Sebastien Loeb und Sebastien Ogier lieferten sich 2011 hitzige Duelle

Rallye 2012

— 12.10.2012

Ogier: "Loeb hat mich inspiriert"

Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier spricht über seinen Landsmann Sebastien Loeb und dessen Vorbildfunktion: "Er hatte Talent und seine Chance genutzt"

Rallye-WM-Serienweltmeister Sebastien Loeb hat für viele Nachwuchspiloten eine Vorbildfunktion. Die Erfolge des Citroen-Piloten sind einzigartig. Landsmann Sebastien Ogier verfügt über ein ähnliches Talent, muss das aber noch in zählbare Ergebnisse umsetzen. 2011 forderte er Loeb oft heraus - zu oft. Nach der Saison führte ihn sein Weg zu Volkswagen. 2013 wird er mit dem Polo WRC nach dem Überbrückungsjahr 2012 um die Krone in der Rallye-WM kämpfen.

Dass Ogier immer wieder mit Loeb verglichen wird, kann der Volkswagen-Pilot nicht ändern. Wie sehr bedauert er dessen Rückzug? Schadet Loebs Rücktritt der Rallye-WM? "Nicht wirklich. Natürlich ist es immer schade, wenn man die Referenz verliert", wird Ogier von 'WRC.com' zitiert. "Es wäre besser für uns gewesen, wenn er weitergemacht hätte. Doch es ist, wie es ist. Es ist seine Entscheidung. Die müssen wir respektieren."

Für Ogier war Loeb immer ein besonderer Pilot. In den jungen Jahren nahm der mittlerweile neunmalige Weltmeister die Rolle des Vorbilds ein. "Als ich jung war, hat er die Meisterschaft dominiert. Er ist ein Franzose und war ein gutes Vorbild", bemerkt Ogier. "Mir wurde durch ihn bewusst, dass man es schaffen kann. Er kommt nicht aus einer reichen Familie. Er hatte Talent und seine Chance genutzt. Das hat mich inspiriert, das Gleiche zu machen und am Ende habe ich es in die Rallye-WM geschafft."

Die Zeit als Teamkollege war für Ogier nicht einfach. Dennoch hat er die Erfahrung genossen: "Es war eine sehr schöne Erfahrung, um ehrlich zu sein. Ich war sehr jung und habe viel von ihm und dem Team gelernt. Es gab im vergangenen Jahr ein paar besondere Momente, wie jeder weiß, doch wir hatten eine gute Beziehung zueinander."

Momentan sehen sich die beiden Franzosen nicht mehr so regelmäßig. Das Verhältnis soll laut Ogier aber nach wie vor gut sein: "Es ist okay. Abgesehen von den Rennen sehe ich ihn nicht, doch wenn ich ihn bei einem Rennen sehe, dann sprechen wir miteinander." 2013 werden sie sich demnach nicht mehr so oft sehen.

Durch den schrittweisen Rücktritt des Serienweltmeisters erhöhen sich aber Ogiers Chancen, bereits im ersten vollen Jahr mit Volkswagen den Titel zu holen. Ist der Gewinn der Meisterschaft realistisch? "Das ist die Frage. Wir arbeiten hart an dem Projekt. Wir hoffen, dass die Leistungen stimmen, doch um ehrlich zu sein, ist es sehr schwierig, bereits im ersten Jahr um den Sieg zu kämpfen. Ich gebe wie immer mein Bestes. Ich bin mir sicher, dass das Team ebenfalls alles geben wird."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Rallye Themen

News

Hyundai präsentiert den i20 für die WRC 2017

News

Monza-Rallye: Impressionen aus Italien

News

Valentino Rossi gewinnt zum fünften Mal die Monza-Rallye

News

Al-Attiyah hat Interesse: Kommt das Volkswagen-Privatteam?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.