Rallye 2012

— 08.12.2012

Ogier rechnet mit Rückstand auf die Konkurrenz

Sebastien Ogier rechnet beim WRC-Einstieg von Volkswagen mit einem Rückstand auf die anderen Teams und erwartet eine Eingewöhnungsphase im WRC-Auto



Sebastien Ogier geht nicht davon aus, dass er mit dem Volkswagen Polo R WRC beim Einstieg in die Rallye-Weltmeisterschaft auf Anhieb um Siege fahren kann. Beim Debüt bei der Rallye Monte Carlo zählt für den Franzosen vor allem eines: Ankommen. "Wir wollen das Ziel der Rallye erreichen und nach Möglichkeit Punkte gewinnen", sagt Ogier am Rande der Präsentation des WRC-Polo in Monte Carlo.

Die etablierte Konkurrenz von Citroen und Ford sieht er im Vergleich zu Volkswagen im kommenden Jahr im Vorteil: "Im ersten Jahr rechnen wir damit, dass wir einen Rückstand auf die anderen Teams haben werden." Daher glaubt Ogier auch nicht an einen Zweikampf mit seinem früheren Teamkollegen und Rivalen Sebastien Loeb: "Das Ziel wird nicht sein, ihn zu schlagen", sagt Ogier.

Die beiden Franzosen hatten sich während ihrer Zeit bei Citroen erbittert bekämpft, doch zu einer Wiederauflage des Duelles wird es nur vereinzelt kommen. Zwar verfügt Ogier mit dem Polo R WRC im kommenden Jahr wieder über gleichwertiges Material, doch Loeb wird nach seinem Teil-Rückzug aus der WRC 2013 nur vier Rallyes fahren, was Ogier bedauert.

"Es wäre schön gewesen, noch einmal gegen ihn zu kämpfen", sagt der Franzose. "Aber wir wissen nicht, wie konkurrenzfähig wir mit diesem Auto sein werden. Selbst wenn er nicht zurückgetreten wäre, hätten wir vielleicht nicht gegen ihn um den Sieg kämpfen können." Ogier glaubt, dass der Titel 2013 durch den Rückzug von Loeb ein wenig an Glanz verlieren wird: "Es würde natürlich mehr Spaß machen, den Fahrer zu schlagen, der die WRC neun Jahre in Folge gewonnen hat."

Im Teamduell mit Jari-Mati Latvala sieht sich Ogier trotz der vielen Testkilometer mit dem Polo R WRC nicht unbedingt bevorteilt: "Ich habe zwar den Vorteil, dass ich das Team und das Auto besser kenne. Er ist jedoch die gesamte Saison im WRC-Auto gefahren, während ich 'nur' im S2000 fuhr", gibt Ogier zu bedenken. "Es wird für mich sicherlich eine Herausforderung werden, im WRC-Auto wieder den richtigen Rhythmus zu finden. Daher denke ich nicht, dass ich einen großen Vorteil haben werde."

Ob dem Polo Asphalt oder Schotter besser liegen wird, vermag Ogier noch nicht zu sagen: "Ich weiß es nicht, aber ich habe auf beiden Untergründen ein gutes Gefühl. Das Auto wird von Test zu Test besser, aber es gibt noch viele Bereiche, in denen wir es verbessern müssen", so der Franzose. "Ich hoffe, dass die Zuverlässigkeit von Anfang an gegeben sein wird, damit wir die Rallyes beenden und Punkte gewinnen können."

Der Rallye Monte Carlo fiebert Ogier nicht nur wegen des WRC-Einstiegs von Volkswagen entgegen. Die Traditionsveranstaltung ist für ihn auch seine Heim-Rallye: "Monte Carlo ist für mich eine besondere Rallye. Ich bin nicht weit entfernt in Gap geboren worden und habe schon immer von dieser Rallye geträumt. Ich hatte schon einmal das Vergnügen, die Rallye zu gewinnen und hoffe, dass sich das in Zukunft noch oft wiederholen wird."

Fotoquelle: Red Bull/GEPA



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