Petter Solberg erlebte auf Sardinien eine Woche zum Vergessen

Rallye 2012

— 27.10.2012

Solberg: "Was war das für eine Woche!"

Petter Solberg spricht über den enttäuschenden Ausfall bei der Rallye Italien und seine Ziele beim letzten WM-Lauf für das Ford-Werksteam in Spanien

Erst der Rückzug des Ford-Werksteams am Saisonende aus der Rallye-Weltmeisterschaft, dann der frühe Ausfall. Italien war für Petter Solberg keine Reise wert. "Was war das für eine Woche! Ich bin mit großen Hoffnungen in die Rallye Italien gestartet, aber leider ist die Veranstaltung nicht wie gewünscht verlaufen", schreibt Solberg in seiner Kolumne bei 'Crash.net'. "Auf Position zwei liegend auszuscheiden, war schrecklich enttäuschend", so der Norweger nach seinem Ausfall während der siebten Sonderprüfung. Dort hatte Solberg einen Stein getroffen und dabei die linke Vorderradaufhängung seines Ford Fiesta RS WRC beschädigt.

"Im Service-Park Malcolm (Wilson, Teamchef, Anm. d. Red.) und den Jungs gegenüberzutreten war einer der schwierigsten Momente in dieser Saison. Durch den Ausfall von Jari-Matti war es ein wirklich harter Tag für das Team. Das hatte Malcolm sicherlich nicht verdient", so der Norweger, dem der erneute Ausfall vor allem deshalb zu schaffen macht, weil er zu diesem Zeitpunkt auf Nummer sicher fahren wollte. "Wäre ich schneller gefahren, wäre das Heck in der Kurve mehr gerutscht und wir hätten den Stein wahrscheinlich nicht getroffen."

"Zu oft bin ich in diesem Jahr abgeflogen, weil ich um den Sieg kämpfen wollte. Dieses Mal haben wir eine andere Strategie gewählt, daher ist das Ergebnis besonders schwer zu akzeptieren. Wir haben kaum Druck gemacht und hatten eigentlich alles unter Kontrolle", schreibt Solberg, der sich zumindest damit trösten kann, dass er nicht der einzige Fahrer war, der am Freitag Opfer der Rallye auf Sardinien wurde. Auch sein Teamkollege Latvala und Weltmeister Sebastien Loeb schieden aus. "Die Prüfungen sind sehr schwierig, der kleinste Fehler kann große Konsequenzen haben", erklärt der 37-Jährige.

Immerhin konnte Solberg am Samstag unter Rally2-Regeln wieder starten, wurde im Endklassement Neunter und und sicherte sich als Sieger der Power Stage drei Zusatzpunkte. Ohne den Ausfall hätte er seiner Meinung nach jedoch gegen Citroen-Pilot Mikko Hirvonen um den Sieg kämpfen können. "Wir waren ähnlich schnell, es wäre auf jeden Fall ein enger Kampf geworden", meint der Norweger.

Abgesehen vom eigenen Schicksal hat Solberg die Rallye Italien jedoch genossen. "Die Atmosphäre war großartig mit Tausenden von Zuschauern bei den Prüfungen", so Solberg, der lediglich kritisiert, dass am Schlusstag nur 16 Kilometern auf dem Programm standen. "Da es nur noch sehr wenige Kämpfe gab, war der Tag mehr oder weniger bedeutungslos."

Den Saisonabschluss der Rallye-WM 2012 bildet am nächsten Wochenende die Rallye Spanien. Diese enthält sowohl Asphalt- als auch Schotterstrecken und ist daher für die Fahrer eine zusätzliche Herausforderung. Zur Vorbereitung der Rallye wird Solberg in der kommenden Woche testen, damit er in Spanien das große Ziel erreicht: Das Werksengagement von Ford mit einem Sieg beenden.

"Wir müssen um den Sieg kämpfen. Für Ford, M-Sport, Malcolm, die Ingenieure, Mechaniker und alle anderen im Team wollen wir am Sonntag auf der obersten Stufe des Podiums stehen", so Solberg. "Und ich will der Fahrer sein, der das erreicht. Aber egal, ob es Jari-Matti oder mir gelingt, wichtig ist, dass Ford gewinnt. Dafür werden wir alles geben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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