallyes auf dem Podium zu beenden." Für den verunfallten Nasser Al-Attiyah und den zehntplatzierten Sebastien Chardonnet wäre das ein zu großes Ziel, dennoch zogen die Piloten des Qatar-Teams und der FFSA-Truppe Positives aus ihrem Frankreich-Trip.

Chardonnet feiert erste WM-Zähler

Al-Attiyah ärgert sich über seinen selbstverschuldeten Crash am Samstagvormittag: "Schade, schließlich bin ich meine beste Rallye auf Asphalt gefahren." Zwei Zuschauer, die bei dem Unfall verletzt wurden, erlitten keine ernsthaften Blessuren und sind längst auf dem Weg der Besserung. "Ich kann mich bei ihnen nur entschuldigen", räumt der frühere Dakar-Sieger ein, der für die Vorbereitung auf einen neuen Anlauf in Südamerika die Sardinien-Rallye auslassen wird.

Chardonnet, der erstmals mit einem Allrad-Auto auf WRC-Straßen unterwegs war, erlaubte sich keinen Fehler und fuhr die ersten WM-Punkte seiner noch jungen Karriere ein. "Jeder Kilometer in diesem Auto ist für mich ein Bonus", meint der Franzose über seine erste Exkursion im DS3 WRC. "Ich weiß jetzt, in welchen Bereichen ich mich verbessern muss. Es war eine lohnende Erfahrung", bilanziert Chardonnet, der bald wieder hinter das Steuer des Citroen-Spitzenautos will.

Fotoquelle: Red Bull / GEPA

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