Rallye 2012

— 09.11.2012

SS4-5: Östberg führt mit weiteren Dramen im Rücken

Mads Östberg hält im privaten Ford weiter die Spitze beim WRC-Saisonfinale - Für Sebastien Loeb wird achter Spanien-Sieg ein hartes Stück Arbeit



Die Favoriten tun sich beim Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft 2012 weiterhin schwer. Wenngleich der Regen in Spanien vorübergehend nachließ, waren die Prüfungen auch am Nachmittag über weite Strecken von schmierigen Verhältnissen gekennzeichnet und somit selbst für die besten Rallye-Piloten der Welt alles andere als einfach zu befahren.

Mads Östberg hält nach fünf Wertungsprüfungen am Steuer seines privat eingesetzten Ford Fiesta RS WRC weiterhin in Führung. Der Norweger liegt ganze 25 Sekunden vor Weltmeister Sebastien Loeb. Dem Citroen-Piloten steht in seinem Bemühen, die Spanien-Rallye zum achten Mal in Folge zu gewinnen, ein hartes Stück Arbeit bevor.

"Es war heute sehr schwierig, überhaupt auf der Straße zu bleiben. Wir werden sehen, was im weiteren Verlauf der Rallye noch möglich ist", so Loeb, der im Verlauf der ersten Etappe "einige brenzlige Momente" überstehen musste und deshalb nicht am absoluten Limit unterwegs war. Die Hoffnung hat er aber noch lange nicht aufgegeben, denn am Samstag geht es auf Asphalt und damit auf die absolute Domäne des neunfachen WRC-Champions.

Jari-Matti Latvala liegt im einzig verbliebenden Ford Fiesta RS WRC des Werksteams Rang drei. Der Finne schob sich am Nachmittag an Mikko Hirvonen (Citroen) vorbei und liegt vor der abschließenden Zuschauerprüfung des Freitags 24 Sekunden hinter Loeb und 16 Sekunden vor Hirvonen. M-Sport-Fahrer Ott Tänak, der auf Rang zwei liegend in den Nachmittag gestartet war, fiel bei den schwierigen Bedingungen auf Rang fünf zurück.

SS4: Nowikow beschert DMACK erste Bestzeit

Die Nachmittagsschleife begann mit der zweiten Überfahrt der "Pesells"-Prüfung. Auf den 26,6 Kilometern holte sich Ford-Youngster Jewgeni Nowikow mit 1,1 Sekunden Vorsprung auf Werksfahrer Latvala und 1,6 Sekunden Vorsprung auf Spitzenreiter Östberg die Bestzeit und sorgte damit für die erste WRC-Bestzeit für Reifenhersteller DMACK. Mit dieser Leistung schob sich der Russe zwischenzeitlich auf den sechsten Rang hinter Latvala nach vorn. "Es war ziemlich rutschig, aber ich fühle mich bei diesen Verhältnissen wohl, also habe ich attackiert", so Nowikow.

Den Fahrern mit Michelin-Reifen machten die Verhältnisse deutlich mehr zu schaffen, wie Östberg stellvertretend kommentierte: "Ich bin im Moment mehr Beifahrer als Fahrer." Die Citroen-Werkspiloten Loeb und Hirvonen büßten auf SS4 16 beziehungsweise 17 Sekunden auf Östberg ein und verloren vorübergehend weiter an Boden. Gleiches gilt für Tänak, der mehr als 20 Sekunden auf den Norweger einbüßte, seinen zweiten Rang aber noch knapp halten konnte.

Bei den Zwischenzeiten lag Hirvonen schon vor Tänak, baute dann aber einen Fahrfehler ein. "Ich verlor sechs oder sieben Sekunden, als es in einer Kurve geradewegs in die Büsche ging und ich zurücksetzen musste", so der Finne in Diensten des Citroen-Werksteams. Teamkollege Loeb war ohne Fehler nur 1,5 schneller und bekannte: "Gegen die Ford hatten wir keine Chance."

SS5: Loeb übernimmt Verfolgung von Östberg

Prüfung Nummer fünf wurde wie schon SS3 erneut von "Terra Alta" gebildet und diesmal behielten die Favoriten die Oberhand. Loeb absolvierte die 44 Kilometer fünf Sekunden schneller als Latvala und rückte mit seiner ersten Bestzeit der Rallye auf den zweiten Rang im Zwischenklassement nach vorn. Dem Führenden Östberg nahm der alte und neue Weltmeister auf SS5 zehn Sekunden ab. "Auf dieser Prüfung lief es besser. Die vorausfahrenden Fahrzeuge schleuderten nicht mehr ganz so viel Schlamm in die Luft", so die Erklärung von Loeb für seinen Vormarsch.

Derweil war es für Ford-Pilot Nowikow nur eine Prüfung nach seiner Bestzeit mit der Herrlichkeit vorbei. Der Russe setzte seinen Fiesta auf SS5 in einen Graben und verlor viel Zeit. Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier (Skoda) fuhr die fünftschnellste Zeit und hält nach fünf Prüfungen mit Respektabstand auf die Top 5 Rang sechs vor Ford-Pilot Craig Breen, der die S-WRC-Wertung weiterhin anführt.

Citroen-Neuling Hans Weijs jun. liegt im DS3 WRC von Nasser Al-Attiyah auf Rang neun hinter dem zurückgefallenen Nowikow und vor MINI-Pilot Jarkko Nikara. Der Finne in Diensten des Prodrive-Teams verlor durch einen Reifenwechsel auf SS5 viel Zeit und hat als Zehnter mehr als zwei Minuten Rückstand auf Weijs.

Für Nikaras Markenkollegen Paulo Nobre vom MINI-Team Portugal war die Etappe nach einem Ausrutscher auf "Pesells" beendet. Den Brasilianer erwischte es an derselben Stelle, die am Vormittag schon Petter Solberg, Thierry Neuville und Andreas Mikkelsen zum Verhängnis wurde. Nobres Teamkollege Chris Atkinson hatte ebenfalls Pech: Am John Cooper Works WRC brach auf SS5 die Antriebswelle, woraufhin der Australier aus den Top 10 herausfiel.

Am späten Nachmittag wird die erste Etappe mit einer zwei Kilometer kurzen Zuschauerprüfung in Salou beschlossen.

Gesamtwertung nach 5 von 18 Prüfungen (Top 10):

01. Mads Östberg (Ford) 1:38:53.7 Stunden
02. Sebastien Loeb (Citroen) +25.1
03. Jari-Matti Latvala (Ford) +49.3
04. Mikko Hirvonen (Citroen) +1:05.6 Minuten
05. Ott Tänak (Ford) +1:13.5
06. Sebastien Ogier (Skoda) +4:58.6
07. Craig Breen (Ford) +5:54.1
08. Jewgeni Nowikow (Ford) +6:02.5
09. Hans Weijs jun. (Citroen) +6:07.3
10. Jarkko Nikara (MINI) +8:18.2

Fotoquelle: xpbimages.com

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