Mikko Hirvonen flog nach fünf vergeblichen Anläufen zum Italien-Sieg

Rallye 2012

— 21.10.2012

Hirvonen: Gefühle wie beim ersten Sieg

Lange musste er warten, doch in Italien gelang Mikko Hirvonen der erste Sieg für Citroen: Im Gegensatz zur Konkurrenz fuhr der Finne fehlerlos

Die Rallye Italien hatte in diesem Jahr den Charakter eines Ausscheidungsrennens. Am Freitag verabschiedete sich ein Favorit nach dem anderen durch Abflüge aus dem Rennen. Gleich zu Beginn erwischte es Sebastien Loeb (Citroen), woraufhin sein Teamkollege Mikko Hirvonen die Führung übernahm. Diese musste er anschließend nur kurz verteidigen, denn mit Petter Solberg und Jari-Matti Latvala (beide Ford) mussten kurz darauf zwei weitere Gegner die Segel streichen. Für die hohe Fehlerquote seiner Konkurrenten hat Hirvonen auch keine richtige Erklärung.

"Keine Ahnung, aber es ist schon eine sehr schwierige Rallye, bei der einem leicht ein Fehler unterläuft", sagt der Finne. "Selbst bei einem kleinen Fehler kannst du schnell einen Stein treffen und das Auto beschädigen." Einen Verdacht, warum einige Fahrer offensichtlich mehr riskierten als sonst, hat der 32-Jährige jedoch: "Vielleicht lag es daran, dass die Titelentscheidungen gefallen waren und alle um den Sieg kämpfen wollten. Für mich ist es glücklicherweise gut ausgegangen", so Hirvonen.

Zurückhaltend fuhr der Finne, zumindest zu Beginn der Rallye, jedoch nicht. "Ich bin von Anfang an voll gefahren, aber vielleicht hatte ich einfach Glück, dass alle anderen vor mir abgeflogen sind." Erst nachdem sich seine Gegner selbst aus dem Rennen genommen hatten, konnte es der 32-Jährige etwas ruhiger angehen lassen: "Nachdem die anderen die Fehler machten, war es für mich etwas einfacher. Ich konnte einen Vorsprung vor Jewgeni (Nowikow, Nam. d. Red.) herausfahren und musste kein Risiko mehr eingehen. Aber es war dennoch ein langes Wochenende", so Hirvonen.

An dessen Ende konnte er dann jubeln: "Ich bin wirklich glücklich, es ist fast so, als hätte ich meine erste Rallye überhaupt gewonnen. Trotzdem war ich komischerweise etwas nervös, nachdem ich das Ziel der Power-Stage erreicht hatte. Es ist mein erster Sieg für Citroen und mein erster in Italien, nachdem ich hier fünf Mal Zweiter war. Ich habe vor der Rallye mit dem Team darüber gesprochen, das dies meine Rallye werden könnte."

Das war dann auch der Fall: "Alles ist so gelaufen, wie wir es erwartet hatten. Endlich habe ich diese Rallye gewonnen", freut sich Hirvonen. Auch Teamchef Yves Matton gratuliert seinem Schützling zum ersten Sieg im Team: "Das war eine großartige Leistung von Mikko. Er hat hart gekämpft, auch mit Seb, aber die anderen haben alle Fehler gemacht und er nahm den Sieg mit. Das war wichtig für ihn und für uns", sagt der Belgier.

Zum Abschluss der Rallye-WM 2012 steht in 14 Tagen der Lauf in Spanien auf dem Programm. Kann Hirvonen dort erneut gewinnen? "Das ist möglich, aber es wird schwierig. Wir haben auf Asphalt gute Fortschritte gemacht, hoffentlich können wir diese in Spanien fortsetzen und konkurrenzfähig sein. Er wird nicht einfach, aber das ist unser Ziel", sagt der Finne. Sein Beifahrer Jarmo Lehtinen ist da schon optimistischer: "Ich bin recht zuversichtlich. Ich mag die Strecken auf Spanien sehr. Das ist eine ordentliche Asphalt-Rallye ohne blinde Kurven und mit einer sauberen Oberfläche."

Fotoquelle: xpbimages.com

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